Als Agnes Obel mit ihrer Musik den Theatervorplatz in ihren ganz eigenen Kosmos verwandelte, wurde es plötzlich ganz still. Nicht nur im Publikum, sondern irgendwie auch in einem selbst. Klavier, Stimme, feine Melodien und diese ganz besondere Mischung aus Melancholie und Licht füllten den Raum. Ihre Musik musste sich nie in den Vordergrund drängen, sie war einfach da – und genau deshalb konnte man sich ihr kaum entziehen.
Max Herre und Joy Denalane: Als die letzten Töne langsam verklungen sind, bleibt nicht nur großer Applaus zurück. Es bleibt vor allem das Gefühl, dass sich das lange Warten gelohnt hat. Manche Konzerte sind einfach mehr als ein Termin im Kalender. Sie erzählen eine Geschichte. Diese hier begann mit einer Enttäuschung und endete – ein Jahr später – mit einem glücklichen Publikum, vielen lächelnden Gesichtern und einem Sommerabend, den Jena so schnell nicht vergessen wird.
Dieses Konzert, von dem man vorher vielleicht nur den Namen kannte. Diese Band, die man eher zufällig entdeckt hat. Dieser magische Kulturarena-Moment, bei dem plötzlich alles zusammenpasst: die warme Sommerluft über dem Theatervorplatz, das Klirren der Bierbecher, das Licht zwischen den Bäumen und eine Musik, die einen völlig unerwartet erwischt.
Die Nacht mit Joan as a Police Woman war ein echter Höhepunkt – musikalisch, emotional und atmosphärisch.
Leider musste das Konzert von Max Herre und Joy Denalane heute in Jena zur Kulturarena ausfallen.






