Taeyong von NCT veröffentlicht sein erstes Full-Length-Album „WYLD“
Taeyong von NCT veröffentlicht am 18. Mai sein erstes Full-Length-Album WYLD – ein wichtiger Meilenstein in seiner Solokarriere. Für den K-Pop-Künstler ist das Album ein sehr persönliches Projekt, denn er war am gesamten kreativen Prozess maßgeblich beteiligt. Alle zehn Songs stammen textlich aus seiner Feder, neun davon hat er außerdem mitkomponiert. Auch die Gesamtproduktion des Albums hat er selbst mitgestaltet.

Erscheinungsdatum:
18. Mai 2025
Label:
SM Entertainment
Albumname:
WYLD
IT´S RADIO:ACTIVE!
Ich liebe WYLD einfach. Das Album hat so viele verschiedene Vibes, dass es nie langweilig wird, und trotzdem fühlt sich alles irgendwie rund an.
TAEYONG zeigt hier richtig, wie vielseitig er als Artist ist – mal laut und wild, dann wieder ruhiger oder einfach komplett anders im Sound.
Meine Favorites sind „Storm“, „WYLD“, „Skiii“ und „I’m A Dancing Cactus“. Die haben mich direkt gecatcht, jeder auf seine eigene Art.
Man merkt einfach, wie viel er selbst in das Projekt gesteckt hat. Es wirkt sehr persönlich und genau das macht WYLD für mich so stark.
Nach seiner Rückkehr aus dem Militärdienst im Dezember 2024 sind die Erwartungen an sein erstes vollständiges Album noch einmal deutlich gestiegen. Seit seinem Solo-Debüt mit „SHALALA“, dem zweiten Mini-Album TAP und zuletzt der Single „Rock Solid (Feat. Anderson .Paak)“, die am 17. April erschien, zeigt Taeyong immer neue musikalische Facetten und bewegt sich bewusst über klassische Pop-Grenzen hinaus. Der Track „Rock Solid (Feat. Anderson .Paak)“ ist allerdings nicht auf dem neuen Album enthalten.
„WYLD“ im Soundcheck
Zum Glück folgt WYLD keiner typischen Formel, bei der Genres gleichmäßig verteilt werden, stattdessen bekommt jeder Track seinen eigenen Raum, seinen eigenen Charakter und wirkt wie ein kleines Experiment für sich. Der Titeltrack überzeugt mit rauen, growlenden Vocals, massiven Basslines und einer fast animalischen Energie. Dazu kommen aggressive Rap-Parts und ein eingängiger Refrain, während seine Stimme gleichzeitig charismatisch, leicht frech und sehr selbstbewusst wirkt.
„Storm“ knüpft daran an, schlägt aber eine kühlere Richtung ein: metallisch, fast industriell im Sound, mit wechselnden Rap-Flows, die immer wieder überraschend durch den Beat schneiden. Kein Wunder, dass Fans ihn schon jetzt als einen der klassisch „Neo“-artigen Tracks feiern – ganz im Sinne des typischen NCT-Sounds.
Mit „Hypnotic“ geht es dann in eine ganz andere Stimmung: erst sanft mit Piano und entspannter Atmosphäre, bevor sich der Song in eine traumhafte Mischung aus Drum-and-Bass, Jazz und elektronischen Einflüssen entwickelt. „I’m A Dancing Cactus“ klingt schon vom Titel her absurd, landet aber schnell in einem überraschend süchtig machenden House-Groove – verspielt, ohne je nur gimmickhaft zu wirken. Ich lieb es!
„Mermaid“ ist eine der größten Überraschungen des Projekts. TAEYONG zeigt hier seine oft nur angedeutete Gesangsseite viel deutlicher: weich, schwebend und über alternative R&B-Flächen gelegt. Diese Introspektion setzt sich in „404 Euphoria“ fort, das mit gesprochenen Passagen beginnt – eher wie ein innerer Monolog. Der Song greift erneut sein „404“-Motiv auf und beschäftigt sich mit Identität, Verwirrung und emotionaler Instabilität.
„Skiii“ bringt das Album abrupt zurück in die volle Energie: laut, schnell, überladen – mit einer Mischung aus EDM, Rock und Hip-Hop, die bewusst an die maximale Reizdichte von NCT erinnert. „Hot“ setzt dagegen auf Oldschool-Hip-Hop-Vibes mit lockerer Coolness, während „Feeling Myself“ vor allem durch TAEYONGs wandelbaren Rap-Stil auffällt – spielerisch, selbstsicher und immer wieder wechselnd im Flow.
Der abschließende Track „Run“ fährt alles wieder etwas runter: sanfter Rock, hellere Instrumentierung und ein wärmeres Gefühl. Damit wirkt das Album am Ende fast versöhnlich – als würde es trotz aller Experimente den Menschen hinter der Figur sichtbar machen.
Warum TAEYONG WYLD selbst produziert hat und es für ihn so wichtig war
Taeyong hat WYLD komplett selbst produziert, weil er einfach genau zeigen wollte, wer er als Artist wirklich ist. Kein fertiges Konzept von außen, kein „wir geben dir einen Sound vor“, sondern er selbst von Anfang bis Ende: schreiben, komponieren, mitproduzieren. Und genau das merkt man auch. Das Album fühlt sich viel persönlicher an, irgendwie direkter und freier. Man hat das Gefühl, er probiert nicht nur Sachen aus, sondern baut sich wirklich seinen eigenen Sound komplett selbst auf. Vor allem im Kontext von NCT ist das schon ziemlich wichtig, weil man hier richtig sieht, wie sehr er als Solo-Artist seine eigene Richtung findet – ohne sich irgendwo reinpressen zu lassen.



