Immer nah dran – deine Quelle für Rock, Metal, K-Pop & Pop. Tournews; Konzertberichte, Soundchecks & Interviews warten hier auf dich!
Chinese American Bear in Berlin
Chinese American Bear in Berlin
Chinese American Bear in Berlin Foto: Marie-Luise Frauenstein (louriephoto)

17.05.26: Chinese American Bear machen Berlin glücklich

Von einem Abend, der den ganzen Club strahlen ließ

Chinese American Bear machen Berlin glücklich

Am 17. Mai 2026 wurde die Kantine am Berghain in Berlin zu einem der wohl gemütlichsten, fröhlichsten Orte der Stadt. Das ausverkaufte Konzert von Chinese American Bear fühlte sich an wie ein Abend mit guten Freund*innen, die zufällig auch unfassbar gute Musik machen.

Chinese American Bear in Berlin
Chinese American Bear in Berlin Foto: Marie-Luise Frauenstein (louriephoto)

Fluppe liefern einen energiegeladenen Auftakt

Den Abend eröffneten Fluppe aus Hamburg, die bereits am Vorabend eine Headline-Show im Schokoladen gespielt hatten. Die Band hatte offensichtlich noch genug Energie für einen weiteren Abend übrig. Vor allem der Sänger zog sofort alle Aufmerksamkeit auf sich. Er war ständig in Bewegung und performte mit einer Intensität, die den Raum direkt mitnahm.

Die Mischung aus starker Bühnenpräsenz und spürbarer Leidenschaft funktionierte sofort. Das Publikum war schnell mittendrin und die perfekte Grundlage für den restlichen Abend war gelegt.

Kleine Soundprobleme, große Sympathie

Als Chinese American Bear schließlich auf die Bühne kamen, wurde es erstmal überraschend still im Raum. Alle Augen waren gespannt nach vorn gerichtet, die Ohren gespitzt für das Set. Zwar lief technisch am Anfang nicht sofort alles rund, denn beim Sound des Drummers gab es wohl Probleme, doch statt peinlicher Stille entstand daraus einer der charmantesten Momente des Abends.

Anne Tong und Bryce Barsten überbrückten die Pause einfach mit Small Talk und brachten den ganzen Club innerhalb weniger Minuten zum Lachen. Fans durften Fragen stellen, darunter natürlich auch die wichtigste des Abends: die Lieblings-Dim-Sum-Sorte der beiden. Anne entschied sich für Hühnerfüße, Bryce eher für die süße Variante mit Sesam.

Ein Konzert, das sich wie Zuhause angefühlt hat

Sobald die Show richtig losging, entstand im gesamten Raum eine unglaublich persönliche Atmosphäre, als würde man hier alte Bekannte wieder sehen.

Die Songs von Chinese American Bear wechseln spielerisch zwischen Englisch und Mandarin und genau diesen verspielten Charme konnten sie auch live vermitteln. Anne brachte dem Publikum zwischendurch einzelne Mandarin-Passagen bei und motivierte alle zum Mitsingen. Und tatsächlich: Der ganze Club machte mit.

Pure Freude auf der Bühne und im Publikum

Was während der gesamten Show besonders auffiel: Diese Band hatte sichtbar Spaß. Nicht aufgesetzt, sondern ehrlich und ansteckend. Anne und Bryce strahlten praktisch durchgehend. Sie scherzten mit den Fans und spielten ihre Songs mit einer Begeisterung, die sofort auf den ganzen Raum übersprang.

Chinese American Bear in Berlin
Chinese American Bear in Berlin Foto: Marie-Luise Frauenstein (louriephoto)

Die Stimmung in der Kantine am Berghain wurde dadurch immer lockerer und wärmer. Man hatte nie das Gefühl, einfach nur Zuschauer*in zu sein, sondern eher Teil von etwas Gemeinsamen.

Fazit: Eines der süßesten Konzerte des Jahres

Das Konzert von Chinese American Bear in Berlin war kein riesiges Spektakel mit großer Produktion. Und genau das machte es so besonders. Es war ein Abend voller Humor, Nähe, Leidenschaft und mit ehrlicher Freude. Von der energiegeladenen Support-Show von Fluppe, bis zur warmen Atmosphäre während des Headline-Sets fühlte sich hier alles echt an.

Oder anders gesagt…selten hat ein Konzert so viel Spaß gemacht.

Mehr Konzertberichte von uns findet ihr hier.

Radio:Active – dein unabhängiges Musikmagazin für Rock, Metal, K-Pop, Pop & Alternative. Wir berichten aus der ersten Reihe mit ehrlichen Reactions, Soundchecks und Interviews, Tour-News, Konzertberichte mit Fotogalerien oder Live von Festivals. Wir sind live, laut und immer am Puls der Szene, wo Musik wirkt