Creeper live in Dresden am 12.05.2026
Am 12. Mai wurde der Club Puschkin in Dresden zum Treffpunkt für Fans der Dunkelheit. Creeper machten auf ihrer aktuellen „The Sangui„-Tour Halt in Sachsen und auch wenn die Show nicht komplett ausverkauft war, fühlte sich der Abend trotzdem riesig an!

Schon vor Konzertbeginn hat man gesehen: Hier trifft sich eine Community. Schwarze Outfits, aufwendiges Make-up und eine Atmosphäre irgendwo zwischen Horror-Romantik und Punk-Rock. Ich war gespannt, wie sich diese Theatralik auf die kleine Bühne im Club transportieren lassen würde.
The Howling eröffnen den Abend mit 2000er-Emo-Vibes
Den Start machten The Howling und die lieferten auch direkt ab. Musikalisch und optisch erinnerte die Band stark an die Emo- und Alternative-Szene der frühen 2000er: dramatische Bühnenpräsenz, energiegeladene Songs und jede Menge Bewegung! Ich habe mir direkt nach dem ersten Song vorgenommen, die Gruppe noch einmal live zu sehen.
Obwohl die Bühne im Club Puschkin nicht gerade viel Platz bietet und zusätzlich von mehreren Säulen eingeschränkt wird, nutzten sie wirklich jeden freien Zentimeter aus. Statt sich davon bremsen zu lassen, suchte die Band ständig die Nähe zum Publikum, interagierte viel und schaffte es schnell, die Fans komplett mitzunehmen.
Creeper verwandeln Dresden in eine düstere Rock-Oper
Als Creeper schließlich die Bühne betraten, dauerte es keine Minute, bis der ganze Club in Bewegung war. Hände schossen nach oben und die Fans sangen jede Zeile mit. Besonders beeindruckend: Die Band klingt live nahezu identisch zu ihren Studioaufnahmen. Kraftvoll, atmosphärisch und gleichzeitig unglaublich präzise.
Dazu kommt natürlich der Look. Das markante Vampir-Make-up der Band gehört inzwischen genauso zu Creeper wie die Songs selbst. Viele Konzertbesucher*innen hatten sich passend dazu ebenfalls aufwendig geschminkt oder trugen detailreiche Outfits, fast so, als wäre der Abend gleichzeitig ein Konzert wie auch eine düstere Theaterinszenierung.
„More Than Death“ sorgt für Gänsehaut im ganzen Club
Der (für mich) emotionalste Moment des Abends kam während „More Than Death„.
Für den Song wurde im Publikum ein Fanprojekt organisiert: Überall im Raum gingen Handys mit Licht nach oben, viele davon mit orangen Stickern beklebt, die den gesamten Club in ein warmes Leuchten tauchten. In den ersten Reihen hielten Fans zusätzlich selbstgemachte Schilder mit der Aufschrift „We love you more than death“ hoch.
Es war einer dieser Konzertmomente, in denen plötzlich alles zusammenpasste. Musik und Publikum sind komplett miteinander verschmolzen.
Ein Konzert, das von seinen Fans lebte
Was diesen Abend im Club Puschkin so besonders gemacht hat, war vor allem die Verbindung zwischen Band und Publikum. Immer wieder wurden Rosen ausgetauscht, Fans und Band suchten Blickkontakt, sangen gemeinsam und machten das Konzert zu mehr als nur einer klassischen Liveshow. Trotz kleiner Venue und eingeschränkter Sicht entstand eine intime Atmosphäre, die man in großen Hallen oft vermisst.
Fazit: Creeper liefern in Dresden eine Show mit Herz
Creeper haben in Dresden einmal mehr bewiesen, warum ihre Fangemeinde so leidenschaftlich ist. Der Abend lebte nicht von riesiger Produktion oder spektakulären Effekten, sondern von Emotion, Nähe und echter Interaktion. Von der starken Support-Performance von The Howling bis zum Main Act war das ein Konzert, das bei mir noch lange nachwirken wird. Gerne wieder!




