Highfield Festival 2026 – Freitag: Fast 30 Jahre und ein ganz besonderer Anfang

Es ist dieses Gefühl, das man kaum in Worte fassen kann, wenn man zum ersten Mal in diesem Jahr das Highfield-Gelände betritt. Die vertrauten Wege, die Bühnen, die Musik, Menschen mit Festivalbändchen und Sonnenbrillen – eigentlich ist alles fast wie immer. Und doch fühlt sich dieses Highfield anders an. Denn nach 30 Jahren Festivalgeschichte steht dieses Wochenende unter einem besonderen Zeichen. Es ist zunächst das letzte Highfield in dieser Form. Auch das Gelände hat sich zum letzten Tanz etwas verändert. Die Bühnen stehen sich in diesem Jahr gegenüber und der Platz wurde um die eine Bühnenseite komplett eingekürzt. Dieses Jahr alles im etwas kleineren Rahmen.

Vielleicht ist es genau dieser Gedanke, der an diesem Freitag immer wieder durch den Kopf geht. Nicht ständig und auch nicht bedrückend. Eher wie ein leiser Begleiter zwischen den ersten Songs, den Begegnungen und den vielen bekannten Gesichtern. Drei Jahrzehnte Highfield – das sind unzählige Bands, Generationen von Festivalbesuchern, Freundschaften, Geschichten und Erinnerungen. Und jetzt beginnt das vielleicht letzte Kapitel dieser Geschichte.



Musikalisch startet das Festival allerdings ganz und gar nicht leise. ITCHY sorgen für die erste ordentliche Portion Energie und bringen das Publikum schnell auf Betriebstemperatur. Es wird gesprungen, getanzt und mitgesungen. Genau diese Mischung aus Musik und Leichtigkeit macht einen Festivalfreitag aus.






Mit Sondaschule geht es anschließend weiter Richtung Ska-Punk. Die Band bringt Bewegung vor die Bühne und sorgt für ausgelassene Stimmung. Man merkt schnell: Die Menschen sind gekommen, um dieses Wochenende zu genießen. Vielleicht ein kleines bisschen bewusster als sonst.







Später übernehmen die Giant Rooks und bringen eine andere Atmosphäre auf das Festivalgelände. Ihre Songs wirken zwischen den großen Bühnen und dem bunten Treiben fast wie ein kurzer Moment zum Durchatmen. Musik, die zum Zuhören einlädt und trotzdem viele Menschen zusammenbringt.





Am Abend wird es dann voller. BHZ verwandeln den Platz vor der Bühne in einen riesigen Treffpunkt für Fans deutschsprachigen Hip-Hops.





Auch die Club Stage zeigt am ersten Tag, wie vielfältig das Highfield geworden ist. Hi! Spencer, Adam Angst, PA69 und Levin Liam sorgen dort für musikalische Abwechslung und locken immer wieder Besucher von den großen Bühnen weg. Es sind genau diese kleinen Wechsel, die einen Festivaltag besonders machen.






Levin Liam hatte heute leider etwas technische Problem und so verzögerte sich sowohl sein Auftritt, als auch der von SDP um ein wenig. Danach übernehmen SDP und machen endgültig klar, dass dieser erste Festivaltag noch lange nicht vorbei ist. Ihre Mischung aus Pop, Rap und Humor funktioniert auch vor dieser großen Kulisse und sorgt für jede Menge Mitsingmomente.




An der Electric Beach geht es mit Schwesta P, Josi Miller und den Crux Pistols ebenfalls bis in den Abend weiter. Während sich am See die Sonne langsam verabschiedet, wird getanzt und gefeiert.
Und irgendwann wird einem vielleicht doch bewusst, dass dieser Freitag ein Teil einer 30-jährigen Geschichte ist. Dass viele Menschen hier Erinnerungen gesammelt haben, die weit über einzelne Konzerte hinausgehen. Vielleicht war das erste Highfield für manche Besucher noch in einer ganz anderen Lebensphase. Vielleicht stehen heute Menschen auf dem Gelände, die vor Jahren selbst als Jugendliche hier waren und inzwischen ihre eigenen Kinder mitbringen.
Genau deshalb fühlt sich dieser erste Abend besonders an. Nicht, weil wir ihn traurig machen wollen. Im Gegenteil. Weil wir ihn feiern wollen.
30 Jahre Highfield verdienen einen Freitag, an dem laut gesungen, viel gelacht und bis in die Nacht getanzt wird.
Und genau das passiert.




