Highfield Festival 2026 – Sonntag: Danke für fast 30 Jahre

Der Sonntag fühlt sich anders an. Vielleicht liegt es daran, dass zwei lange Festivaltage hinter uns liegen. Vielleicht an den müden Beinen und den heiseren Stimmen. Oder vielleicht liegt es einfach daran, dass wir alle wissen, dass dieses Highfield etwas Besonderes ist. 30 Jahre Festivalgeschichte gehen an diesem Wochenende zu Ende – zumindest zunächst in dieser Form.
Und plötzlich bekommt der letzte Festivaltag eine ganz eigene Bedeutung.
Noch einmal über das Gelände laufen. Noch einmal zum See. Noch einmal vor einer Bühne stehen. Noch einmal dieses besondere Gefühl, wenn tausende Menschen gleichzeitig den gleichen Song singen. Dinge, die man sonst einfach macht, ohne darüber nachzudenken, fühlen sich heute ein kleines bisschen wertvoller an.
Musikalisch beginnt der letzte Tag auf der Main Stage mit Montreal und einer ordentlichen Portion Punkrock. Auch am Sonntag wird nicht langsam gemacht. Die Band bringt Energie auf die Bühne und sorgt dafür, dass die Müdigkeit schnell vergessen ist.





Danach übernimmt $OHO BANI und bringt seinen ganz eigenen Sound auf das Festivalgelände. Wieder einmal zeigt sich, wie unterschiedlich die musikalischen Welten des Highfield sein können.




Mit Feine Sahne Fischfilet wird es später besonders intensiv. Die Band gehört zu den Acts, die ihr Publikum nicht einfach nur unterhalten, sondern es mitnehmen. Vor der Bühne wird gesungen, getanzt und gefeiert. Es ist einer dieser Momente, bei denen die Grenze zwischen Band und Publikum für einen Augenblick verschwindet.






Dann wartet mit Marteria einer der großen Namen dieses Festivals. Schon lange vor Beginn füllt sich der Platz vor der Bühne. Wenn die ersten Töne erklingen, ist die Müdigkeit vergessen. Seine Songs werden laut mitgesungen und tragen die Stimmung noch einmal nach oben.
Und dann kommen die Beatsteaks. Eine Band, die wie kaum eine andere zum Gefühl eines Festivals passt und deshalb einen perfekten Abschluss bildet. Noch einmal wird gesprungen, getanzt und laut mitgesungen. Noch einmal steht die Menge gemeinsam vor der Bühne und feiert Musik.
Vielleicht möchte man in diesem Moment einfach nicht daran denken, dass es der letzte große Auftritt dieses Highfield-Wochenendes ist.
Auch die Club Stage verabschiedet sich musikalisch mit Jolle, Kafvka, Nura, Deine Cousine und Dilla. An der Electric Beach sorgen Miami Lenz und Austin noch einmal für Beats und Festivalstimmung am See.










Und dann kommt irgendwann der Moment, den man den ganzen Tag verdrängt hat. Der letzte Song. Die letzte Ansage. Die letzten Lichter auf der Bühne. Nach so langer Zeit Highfield ist es ein merkwürdiges Gefühl, das Gelände zu verlassen. Nicht nur, weil ein Festivalwochenende vorbei ist. Sondern weil dieses Wochenende ein Stück Geschichte geschrieben hat.




27 Jahre Highfield – das bedeutet 27 Jahre Musik, Begegnungen, Freundschaften, Sommer, Regen, Staub, Sonnenuntergänge, Campinggeschichten und unzählige Konzerte. Manche Menschen werden sich wahrscheinlich noch Jahre später daran erinnern, welche Band sie bei ihrem ersten Highfield gesehen haben. Andere werden von ihrem schönsten Festivalmoment erzählen. Und wieder andere vielleicht einfach sagen: „Ich war dabei.“
Und genau das ist es, was bleibt. Nicht nur die großen Namen auf den Bühnen. Nicht nur die Setlists oder die Fotos. Es sind die Gefühle, die man mit nach Hause nimmt.Vielleicht ist dieses Highfield tatsächlich ein Abschied. Vielleicht ist es aber auch nur ein „Bis irgendwann“.
Denn nach fast 30 Jahren darf man durchaus hoffen, dass eine Geschichte noch nicht endgültig zu Ende erzählt ist.
Für den Moment bleibt nur eines:
Danke, Highfield. Für 3 Jahrzehnte voller Musik. Für all die Erinnerungen. Für die Menschen, die wir getroffen haben. Und für drei Tage, die wir so schnell nicht vergessen werden.
Vielleicht sehen wir uns wieder.



