Als Agnes Obel mit ihrer Musik den Theatervorplatz in ihren ganz eigenen Kosmos verwandelte, wurde es plötzlich ganz still. Nicht nur im Publikum, sondern irgendwie auch in einem selbst. Klavier, Stimme, feine Melodien und diese ganz besondere Mischung aus Melancholie und Licht füllten den Raum. Ihre Musik musste sich nie in den Vordergrund drängen, sie war einfach da – und genau deshalb konnte man sich ihr kaum entziehen.
Mari Froes braucht keine große Show. Keine lauten Gitarren, keine spektakulären Effekte und kein aufwendiges Bühnenbild. Was sie mit nach Jena brachte, war viel wertvoller: eine außergewöhnliche Stimme, wunderbare Musiker und Lieder, die sich anfühlten wie ein warmer Sommerabend. Mal verträumt, mal verspielt, mal voller Sehnsucht – aber immer mit einer Leichtigkeit, die den gesamten Theatervorplatz umhüllte.



