State Champs - Unplugged
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Leserwertung: (1 Judge)
9.5

 

Künstler: State Champs

Album: Unplugged

VÖ: 14.08.2020

MEGAHERTZ: 9/10


 

State Champs haben sich für ihr Bandjubiläum etwas Besonderes überlegt. Nämlich eine Unplugged-EP mit vier komplett neuen Songs und zwei bereits existierende Lieder, die einen akustischen Touch bekommen haben.

Der erste Longplayer-Song geht um die fünf Minuten und ist ein neuer Song, den die Jungs geschrieben haben. Und auch dieser Song entpuppt sich als mein Lieblingslied der EP und überzeugte mich bereits von der gesamten EP. A Thousand Hearts wird mit einem melodischen Instrumental eingeleitet und löst ein angenehmes Gefühl der Entspannung und irgendwie auch eine Art Fernweh bei mir aus. Sänger Derek DiScanio beschreibt, dass sie während der Produktion für das Unplugged Album mehr Back To The Roots gegangen waren und das kommt hier ziemlich gut zur Geltung. Einfach Schreiben, die Gitarre in die Hand nehmen und einen Song kreieren. Besonders positiv sticht das Saxophon-Solo hervor und die angenehme Stimme von Derek, die den Song radiotauglich erscheinen lassen.

Poppiger und experimentierfreudiger werden State Champs mit den anderen beiden neuen Songs 10 AM und Crying Out Loud. Ersteres hat es auch als neue Single geschafft und bleibt besonders mit der Synthie-Melodie hängen und entpuppt sich als mein Ohrwurm der Platte. Mit Crying Out Loud musste ich mich zunächst etwas anfreunden. Es ist ein typischer Akustik-Song, der mit einer instrumentalen Gitarren-Melodie eingeleitet wird, aber im Vers etwas vom Ohrwurmflair abnimmt und mich erst beim Refrain und mit dem Gitarren-Solo wieder von sich überzeugt. Hier geht es tatsächlich mit meiner Meinung auf und ab. Aber dennoch ist es ein gelungener Song.

 

What this is really all about
I feel you tearing down
Castles in my head
When we’re in different beds

So what’s it mean
When every dream I have’s about you now?
I can’t believe
You get to me the way you do somehow

It’s criminal
It’s criminal
It’s criminal

Criminal und Dead and Gone waren die Fan-Lieblinge aus dem Album “Living Proof” und sind deshalb für mich persönlich eine gute Auswahl gewesen, diese neu zu produzieren. Criminal hat in meinen Ohren keine großartige Veränderung verpasst bekommen, außer dass dies eine akustische Version des Originals geworden ist. Was allerdings nicht bedeutet, dass es schlecht ist. Ganz im Gegenteil. Ich liebe diesen Song und finde dementsprechend diese Version ebenso klasse. An Dead and Gone wurde deutlich mehr gefeilt. Zuerst hatte ich das Gefühl The Fray – How To Save A Life angeschaltet zu haben. Die Ähnlichkeiten zu Beginn in der Melodie sind unverkennbar und auch die Stimme hat mich sehr an Isaac Slay erinnert. Der Track ist im Gegensatz zum Original deutlich melancholischer geworden und gefällt mir aber in dieser Form sogar noch besser als der Vorgänger.


Satte 9/10 Megahertz bekommt die Unplugged EP von mir. Die Platte hatte mich bereits mit dem ersten Song A Thousand Hearts um den Finger gewickelt. Ich habe an keinem der Songs nur irgendetwas auszusetzen. Persönlich hätte ich sogar gern noch mehr Songs Unplugged von ihnen gehört. Aber eine Unplugged EP erscheint mir derzeit die beste Lösung zu sein, um das Jubiläum zu zelebrieren. Ich bin gespannt, ob wir die Songs Unplugged auch noch Mal Live hören werden. State Champs haben mich auf jeden Fall überzeugt, dass ihnen Akustik-Musik sehr gut steht.


Tracklist: 

A Thousand Hearts

The Recipe 

10 Am

Crying Out Loud

Criminals 

Dead And Gone

 

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