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Dornika beim Pop-Kultur Festival 2026
Dornika beim Pop-Kultur Festival 2026
Dornika beim Pop-Kultur Festival 2026

Pop-Kultur Festival 2026: Diese Momente bleiben uns im Kopf

Unsere Highlights aus einer Woche Pop-Kultur

Pop-Kultur Festival 2026: Diese Momente bleiben uns im Kopf

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Dornika beim Pop-Kultur Festival 2026

Das Pop-Kultur Festival gehört für mich zu den Highlights im Berliner Veranstaltungskalender. Nicht nur, weil hier jedes Jahr spannende Artists auftreten, sondern weil das Festival so viele unterschiedliche Formate miteinander verbindet. Konzerte treffen auf Panels, Talks und Performances. Bekannte Namen stehen neben Acts, die ich vorher noch nicht auf dem Radar hatte. Genau diese Mischung macht das Festival für mich so besonders.

2026 wurde das Konzept noch einmal erweitert. Zum ersten Mal fand das Pop-Kultur Festival über sieben Tage vom 24. bis 30. August statt. Verschiedene Berliner Kieze wurden bespielt, die Festivalorte reichten vom Wedding bis zur Kulturbrauerei. Den Abschluss bildete am Sonntag noch ein exklusives Programm im Pierre Boulez Saal, womit die Festivalwoche einen besonderen letzten Abend bekam.

Ich selbst war an vier Tagen unterwegs: am Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag. Natürlich konnte ich deshalb nicht alles sehen, was das Festival in dieser Woche zu bieten hatte. Dieser Rückblick ist also kein Versuch, die gesamte Festivalwoche abzubilden. Stattdessen geht es um die Momente, die mir bei Pop-Kultur Festival 2026 besonders im Kopf geblieben sind.

Zwischen Zwei und Vier: unterhaltsam UND relevant

Einer meiner persönlichen Lieblingsprogrammpunkte war „Zwischen Zwei und Vier“. Hinter dem Projekt stecken Rosalie Ernst und Melanie Gollin. Das Format verbindet Musikjournalismus, Diskussion, Quiz und persönliche Einblicke und schafft es dabei, gleichzeitig witzig und inhaltlich wertvoll zu sein.

Besonders sympathisch fand ich, dass Musik hier nicht unnötig verkopft behandelt wird. Es wird diskutiert, gelacht und manchmal auch ein bisschen abgeschweift, ohne dass die relevanten Fragen verloren gehen. Wer noch mehr darüber wissen möchte, kann „Zwischen Zwei und Vier“ übrigens auch als Podcast und Newsletter verfolgen.

Für mich eine große Empfehlung für alle, die Musik lieben!

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Zwischen Zwei und Vier beim Pop-Kultur Festival 2026

Gender Pay Gap in der Kulturbranche: Ein Gespräch, das mehr Aufmerksamkeit verdient hätte

Ein weiterer wichtiger Programmpunkt war das Panel zum Gender Pay Gap in der Kulturbranche mit Anne Haffmans, Lisa Mangold, Josi Miller, Christoph Reimann und Juliane Reil.

Die Diskussion hat verschiedene Perspektiven aus der Kulturbranche zusammengebracht und sich nicht nur mit dem Problem selbst beschäftigt, sondern auch mit möglichen Lösungsansätzen. Gerade diese unterschiedlichen Blickwinkel fand ich wichtig und spannend.

Schade fand ich deshalb, dass das Panel aus meiner Sicht deutlich mehr Publikum verdient hätte. Denn Themen wie faire Bezahlung und strukturelle Ungleichheiten gehören für mich unbedingt auf ein Festival, das sich so intensiv mit der Gegenwart und Zukunft der Musikbranche beschäftigt.

Avalon Emerson & the Charm: eine meiner schönsten Entdeckungen

Bei Avalon Emerson & the Charm hat das Pop-Kultur Festival wieder genau das gemacht, was ich daran liebe. Ich kannte die Künstlerin vorher nicht und bin entsprechend ohne große Erwartungen in den Auftritt gegangen. Während des Sets wurde mir ziemlich schnell klar: Das muss ich mir unbedingt noch einmal anhören.

Die Musik hat mich direkt berührt und dann auch nicht mehr losgelassen. Besonders stark fand ich das Zusammenspiel aus Sound und visuellen Projektionen. Die Bilder auf der Bühne haben die Musik perfekt ergänzt und dem Auftritt eine fast schon magische Atmosphäre gegeben. Für mich war das ein absoluter Gänsehautmoment!

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Avalon Emerson & the Charm beim Pop-Kultur Festival 2026

Bar Italia: Stimmung in der Betonhalle

Ein weiterer Höhepunkt im silent green war die britische Band Bar Italia. Sie kamen zu Dolly PartonsJolene“ auf die Bühne und kassierten dafür schon jubelnden Applaus. Anschließend brachten sie dann ihre eigenen Rocktunes in den Saal und erinnerten mit starken Gitarrenklängen an Sounds aus den 90ern.

Das besondere an der Band: hier werden die Gesangseinlagen zwischen drei verschiedenen Mitgliedern aufgeteilt. Ganz konkret ist mir aber die Bühnenpräsenz von Nina Cristante im Kopf geblieben, wie sie sich tanzend über die gesamte Bühne bewegte und auch immer wieder Blickkontakt zum Publikum herstellte. Schade war nur, dass man sie im Vergleich zu den anderen Sängern kaum gehört hat.

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Bar Italia beim Pop-Kultur Festival 2026

YALE: Emotionale Songs im Frannz Garten

Am Freitag habe ich im Frannz Garten YALE erlebt. Die Songs waren emotional, gleichzeitig aber so zugänglich, dass einige Melodien direkt im Ohr geblieben sind.

Es war einer dieser Auftritte, bei denen ich nicht viel gebraucht habe. Musik, Atmosphäre und ein bisschen Zeit zum Zuhören. Und plötzlich habe ich gemerkt, dass ich einen Song schon auf dem Heimweg weiter im Kopf getragen habe.

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YALE beim Pop-Kultur Festival 2026

GRENZKONTROLLE: Energie und klare politische Messages

Im Kesselhaus wurde es bei GRENZKONTROLLE deutlich lauter. Die Stimmung war von Anfang an intensiv und die politischen Messages der Band standen klar im Raum.

Sänger Don L. Gaspár Ali war dabei eine starke Präsenz. Er blieb nicht einfach auf der Bühne, sondern sprang immer wieder ins Publikum und sorgte damit für eine unmittelbare Verbindung zu den Menschen vor der Bühne. Der Auftritt war laut, direkt und politisch. Ein Konzert, das für mich nicht einfach nur nebenbei passiert ist.

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GRENZKONTROLLE beim Pop-Kultur Festival 2026

Dornika: queere Power in der Kulturbrauerei

Auch Dornika ist mir besonders im Gedächtnis geblieben. Die iranisch-amerikanische Künstlerin spielte im gut besuchten Hof der Kulturbrauerei und hatte das Publikum schnell auf ihrer Seite.

Ihre Songs haben funktioniert, aber auch ihr Style und ihre Bühnenpräsenz haben den Auftritt geprägt. Sie wirkte von Anfang an selbstbewusst und trotzdem emotional nahbar. Ein weiterer Name, den ich dank dem Pop-Kultur Festival jetzt definitiv auf dem Radar habe.

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Dornika beim Pop-Kultur Festival 2026

Lingua Erotica: Synth-Sounds mit eigenem Charakter

Lingua Erotica haben mich auch musikalisch abgeholt. Der Sound erinnert stellenweise an 80er-Synth, bleibt aber nicht bei einer reinen Retro-Ästhetik stehen. Das Duo gibt dem Ganzen einen eigenen Twist und schafft dadurch etwas, das vertraut klingt und trotzdem frisch wirkt.

Für mich war das eine der spannendsten Sound-Entdeckungen der Festivalwoche.

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Lingua Erotica beim Pop-Kultur Festival 2026

Layla Boe: Ehrlicher Deutschrap fürs Selbstbewusstsein

Bei Layla Boe habe ich mich mal aus meiner musikalischen Komfortzone heraus getraut. Hier waren es vor allem die ehrlichen Lyrics, die bei mir hängen geblieben sind. Ihre Songs wirken persönlich und zugänglich. Dadurch entstand schnell eine Verbindung zum Publikum. Thematisch geht es hier vorrangig um Selbstbestimmung, Sex, Liebe, Begehren und Empowerment.

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Layla Boe beim Pop-Kultur Festival 2026

Sophia Kennedy: Einfach mal kurz alles vergessen

Bei Sophia Kennedy durfte es dann einfach einmal ums Zuhören gehen. Ihre Stimme ist wunderbar und ihre Musik hat eine einzigartige Atmosphäre geschaffen, in der ich für einen Moment alles andere ausblenden wollte.

Keine Gedanken daran, was danach noch ansteht. Keine Suche nach dem nächsten Programmpunkt. Einfach die Augen schließen und genießen.

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Sophia Kennedy beim Pop-Kultur Festival 2026

deBasement: Wenn das Publikum Teil der Bühne wird

Bei deBasement ging es wieder mehr in Richtung Club. Trotz einiger Tonprobleme war die Atmosphäre mitreißend. Die Clubsounds haben funktioniert und vor allem das Publikum hat den Raum getragen.

Besonders schön fand ich, dass sich die kleine Bühne immer wieder für Menschen aus dem Publikum geöffnet hat, die dort gemeinsam mit dem Act getanzt haben. Dadurch entstand ein echter Safe Space, in dem sich die Leute sichtbar wohlgefühlt haben.

Technisch lief vielleicht nicht alles perfekt. Für die Stimmung war das am Ende aber fast nebensächlich.

Beaks: Das Maschinenhaus platzte aus allen Nähten

Dass ein Act einen ganzen Raum an seine Grenzen bringen kann, zeigte Beaks im Maschinenhaus. Der Saal war so voll, dass Menschen sogar vor der Tür standen, um zumindest von draußen noch einen Blick auf die Bühne zu bekommen.

Ich habe es nicht lange im Saal ausgehalten und mir nur ein paar Songs angehört, weil es mir dann zu voll geworden ist. Aber musikalisch konnte mich der Auftritt überzeugen. Beaks hat einen eigenen Style und einen Sound, der im Gedächtnis bleibt. Die volle Hütte war dabei eigentlich schon die beste Zusammenfassung dafür, wie gut der Auftritt beim Publikum angekommen ist.

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Beaks beim Pop-Kultur Festival 2026

Jassin und die Momente, die ich verpasst habe

Natürlich gehört zu einem Festivalrückblick auch dazu, über die Dinge zu sprechen, die ich selbst nicht geschafft habe. Ein großes Programmhighlight für viele Zuschauer*innen war Newcomer Jassin. In seinen Songs behandelt er, wie es ist, in einer ostdeutschen Kleinstadt aufzuwachsen. Dabei setzt er sich mit Themen wie Rassismus und Schönheitsidealen auseinander. Bei seinem Auftritt war ich leider nicht dabei.

Auch zum Abschlussevent am Sonntag habe ich es nicht geschafft. Dort spielten Anushka Chkheidze & Robert Lippok, bevor múm aus Island mit ihrer Performance „Sonnenuhr“ das Festival ausklingen ließen.

Bei sieben Tagen Programm und zahlreichen Locations in verschiedenen Berliner Kiezen ist es schlicht unmöglich, alles mitzunehmen. Ich musste mich entscheiden, habe zwangsläufig etwas verpasst und danach von anderen gehört, was ich unbedingt hätte sehen sollen. Vielleicht ist genau das auch ein Teil des Reizes vom Pop-Kultur Festival.

Sieben Tage Pop-Kultur, viele neue Namen und noch mehr Eindrücke

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Sodomland
PVA

Fazit: Das Pop-Kultur Festival 2026 hat sich mit seiner ersten siebentägigen Ausgabe noch stärker über die Stadt verteilt und damit gezeigt, wie vielseitig ein Musikfestival funktionieren kann. Vom Wedding bis zur Kulturbrauerei gab es unterschiedlichste Orte, Formate und musikalische Entdeckungen. Der exklusive Abschluss im Pierre Boulez Saal setzte am Sonntag noch einen besonderen Schlusspunkt.

Für mich bleiben vor allem die persönlichen Entdeckungen im Kopf. Avalon Emerson & the Charm, Dornika, GRENZKONTROLLE und Beaks sind Namen, die ich dank des Festivals jetzt definitiv genauer verfolgen werde. Dazu kamen Konzerte wie das von Sophia Kennedy oder YALE, die mich einfach für einen Moment aus dem Alltag geholt haben. Es gab aber auch noch viele andere Künstler*innen, die ich wirklich toll fand, unter anderem Saya Musa, Sodomland, den SEYYARE Chor und PVA.

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Saya Musa

Und zwischen den musikalischen Acts waren da natürlich noch die Gespräche. „Zwischen Zwei und Vier“ hat gezeigt, wie vielfältig Musikjournalismus sein kann. Das Panel zum Gender Pay Gap hat mich daran erinnert, dass ein Festival auch Raum für wichtige Debatten schaffen muss. Und auch Newcomer*innen wurde die Musikbranche durch Mentoringprogramme zugänglich gemacht.

Genau deshalb freue ich mich schon wieder auf die nächste Ausgabe. Nicht, weil das Pop-Kultur Festival jedes Jahr dasselbe liefert, sondern weil ich weiß, dass ich dort immer etwas Neues entdecken werde.

So war das Pop-Kultur Festival 2025

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