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President - Blood Of Your Empire
President - Blood Of Your Empire

PRESIDENT mit BLOOD OF YOUR EMPIRE im Soundcheck

PRESIDENT überzeugen mit ihrem Debütalbum

PRESIDENT – BLOOD OF YOUR EMPIRE im Soundcheck

Am 4. September 2026 erscheint mit „BLOOD OF YOUR EMPIRE“ das Debütalbum von PRESIDENT via Atlantic Records.

President Blood Of Your Empire Review
Photo © Jonathan Weiner

 

Seit ihrem Auftauchen 2025 bewegt sich die Band zwischen Alternative Metal, elektronischer Experimentierfreude und cineastischer Dramatik. Aber statt schon jetzt einen festen Sound abzustecken, scheint die Band auf ihrem Debütalbum „BLOOD OF YOUR EMPIRE“ vielmehr noch herausfinden zu wollen, wie weit sich die eigene musikalische Welt ausdehnen lässt und dabei zuzuhören, macht erstaunlich viel Spaß.

 

 

Aber wer sich tatsächlich hinter PRESIDENT verbirgt, soll hier gar nicht das Thema sein. Denn es dreht sich um das Debütalbum „BLOOD OF YOUR EMPIRE“. Die Platte hat knackige 10 Songs und kommt auf eine Gesamtspielzeit von 37 Minuten und 20 Sekunden. Bereits vier Songs aus dem Album wurden als Singles releast. 

 

 
 
Release Radar Album

President
Debütalbum

ArtistPresident
TypAlbum
GenreMetal
Datum04.09.2026
LabelAtlantic Records

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Was das Album insgesamt für mich zusammenhält, sind natürlich die Vocals. PRESIDENTs Stimme hat einfach eine enorme Präsenz: unverkennbar, voluminös, glaubwürdig und ist dabei sehr wandlungsfähig. Cleaner Gesang kann innerhalb weniger Sekunden von fragil und beinahe verletzlich zu riesig und hymnisch wechseln. Wenn anschließend Screams einsetzen, dann nicht für den musikalischen Härtegrad des Genres, sondern weil es konzeptionell zur Stimmung des Songs passt. Musikalisch arbeitet das Album viel mit Gegensätzen: Drums treffen auf digitale Verzerrungen, Glitch und Synth-Effekte, cinematische Melodien und Hymnen auf aggressive Gitarren. I love it! Auch die Drums runden das unfassbar gut und kreativ ab. Vice, Hut ab! 

Auch Effekte wie Autotune versuchen nicht eine schwache Stimme zu verbessern (Verbesserung braucht man hier wirklich nicht). Stattdessen werden sie bewusst als stilistisches Werkzeug eingesetzt und man übertreibt damit glücklicherweise auch nicht. „BLOOD OF YOUR EMPIRE“ kreist inhaltlich um Glauben, Sterblichkeit, existenzielle Krisen und den widersprüchlichen Einfluss von Religion auf die Menschheit. Das Artwork passt daher ziemlich gut zum Konzept: Ein Eugène Delacroix‘ Gemälde: „The Battle of Poitiers“. Ein Bild menschlicher Konflikte für ein Album, das immer wieder fragt, wie viel davon wir trotz aller gesellschaftlichen Entwicklung eigentlich hinter uns gelassen haben.   

 


 

BLOOD OF YOUR EMPIRE – Track by Track im Soundcheck

1. Angel Wings

Angel Wings eröffnet das Album und gehört für mich ganz klar zu den stärksten Songs, die PRESIDENT bisher veröffentlicht haben. Wer Posthardcore liebt, kommt hier in den Genuss. Der Chorus hat sich bei mir sofort festgesetzt. Besonders dieses emotionale „Can I hide under your angel wings?“ ging mir direkt unter die Haut. Hier wird nicht nur gesungen, sondern gefühlt regelrecht alles herausgeschrien. Genau diese Mischung aus Verletzlichkeit in der Stimme, großer Melodie und roher Emotion macht den Song für mich so stark. Verdienter Opener der Platte. 

 

 

2. DOOM LOOP

„DOOM LOOP“ gehört für mich zu den ohrwurmlastigsten Songs des Albums und ist auch eines meiner Favoriten. Der Track ist zwar deutlich eingängiger und fast electropoppig, ohne seine düstere Grundidee zu verlieren, aber gerade dieser Kontrast zwischen Ohrwurm und düstere Gedanken über Zeit, Vergänglichkeit und Kontrollverlust kommt bei mir gut an.

 

 


 

3. dark heaven

„dark heaven“, die neueste Single, gehört für mich ganz klar zu den stärksten Songs des Albums. Der Track hat mich nicht einfach nur abgeholt, sondern direkt komplett in seine eigene Welt gezogen. Diese düstere, fast cineastische Atmosphäre, die elektronischen Details und die Melodie greifen so gut ineinander, dass ich beim ersten Hören sofort Kopfkino hatte. Und das, obwohl ich mich anfangs noch gar nicht so stark auf die Lyrics konzentriert habe. Die Emotion war einfach sofort da. Ich finde sowieso die Vocals sind sehr emotionsstark.

Man kauft PRESIDENT ab, was er mit seinen Songs vermitteln möchte. Besonders der Übergang vom Vers in den Pre-Chorus hat mich komplett um den Finger gewickelt. Die Stimme geht plötzlich höher, die Spannung zieht immer weiter an und dann kommt dieses eindringlich betonte „Hallelujah“ mit den catchigen Gitarren-Riffs. Und danach der Refrain, der sich noch direkter festsetzt und den Song trotz seiner Schwere unglaublich catchy macht.  



4. Pink Noise

„Pink Noise“ war für mich eine kleine Überraschung. Das sehr elektronische Intro hat stellenweise fast etwas von 90er-Disco, bevor der Song im Chorus plötzlich deutlich härter wird: Screams, Spannung, und dann eine fast schon explosionsartige Energie, die sich kurz danach wieder zurückzieht und sich dann wieder langsam aufbaut, bis die nächste Explosion kommt. Stark finde ich auch die langen gehaltenen Töne, die zeigen, wie viel Kontrolle und Volumen in PRESIDENTs Stimme steckt. Singen kann er. Screamen auch. „Pink Noise“ lässt beides ziemlich genial aufeinanderprallen.  



5. Mercy

Ich möchte PRESIDENT musikalisch eigentlich gar nicht mit anderen Bands vergleichen, aber bei „Mercy“ musste ich trotzdem ziemlich schnell an Fightstar denken. Der ganze Vibe, Melodie, die Screams, Instrumentals haben mich sehr stark daran erinnert. Vielleicht trifft der Track deshalb bei mir auch besonders gut ins Schwarze. Wie oben geschrieben. Großer Fan von der Band gewesen. Auch textlich geht der Song ziemlich tief. Da steckt dieses Gefühl von Verrat, Verlust und Verlassenwerden drin und die Frage, wie man sich nach so einer Erfahrung überhaupt wieder zusammensetzt. Vielleicht ist Musik genau dafür der Ort: um Dinge rauszulassen, die sich anders kaum greifen lassen. Definitiv ein Song für die Playlist.

 

 


6. Sleepwalker

„Sleepwalker“ beginnt mit einem Dialog und haut dann musikalisch gleich mit ordentlich Rock rein. Instrumentalisch ist der Track vergleichsweise einfach und rockig gehalten, ohne sich in zu vielen Effekten oder elektronischen Spielereien zu verlieren. Hier wirkt nichts unnötig verschönt oder versteckt. Irgendwie roher, wodurch vor allem die Stimme und ihre Emotionen noch stärker in den Mittelpunkt rückt. Im Chorus trägt der Song daher unglaublich viel Gefühl. „Sleepwalker“ ist simple gesagt auch eines meiner Favoriten der Platte, weil er gar nicht versucht, mehr zu sein, als er sein muss.

 


7. Dionysus

„Dionysus“ gehört bereits aus der „King of Terrors“-Ära zum Kosmos von PRESIDENT und wirkt innerhalb des Albums wie eine kleine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Toller Song. Auch schlägt es eine Brücke zu den folgenden Songs, die sich meiner Meinung nach bisschen mehr vom Rest des Albums abheben. 

 


8. This Will Divide Us

„This Will Divide Us“ nimmt deutlich Tempo aus der Platte raus und schlägt mit seinem sehr präsenten Piano eine fast balladige Richtung ein. Ein schöner, emotionaler Song, bei dem mir persönlich allerdings die Stimme etwas zu stark in den Instrumenten untergeht.


 9. Hate Figure feat. Ando San

„Hate Figure“ ist meiner Meinung nach der größte stilistische Ausreißer des Albums. Was eventuell mit der Zusammenarbeit mit Ando San liegt. Es ist Härter und deutlich aggressiver. Bei dieser Zusammenarbeit habe ich musikalisch eigentlich echt etwas Anderes erwartet. Aber es ist eine gelungene Überraschung. Der Song ist zwar musikalisch stark, aber innerhalb des Albumflusses hat er mich auch irgendwie aus der zuvor aufgebauten Atmosphäre gerissen. 

 


10. White Devil

Mit „White Devil“ bekommt das Album einen passenden Abschluss, der noch einmal viele der Elemente zusammenführt, die „BLOOD OF YOUR EMPIRE“ ausmachen: düstere Atmosphäre, große Vocals, elektronische Texturen und dieses leicht bedrohliche Gefühl, das sich durch die Platte zieht. Kein lauter Schlusspunkt um jeden Preis, sondern eher ein Finale, das noch einen Moment nachhallt. Und zum Repeat einlädt.
Review Signal

No-Skip-Track-Album

Soundcheck
ANGEL WINGS 10
DOOM LOOP 9.5
DARK HAVEN 10
PINK NOISE 7.5
MERCY 8
SLEEPWALKER 8.5
DYONISUS 8.5
THIS WILL DIVIDE US 8.5
HATE FIGURE 7
WHITE DEVIL 8
Final Review

"BLOOD OF YOUR EMPIRE“ ist für mich ein erstaunlich starkes Debüt, das vor allem davon lebt, dass PRESIDENT sich musikalisch nicht in eine feste Schublade pressen lassen. Mal wird es catchig mit vielen elektronischen Stilmitteln, mal deutlich härter und trotzdem zieht sich eine erkennbare Handschrift durch das gesamte Album. Besonders die Stimme ist für mich das Herzstück dieser Platte, weil sie sowohl in den ruhigen Momenten als auch in den Screams unglaublich viel Emotion transportiert. Man merkt auch, dass PRESIDENT noch ausprobieren, wohin die Reise langfristig gehen soll, und nicht jeder stilistische Ausbruch fügt sich für mich gleichermaßen perfekt in den Albumfluss ein. Aber genau diese Unberechenbarkeit macht die Band aber auch so spannend, weil man nie ganz weiß, was der nächste Song mit sich bringt. "BLOOD OF YOUR EMPIRE“ schafft es catchy zu sein, ohne seine düstere Atmosphäre und die schweren Themen zu verlieren. Es gibt für mich keinen einzigen Song, bei dem ich das Bedürfnis hatte zu skippen und das ist in einer so schnelllebigen Zeit eigentlich auch eines der größten Komplimente, dass ich machen kann und kann das Album nur empfehlen.

9
No-Skip-Track-Album

 

President kommen auf Tour nach Deutschland

Für vier Konzerte kommen President nach Deutschland. Köln ist bereits ausverkauft. Für Berlin und Hamburg gibt es noch weniger Tickets. München kam als neuer Tourstopp dazu. Von unserer Seite aus, können wir die Show nur empfehlen. 

Info Signal

President - Blood Of Your Empire Tour

Tour Alert
05.11.2026

Berlin, Kesselhaus

06.11.2026

Hamburg, Docks

07.11.2026

Köln, Live Music Hall

09.11.2026

München, TonHalle

Tickets
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DOOM LOOP
DARK HAVEN
PINK NOISE
MERCY
SLEEPWALKER
DYONISUS
THIS WILL DIVIDE US
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Finale Bewertung

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