Bericht/Fotos: Lisa Hemp

Felsenkeller – Leipzig. Am 06.03. zog es mich erneut nach Leipzig um einen Blick auf Higher Power, The Amity Affliction und Beartooth zu werfen. Das Konzert wurde aufgrund großer Nachfrage vom Täubchenthal in den Felsenkeller verlegt und war am Ende trotzdem ausverkauft. Die Parksituation am Felsenkeller ist leider nicht optimal, da keine direkten Parkplätze an der Location zur Verfügung stehen. Mit ein wenig Geduld findet man jedoch im Umkreis etwas (kostenlos). Das Team vor Ort war sehr freundlich und hilfsbereit. Einen richtig großen Pluspunkt gibt es von mir für die Getränkeausgabe. Oft ist es auf Konzerten leider der Fall, dass man sehr lange auf seine Getränke warten muss. Im Felsenkeller Leipzig ging es überraschend schnell und es waren auch genügend Bars vorhanden.

Um sieben leiteten Higher Power in den Abend ein. Die Band ist eine englische Hardcore-Punk/Melodic-Hardcore Band aus Leeds. Im Gesamtpaket passten die Jungs sehr gut ins Konzept. Leider rissen sie mich nicht ganz so mit. Der Sound war zu Beginn leider sehr laut und dadurch kam der Gesang vorne sehr aggresiv und matschig rüber. Ich kann nicht beurteilen , wie es hinten klang und hoffe für den Rest des Publikums, das es sich dort ein wenig relativiert hat. Higher Power bieten eine energiereiche Show und verstehen es die Crowd anzuheizen. Die Jungs haben viel Potenzial und ich bin gespannt, was man noch von ihnen hören wird.

Setlist Higher Power

  1. Shedding Skin
  2. Rewire (101)
  3. Can’t Relate
  4. Passenger
  5. Lost in Static
  6. Low Season
  7. Drag The Line
  8. Seamless

Pünktlich 20 Uhr stürmten The Amity Affliction die Stage. Ich hatte mir erst vor ein paar Tagen, das neue Album der Jungs intensiv angehört und war schon sehr gespannt ob sie die Power von CD live durchhalten würden. Direkt nach den ersten Songs war klar: Post -Hardcore ist sichtlich eine Lebenseinstellung, die gelebt werden möchte. Live hat die Band noch mehr Power und musikalisch/instrumental hat die australische Combo einiges zu bieten. Das Publikum war derselben Ansicht. Der Blick in die Menge zeigte bereits vor Konzertbeginn, dass The Amity Affliction nicht weniger treue Anhänger in Deutschland haben als Beartooth. Band Shirts gab es reichlich zu sehen. Nach 11 Songs war leider schon Schluss und ich bin mir sicher, dass viele noch einen Nachschlag vertragen hätten. Mich hat die Band mitgerissen und ich würde sie mir jederzeit wieder live anhören!

Setlist The Amity Affliction

  1. Intro
  2. Coffin
  3. All My Friends Are Dead
  4. Open Letter
  5. Feels Like I’m Dying
  6. Soak Me in Bleach
  7. Drag the Lake
  8. Ivy (Doomsday)
  9. Don’t Lean on Me
  10. Pittsburgh
  11. Death’s Hand

Kurz nach 21 Uhr betraten Beartooth die Bühne. Der Schlagzeuger thronte regelrecht über der Band. Ein grandioser Anblick, da sonst die Drummer leider immer etwas untergehen auf den Bühnen. „Down With The Sickness“ kündigte die 5 Jungs aus Ohio an und startete den Auftritt von einer der frischesten Metalbands der letzten Jahre. Kritiker loben die Band nicht umsonst für ihre aggresive Mischung aus den verschiedensten Genres. Einflüsse von Punk über Metalcore bis hin zu Trashmetal, sind alle vertreten. Beartooth hatten die Crowd von der ersten bis zur letzten Sekunde völlig im Griff. Die Securitys hatten allerhand zu tun, die unzähligen Crowdsurfer im Graben aufzufangen. Entgegen meiner letzten Konzerterfahrung bei den Dropkick Murphys, die immer wieder in die Menge sprangen, blieben Beartooth das gesamte Konzert auf der Bühne. Das Publikum dürfte nach diesem Abend ordentlich Muskelkater haben. Crowdsurfen, Poken, Headbangen…. alles war durchgängig vertreten. Die Luft stand am Ende im Felsenkeller und es hatte gefühlt eine leichte Tropische Luftfeuchtigkeit im Saal. Das Konzert war zu Recht ausverkauft und jeder der kein Ticket ergattern konnte, sollte bei der nächsten Tour schnell sein!

Setlist Beartooth

  1. Intro (Down With The Sickness)
  2. The Lines
  3. Enemy
  4. Hated
  5. Aggressive
  6. Afterall
  7. Bad Listener
  8. I Have a Problem
  9. You Never Know
  10. Manipulation
  11. Drum Solo
  12. Fire
  13. Beaten in Lips
  14. Sick of Me
  15. Body Bag
  16. Disease

Encore:

  1. In Between
  2. Outro (You’ve Got A Friend In Me)

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