Hamburg, Markthalle. Gleich zwei Dinge wurden auf dem Silverstein Konzert in Hamburg gefeiert. Das 20-jährige Jubiläum der Band und Valentinstag. Es war also nicht nur nostalgisch, sondern auch romantisch. In der Markthalle wurde ordentlich gekuschelt und auf Tuchfühlung gegangen, denn die Show war ausverkauft.

Den Abend eröffnete die amerikanische Rockband Hawthorne Heights, die nur noch ein Jahr auf ihr 20tes Jubiläum warten müssen. Die lange Freundschaft zwischen Headliner und Supporter war wohl eines der vielen Gründe, weshalb sie nun zusammen die Special-Events zusammen durchführen. Hawthorne Heights überzeugten auch ohne dick aufzutragen und leiteten den Abend bequem und angenehm ein. Wer von ihnen nicht genug bekommen konnte, bekam noch eine Einladung von Sänger JT Woodruff, der sich enthusiastisch beim Publikum fürs zahlreiche Erscheinen bedankte, Selfies am Merchandise-Stand zu machen.

Setlist:

Life on Standby
The Transition
Niki FM
Silver Bullet
Where Can I Stab Myself in the Ears?
Crimson Sand
Pens and Needles
Saying Sorry
Ohio Is for Lovers

Nostalgie pur

Die Markthalle füllte sich nun deutlich und es wurde eine Runde kuscheliger. Gegen 21 Uhr stürmten Silverstein die Bühne und in diesem Moment erwachte man aus der trägen Körperhaltung, die man beim Genießen der Vorband eingenommen hatte. Silverstein hat kein Stück von ihrer Energie verloren. Mit “Burn It Down” begrüßte uns die Jubiläumsband und brachte uns ordentlich ins Schwitzen. Man könnte meinen nach 20 Jahren geht man es ruhiger an, aber Fehlanzeige!  Zum Jubiläum war Durchhaltevermögen angesagt, denn Silverstein hatten drei Sets mitgebracht. Von alten Songs bis zu Neuen sollte alles dabei sein und von keiner Platte gab es zu wenig. Ganz im Gegenteil. Um ein ganzes Album zu präsentieren, bastelten Silverstein z.B. einfach ein Medley aus allen Song der Platte: “This Is How The Wind Shifts”.  Und die neuste Single gab es auch schon gleich auf die Ohren. Infinite mischte sich perfekt unter das erste Set, welches sie vorbereitet haben und machte neugierig auf das kommende neue Album. Ein Highlight kam dann in Form eines Covers von One Republic: Apologize. Spätestens jetzt hatte die Band um Frontmann Shane Told jeden um den Finger gewickelt. Einfach geil! Nach Afterglow verschwand Silverstein hinter der Bühne.

Das erste Set war nun leider vorbei, doch jetzt konnte man erstmal etwas runterkommen und seinen Schwarm in die Arme nehmen. Shane kam allein auf die Bühne mit einer Akustik-Gitarre. Das zweite Set des Abends gab Silversteins akustische Seite preis, die ich selten so gesehen bzw. gehhört habe. Gleich sechs Songs wurden akustisch zum Besten gegeben. Bei Replace You begann dann aber auch die ganze Markthalle Shane gesanglich zu unterstützen. Andere nutzten die ruhigeren Momente um sich noch schnell einen Drink zu besorgen, oder besonders liebesbedürftig zu werden. Pärchen lagen sich in den Armen und lauschten den überraschend guten Silverstein-Akustik-Sound.

Aber auch alles Ruhige hat sein Ende. Mit dem dritten Set geht es mit Vollpower und vielen Klassikern weiter. You Sword vs. My Dagger reißt alle aus der rosa roten Wolke. Crowdsurfing stand auf dem Programm und sich eventuell einen Handschlag von Shane abholen. Und dann wurde es wieder so richtig nostalgisch. Smile in Your Sleep ertönte und ich bekam einen Flashback ca. 10 Jahre zurück, als dieser Song eines der meist gespielten Songs auf meinem MP3-Player war. Was soll ich sagen? Live klang es sogar noch ergreifender, als auf der Platte. Definitiv mein Highlight des Abends. Es folgen Songs wie Defend You, Ohrwurm-Klassiker und lautester Singalong-Song des Abends My Heroine und Always and Never. Dann geht es auch schon in die finale Runde. Zwischendurch gab es den “Wird der Abend je Enden?-Gedanke”. Nach Hause wollte man aber trotzdem nicht. Already Dead, Three Hours Dead und Call it Carma bilden das Schlusslicht aller drei Sets. Und die Jungs verabschieden sich. Bis sie von den Fans wieder auf die Bühne gerufen wurden. Bleeds No More, der letzte Song eines langen nostalgischen Abends. Und anschließend gehe ich zufrieden nach Hause. Die Sets, die Band, das Venue und das Publikum hatten diesen Abend zu einem Unvergesslichen gemacht. Ich bin mir sicher, dass auch Silverstein ihr 20tes Jubiläum ewig in Erinnerung behalten werden. Happy Birthday Silverstein. 

SETLIST

Burn It Down

Retrograde

A Great Fire / Vices / Broken Stars

Face of the Earth

Infinite

Stand Amid the Roar / On Brave Mountains We Conquer / A Better Place / In Silent Seas We Drown / California / To Live and To Lose / This Is How The Wind Shifts / Arrivals / Departures

Apologize

(OneRepublic cover)

The Afterglow

Acoustic-Set:

Massachusetts

Still Dreaming

Replace You

Aquamarine

Red Light Pledge

Toronto (Unabridged)

Discovering The Waterfront:

Your Sword vs. My Dagger

Smile in Your Sleep

The Ides of March

Fist Wrapped in Blood

Discovering the Waterfront

Defend You

My Heroine

Always and Never

Already Dead

Three Hours Back

Call It Karma

Encore:

Bleeds No More

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