Pink Elephant - Stand Atlantic Review
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Pink Elephant Album CoveBand: Stand Atlantic

Album: Pink Elephant

Label: Hopeless Records

Veröffentlichung: 07.08.2020

Tracklist:

  1.  Like That
  2. Shh!
  3. Blurry
  4. Jurassic Park
  5. Eviligo
  6. Wavelenght
  7. Drink To Drown
  8. DWYW
  9. Silk & Satin
  10. Soap
  11. Hate me (sometimes)

Pink Elephant ist das zweite Studio-Album der australischen Band Stand Atlantic und folgt dem Album “Skinny Dipping”. 

Bereits in Stand Atlantic’s Debüt – Album hörte man Songs über so einige ernste Themen des Lebens, Selbstfindungsprobleme, Kriesen, Herzschmerz.

Mit Pink Elephant nehmen Stand Atlantic das jetzt noch ein bisschen weiter mit. Jeder der 11 Titel steht für einen “Elefanten” der Band, so etwas wie ein Geist der Vergangenheit, mit dem die Band jetzt abschließt.

Das Album an sich ist anders und experimenteller als zuvor, aber vielleicht dadurch so gut geworden. Es wird mit diversen Effekten gespielt. Die Tempos und Stile einiger Songs erscheinen relativ unterschiedlich und jeder Song erzählt eine Geschichte, von denen wenigstens eine oder zwei für einen jeden relatable sein könnten. U.a. mit Themen von Herzschmerz, Krankheiten, Mental Health und Einsamkeit. 

Pink Elephant  beginnt mit dem Ohrwurm “Like That”, welcher an 2000’s Skater Punk erinnert. Er ist catchy und hat einen schon in den ersten paar Sekunden um den Finger gewickelt. Das Lied ist simple und lädt quasi dazu ein, es in der Dusche so laut wie möglich mit zu singen.  

Eigentlich dachte ich mir, dass die folgenden Songs ähnlich klingen würden. Aber dann kamen “Shh!” und “Wavelenght”.

Das erste von beiden bringt Rock bis Post-Hardcore Vibes, Stimme von Sängerin Bonnie Fraser dabei ist Raw und mit Emotionen gefüllt und obwohl ich mich mit Shh! noch anfreunden muss, kann ich nicht abstreiten, dass das Instrumental einprägsam ist und einige der Lines ,wie “Maybe my weak fingertips are better of burning bridges” direkt im Kopf geblieben sind.

Wavelenght geht derweil, anders als die anderen Songs, in eine Synth Rock Richtung. Gemischt mit dem härterem Sound findet man hier, vor allem im letzten Chorus einige Synth-Effekte. Diese Effekte kreieren Chaos, aber genau dieses Chaos ist, was mich begeistert hat. Wavelenght ist eines der Highlights auf dem Album für mich.

Weil es chaotisch, experimentell ist, die Lyrics sind gut und Stand Atlantic sorgen dafür, dass ein Song der so ausschlägt, trotzdem irgendwie auf das Album passt.

Andere Highlights sind für mich Jurassic Park, welches über das Leben mit Mental kranken Familienmitgliedern spricht und Frasers Mutter gewidmet ist. Das Lied ist  weniger experimentell, behält den typischen Stand Atlantic Charme.

Das Lied Blurry, welches zwar in Bubble-Pop Richtung geht; aber eines der Lieder ist, das nicht nur einprägend und traurig, sondern auch im Tempo etwa konsistent und einfach mitzusingen ist, ist mir ebenfalls in kurzer Zeit sehr ans Herz gewachsen.

Ein anderes großes und unerwartetes Plus war für mich “Drink To Drown”, eine gefühlvolle Piano-Ballade, die mich mitfühlen lassen hat. Bonnie’s Stimme und vermittelte Emotionen passen hier perfekt. Zu dem Song gibt es ebenfalls ein Video, mit Videos von Fans weltweit, welche berichten was sie während der Quarantäne machen, was wiederum unendlich herzerwärmend ist. 

Nicht lang danach finden wir jedoch noch eine Ballade. “Silk & Satin”, welche für mich eines der Lieder ist, mit denen ich mich in Teilen meines Lebens identifizieren konnte. Das Feeling des Liedes und die Lyrics über Einsamkeit & Selbst-Isolation sind auch hier durch passendes Instrumental und Vocals wieder perfekt rübergebracht.
Die Stücke Soap & Hate Me (Sometimes) drehen dann, trotz leichter Melancholie im ersteren, wieder auf und führen einen weg von der Trauer, die DTD & S&S hinterlassen haben könnten und bringen einen wieder zum Tanzen. Eine schöne Endung für ein solches themenstarkes Album.

Alles in Allem sind die Themen die in diesem Album angesprochen werden oft sehr tief, auch wenn so einiges vom poppigen Sound versteckt oder “sugarcoated” wird. 

Es ist ebenfalls, wenn auch nicht ganz im typischen Stand Atlantic Stil, eines der wenigen Alben, von denen ich sagen kann “eigentlich hat dieses Album nicht dieses EINE Lied, das immer geskippt wird.” 

Jedes der Lieder hat seinen eigenen Charme und findet seinen verdienten Platz auf Pink Elephant & einige davon werden mich wahrscheinlich nicht mehr loslassen, bis ich sie zu oft gehört habe.

Idea: 10/10 Excecution: 10/10

Alles in Allem 10/10 Megahertz

Pink Elephant ist damit wahrscheinlich mein Top Album diesen Jahres.

Well done!

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