Schon am frühen Morgen liegt über dem Zeppelinfeld diese ganz besondere Mischung aus Vorfreude, Sonnencreme, Dosenbier und dem Klang der ersten Soundchecks.

Rock im Park startet in sein erstes volles Festivalwochenende nach dem Jubiläumsjahr – und schon beim Betreten des Geländes fällt auf: Hier hat sich einiges verändert.
Das Infield wirkt deutlich offener als in den vergangenen Jahren. Besonders rund um die Utopia Stage gibt es mehr Bewegungsfreiheit, neue Laufwege und einen großen Biergartenbereich, der das Gelände spürbar entzerrt. Wo sich früher regelmäßig Menschenmassen durch enge Wege schoben, wirkt einiges etwas entspannter.
Musikalisch beginnt das Wochenende direkt mit einem starken Programm. Bereits am Mittag sorgen Künstler wie Max Grimm, Paleface Swiss, Ecca Vandal und Anna Grey für die ersten Menschen vor den Bühnen.


Max Grimm wollte sichergehen, dass die Crowd den Schlafsand aus den Augen bekommt und animierte zum Morgensport mit Macarenaeinlage.


Während Anna Grey mit ihrer Mischung aus Emotionen und Energie viele neugierige Festivalbesucher anzieht und zeitgleich Crowdsufer zum Bad in der Menge animierte, liefert Ecca Vandal die perfekte Portion Alternative-Rock für einen noch leicht verschlafenen Festivalfreitag.


Auf der Utopia Stage liefern The Pretty Reckless rund um Taylor Momsen, die mittlerweile zu den festen Größen moderner Rockfestivals gehören, eine mitreißende Show. Tom Morello bringt seine legendären Gitarrenklänge nach Nürnberg und erinnert eindrucksvoll daran, warum er bis heute als einer der innovativsten Musiker des Genres gilt. Three Days Grace sorgen anschließend für eine zweite große Mitsing-Atmosphäre des Wochenendes.



Zwischen den Konzerten füllen sich die Essensstände. Von klassischen Festivalburgern über Loaded Fries bis hin zu veganen Bowls und asiatischen Streetfood-Angeboten reicht die Auswahl mittlerweile deutlich über die üblichen Festivalstandards hinaus. Natürlich stehen trotzdem überall Menschen mit Pizza in der Hand oder einer Portion Pommes auf der Wiese und diskutieren darüber, welche Band des Tages die beste Show liefern wird.



Am Nachmittag wird es deutlich voller. Landmvrks, Bury Tomorrow, Ice Nine Kills und Wargasm ziehen die härteren Fans an, während The Subways für eine ordentliche Portion Indie-Rock sorgen. Bilmuri bewiesen warum sie zu Recht Vorband auf der aktuellen Bad Omens Tour sind.



Bei Ice Nine Kills überraschte Alissa White – Gluz mit einem spektakulären Gastauftritt. Kurz bevor die Band startete, erspähte man die Sängerin in der Menge und spekulierende Blicke wanderten durch die Menge. Die Überraschung war mehr als gelungen.



Als die Sonne langsam untergeht, verwandelt sich das Zeppelinfeld endgültig in eine riesige Festivalstadt. Tausende Menschen sitzen auf dem Boden, holen sich noch ein Getränk oder treffen Freunde, die sie teilweise nur einmal im Jahr genau hier wiedersehen.






Marteria weiß was es heißt die Bühne in eine Geschichte zu verwandeln. Bühnenbild und Show vereint zu einer reinen Party. Für die besondere Erinnerung hatte er eine komplett neue Strophe eines seiner 2010 erschienen Songs im Gepäck.





Der Abend gehört schließlich den großen Namen. Electric Callboy bringen das Infield zum Ausrasten und liefern eine Show zwischen Party, Metalcore und völligem Wahnsinn. Danach übernehmen Bad Omens, Palaye Royal und Volbeat das Kommando. Spätestens jetzt bebt das gesamte Festivalgelände. Die nächsten Pyroeffekte erhellen den Himmel über Nürnberg und Rock im Park 2026 hat seinen ersten großen Gänsehautmoment gefunden.



Eine erste große Ankündigung gab es heute auch schon: Nächstes Jahr werden Blink – 182 den Park beehren! Wir freuen uns jetzt schon auf diesen Auftritt in 2027!
Zurück auf dem Campingplatz endet der Tag wie so oft: mit Musik aus Bluetooth-Boxen, Gesprächen mit völlig fremden Menschen und dem Gefühl, dass das Wochenende eigentlich gerade erst begonnen hat.




