March veröffentlichen am 20.03.2020 ihr 2. Album "Set Loose"
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Geschrieben von: Lisa Hemp

Band: March

Album: Set Loose

Genre: Punk, Rock´n´Roll, Melodic Hardcore

Plattenlabel: UncleM

Release: 20.03.2020

 

Tracklist:

01 – On High Heat

02 – Challenger

03 – Born A Snake

04 – Already Gone

05 – Fear Of Roses

06 – She_s A Hurricane

07 – Nothing Ever Really Dies

08 – Start Again

09 – Evil Kicks

10 – Reaper_s Delight

11 – The Surface

 

March gründeten sich 2013 und bestehen seit 2019 in aktueller Besetzung. Die vier Musiker/innen spielten bereits über 150 Shows, darunter Support-Slots für Descendents, Lagwagon und NOFX. Nach Festival-Auftritten beim Jera On Air oder Punk Rock Holiday gehörten March zu den vielversprechenden Punk-Acts aus dem BeNeLux-Raum. Es ist auch nicht verwunderlich, denn die Spreu trennt sich bekanntlich vom Weizen und die Band vereint wie nur wenige inhaltliche Tiefgründigkeit mit mitsing- und moshbaren Punksongs.

Heimliche Ängste und Ungerechtigkeiten unserer Zeit werden in überkochenden, politischen Punkrock verpackt. „Set Loose“ ist ein Album das „in zeitlosem Melodic-Hardcore meets Rock´n´Roll-Sound – gut gelaunt, mit anti-patriarchaler Wut im Bauch und trotz allen Zweifeln kompromisslosem Optimismus im Herzen“ überzeugt.

March bekennen sich offen zum intersektionalen Feminismus und Kampfansagen gegen das herrschende System gehören ebenso zum Statement, wie das „entschiedene Herausstellen menschlicher Unperfektheiten“!

Frontfrau Fleur van Zuilen bringt das Herz von „Set Loose“ auf den Punkt:

“Die Platte ist ein Mantra, das eigene Feuer rauszulassen. Jeder hat dieses Glühen, das großartige Dinge in Gang setzen kann, wenn wir ihm freien Lauf geben – das uns aber auch von innen ausbrennen kann, wenn nicht”

Das niederländisch/belgische Quartett vereinen Das Wesentliche aus Punk, Rock´n´Roll und Melodic Hardcore und sagen unserer heutigen Leistungsgesellschaft und der verständnislosen Frage, wieso es in ihr so viele Arschlöcher gibt, den Kampf an.

Die rohe Reibeisenstimme von Sängerin Fleur van Zuilen trifft auf knackige Gitarrenriffs und eine manisch-treibende Rhythmusgruppe.

Die erste Single Auskopplung des Albums war „Reaper´s Delight“. Der Song glänzt mit Fleur´s charakteristischen Stimme, Hermance Van Dijks beindruckenden Gitarrenläufen und dem treibenden Midtempo-Beat von Drummer Thomas Frankhuijzen. Eine mitreisende Nummer, die textlich das Leben mit einer Geisterbahn vergleicht.

“Beide machen Spaß und sind vollgepackt mit Schrecken – der einzige Unterschied ist, dass du es aus einer Geisterbahn lebend herausschaffen solltest”,

so Sängerin Fleur.

„Born A Snake“ bringt den ultimativen Headbanger-Groove gegen „böswillige, fiese Arschgeigen. Menschen, die andere ohne Schande oder Schuld ausnutzen. Ich kann da so einige nennen“ Mit 2:36 Minuten eine Gattung der kürzeren Songs, jedoch braucht es keine Sekunde länger, um in dieses Gefühl von Unverständnis und Hass mit einzutauchen. Fleur´s melodische Screams holen einen genau da ab, wo es tief drinnen den ein oder anderen kochen lässt. Kopfhörer auf die Ohren, Augen zu und zum Headbangen ausgeholt… Es wird ein Befreiungsgefühl gratis dazu geliefert!

Der Song “Challenger” wartet mit einer versteckten Nachricht auf den Zuhörer:

“Einer meiner Lieblingsfilme aller Zeiten ist ‘Death Proof’, ein Tarantino-Film, in dem ein verrückter Stuntman eine Gruppe von Mädchen mit seinem Auto tötet. Die zweite Gruppe von Mädchen fährt einen weißen 70 ‘Dodge Challenger und rächt sich an ihm. Sie waren meine Helden, und ich wollte unbedingt dieses Auto”

erläutert Fleur die Entstehungsgeschichte des Songs.

“Es ist eine kleine Hommage an ihn in Form einer kurzen und dunklen Geschichte, in der es darum geht, das Lenkrad in die Hand zu nehmen, zu fahren und Dinge zurückzulassen.”

Ein Track der mit Classic-Rock-Gitarrensolo im Mittelteil ein ganzes Lebensgefühl von Freiheit übermittelt.

„Already Gone“ ist ein Song ganz nach meinem Geschmack. Rockig, gradlinig, wütend und tanzbar! Fleur´s Stimme führt in Erzählermanier durch den Titel und der Drummer erfüllt in meinen Augen jede Fill In Möglichkeit, um ein Lied spannend von A nach B zu bewegen.

„She´s a Hurrican“ kommt daneben fast schwermütig um die Ecke. Getragen vom Half-time Beat in den Strophen, bekommt der Track eine baladenartige Struktur. March zeigt deutlich wie vielseitig sie sind. Mit knapp 4 Minuten ist es auch der längste Song des Albums und überrascht im letzten viertel mit einer mitreisenden Gitarren lastigen Passage.

„Set Loose“ beherbergt 11 Tracks. die sich nicht verstecken müssen. March sind unglaublich gute Musiker, die auf Platte eine grandiose Live Energie bündeln. Ich bin sehr gespannt, wie die Band dieses Gefühl live noch toppen möchten. Ich hoffe sehr das ich eines Tages in den Genuss eines Konzertes kommen werde! Das Album kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen!

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