JONATHAN ROY – HIGH:FIV5 INTERVIEW

Ich “verliere” mich immer mal und finde mich mit Musik wieder.

Ich bin Jonathan Roy. Ich bin ein Singer/Songwriter aus Montreal (Kanada).

Du bist mit einer Piano spielenden Mutter aufgewachsen. Erinnerst du dich an Melodien von ihr, die vielleicht sogar zu einem deiner Songs beigetragen haben?

Jonathan: Ich erinnere mich an einige Songs. Sie hat immer eins gespielt – ich erinnere mich nicht an den Namen – aber es hatte diese wunderschöne Melodie. Sie ist übrigens eine sehr gute Piano-Spielerin, aber kennt nur wenige Lieder. Aber diesen einen Song hat sie immer und immer wieder gespielt. Ich erinnere mich, dass ich immer aufgeregt war, wenn sie es gespielt hat. Sie hat immer gesagt: “Okay, alle in den Schlafanzug, Waschen und dann spiele ich den Song”. Ich habe mich dann immer unter das Piano gesetzt und ihr die ganze Nacht zugehört. Hat es einen Song inspiriert?

Nein, aber meine Mutter hat mich definitiv in Richtung Musik geschubst. Sie hat mir ein Schlagzeug gekauft, ein Piano, ein Mikrofon. Sie wollte, dass ich meine Band starte. Sie war von Beginn an sehr unterstützend. Seit ich ein Kind war, wollte sie, dass ich Künstler werde. Ich muss ihr danken, weil sie wahrscheinlich der größte Grund ist, warum ich mit Musik angefangen habe.

Wie spiegelt sich deine Persönlichkeit in deiner Musik wider?

Jonathan: Ich denke ich bin ein Kämpfer. Ich bin jemand der das Leben liebt. Ich bin sehr sensitiv. Ich “verliere” mich immer mal und finde mich mit Musik wieder. Reisen. All das verarbeite ich in meinen Liedern. Und ich habe dieses…Ich versuche viel Hoffnung in meine Musik zu packen. Leute die sie hören, sollen Hoffnung bekommen weiterzumachen oder Liebe zu finden oder über etwas hinwegzukommen. Ich denke, das ist sehr wichtig. Und ich will, auch wenn meine Songs düstere Bedeutungen haben, wie sich zu verlieren oder Wege zu finden sich am Leben zu halten, dass der Charakter sich immer wieder findet und sich über Dinge klar wird. Er entfacht immer das Feuer in sich, um die herausfordernde Momente in seinem Leben zu bewältigen.

Du bekommst sehr viele Lebensgeschichten deiner Fans mit, vor allem nachdem du “Keeping me Alive” veröffentlicht hast. Wie schaffst du es Mitgefühl und emotionale Distanz in Balance zu halten?

Jonathan: Gute Frage. Ich finde es wundervoll, dass Leute die Möglichkeit haben ihre Geschichte zu teilen und sie mit mir teilen wollen. Ich und mein Team versuchen so vielen Leuten wie möglich zu antworten, um ihnen gewissermaßen die Liebe zu geben, die manche einfach nicht haben. Ich denke das ist wichtig. Und ich denke meine Musik hilft vielen Leuten. Das ist wunderbar. Der einzige – oder einer der größten Gründe warum ich das mache, ist es, mir selbst zu helfen und anderen zu helfen. Irgendwie habe ich es gemanagt davon zu Leben, was verrückt ist! Aber der wichtigste Grund für mich ist, meine Geschichten zu teilen und hoffentlich können sie jemandem helfen. Und beim Lesen der Kommentare von “Keeping Me Alive”, kann ich das sehen. Das ist so schön! Wir haben die neue Single “Lost” veröffentlicht und in einigen Tagen veröffentlichen wir das Musikvideo zu “Lost” und ich bin sehr aufgeregt deswegen, weil ich denke, dass viele Leute sich mit dem Video verbunden fühlen werden.

Du hast den Song “Lost” über einen Freund geschrieben, der Hilfe brauchte. Wie hat er auf den Song reagiert? Hatte es einen Effekt auf eure Freundschaft?

Jonathan: Ich habe tatsächlich schon einige Songs über ihn geschrieben. Er ist eine tolle Person, die viel Scheiße durchgemacht hat. Er schlägt sich mit dieser Krankheit rum, die ziemlich schwierig ist. Eine Menge Leute müssen mit dieser Krankheit umgehen. Es ist irgendwie nicht meine Geschichte – auch wenn ich mit drin stecke – es ist seine. Ich hatte auf eine Art ein bisschen Angst, weil ich nicht wollte, dass Leute unbedingt über seinen Zustand Bescheid wissen. Deswegen war es ein bisschen fraglich ob ich darüber reden und schreiben sollte. Er hat es in einer schönen Art aufgefasst und er hat eine echt schwere Zeit in seinem Leben durchgestanden. Und heute denke ich, dass er an einem guten Punkt ist und ich hoffe es bleibt so. Ich denke der Song hat unserer Freundschaft definitiv geholfen. Ich denke er zeigt, wie sehr ich die Person liebe und wie sehr ich mich sorge. Also es hat unserer Freundschaft definitiv geholfen.

Hast du schon ein nächstes Projekt geplant? Kannst du uns was darüber erzählen?

Jonathan: Das nächste Projekt, ist die EP. Und alle Songs zu veröffentlichen, die ich in den letzten 3-4 Jahren geschrieben habe. Sie an meine Fans zu geben und an die ganze Welt. Ich bin aufgeregt deswegen. Das wird wahrscheinlich…Bei allem was gerade in der Welt passiert, ist es echt schwer, aber wir versuchen eine Veröffentlichung im Februar/März anzupeilen. Die Dinge können sich schnell ändern, bei allem was passiert. Ich kann also kein gesetztes Datum für die EP sagen, aber das ist der geplante Zeitrahmen. Februar/März. Wenn es da nicht klappt, dann zum Sommer hin. Die EP ist das nächste Projekt. Die EP fertigzustellen. Die Songs an alle rauszugeben.

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