Newcomer Of The Week: dasistmilan veröffentlichte am 28.08 sein langerwartetes  7 Song starkes Mini-Album „Milancholie“ (New Green Order Records/Groove Attack), welches der Rostocker Newcomer in Zusammenarbeit mit dem Berliner Produzenten-Team Dasmo&Mania (Marteria, Bausa, Kontra K, Lea etc.) aufnahm. 

 

 

 Tracklist: “Milancholie“ – Stream 

 01 Bleibt 

 02 Ego

 03 Wieder Wach Feat. Sebastian Hämer 

 04 Irgendwann 

 05 Sad Songs Feat. Peter Musk  

 06 Bruchpilot 

 07 Absolut 

 

Waschechte Melancholiker zeichnet eine allumfassende Schwermut aus. Doch die wenigsten von ihnen machen HipHop. dasistmilan ist da anders. Der Rostocker baut seit seiner Jugend Beats und Tracks, liebt dunkle und – ja genau – melancholische Elektronik und schöpft aus ebendieser Schwermut die Kraft für das Leben und für seine Musik.

 „Ich war fünf, als mich zum ersten Mal etwas richtig mitgenommen hat. Und zwar eine Doku, in der ein Asteroid auf die Erde stürzt. Mir wurde klar, wie klein und unbedeutend der Mensch ist. Ich lernte, aus der Dunkelheit der Melancholie meine Energie zu ziehen. Ich bin nicht resignativ, sondern traurig mit Attitude!“

Ein Begriff, der im HipHop einen guten Klang hat. Genau dort begann seine musikalische Laufbahn. Zunächst als DJ, dann mit seinen eigenen Tracks. „Ich war noch ein Jugendlicher, als meine Mutter starb. Songs zu schreiben und zu produzieren, half mir sehr, mit dieser Situation fertigzuwerden.“ Bald kamen Rap und Gesang dazu, „und die Musik bestätigte mir nur die Melancholie, die ich in meinem Inneren stets gefühlt hatte.“

dasistmilans dunkle Welt also? Das will der er so nicht stehen lassen. „Düsteres hat mich immer mehr angezogen als lediglich Freundliches. Für mich müssen Kunst und Musik düster und auch provokant sein, in die Tiefe gehen. Mir wurde kürzlich im Netz ein Reportage-Video mit dem Thema ‚Warum wird unsere Musik immer trauriger?’ vorgeschlagen. Darin ging es um Künstlerinnen wie Billie Eilish oder Lana Del Rey, und genau so etwas spricht mich sehr an.“

Musikalisch festlegen möchte er sich nicht:  

“Ich mag sphärische Sounds und treibende Kicks, die reduzierte, entschlossene Ästhetik von Synthies wie Moog, Jupiter oder des CR 78-Drumcomputers. Ich forme daraus etwas Eigenes. Ich sehe den Kern meiner Musik irgendwo zwischen Electro, Electro-Pop, Rap-Einflüssen und Indie. Vielleicht trifft es ‚Electro-Hop’ am ehesten. Ich mache gerade die Schublade auf, in die ich vielleicht komme.“

Und wer weiß: Vielleicht ist „Milancholie“ die geknickteste Party-Platte aller Zeiten. Eine, auf der gefeiert und eskaliert wird, um den Scheiß um sich herum zu vergessen, auch wenn man am nächsten Tag nach dem Aufwachen feststellen muss, dass sich im Grunde nichts geändert hat. Und da ist sie wieder: die Melancholie, die einen erneut dazu einlädt, traurig mit Attitude zu sein. Auf sieben verdammt starken Tracks.

 

 

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