Soundcheck: The New Madness – After Hours

SOUNDCHECK
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MEGAHERTZ

Band: The New Madness

Titel: After Hours

Label: Crunchy Frog Recordings (Membran)

VÖ: 27. November 2020

Bewertung: 8 / 10 MEGAHERTZ 

 

 

Heute rezensiere ich wieder Mal ein insgesamt tolles Werk “After Hours von The New Madness” aus Dänemark , welches aber schon seit Ende November erschienen ist. Die Zeit rennt mir davon, aber sich das Album anzuhören ist absolut empfehlenswert. Besonders jetzt im Home Office entdeckt man so viele gute und neue Künstler. The New Madness gehören dazu. Als ich die Beschreibung des Genres las, hatte ich zunächst überhaupt keine Vorstellung wie das klingen sollte. “Rock, Garage und Blues”. Mit wem kann ich sie vergleichen? Was ist ihre Zielgruppe? Kann ja nur schief gehen oder? Ganz im Gegenteil.  Aber lest selbst 😉 

 

Lovesick ist der Opener des Albums und gibt dem Hörer auch keine Eingewöhnungszeit. Die Gitarrensaiten fetzen und  runden den Song noch mit einem Solo ab. Die Drums hauen rein, als gäbe es kein Morgen mehr und aus der Kehle des Sängers ertönen Noten, die einen Staunen lassen. Kombiniert mit allen Elementen ist dies ein ordentlicher Rock-Song, der perfekt als Soundtrack für die Serie Stranger Things gepasst hätte. Die 70er/80er Retro-Vibes sind da. Und generell lädt der Song auch irgendwo zum Po-Wackeln ein.

Der nächste Track Night Watch ist bereits beim Intro dieser eine Song, der mir gefallen könnte. Mit Klatschen eingeleitet, wie viele meiner Lieblingssongs, entwickelt sich der Track zu einem echten Ohrwurm. Besonders positiv fallen mir die Vocals auf. Was der Sänger da für Höhen in seiner Stimme raushaut ist einfach der Wahnsinn. Hier habe ich dann kurz aufgehört das Album anzuhören und mich bei Youtube durch die Bandgeschichte gehört. Schön das solch ein Potenzial nun die Chance hat sich zu präsentieren.

 

Es folgen Better Than That und You’ll Know My Name. Viel will ich zu den Songs nicht sagen. Sie passen zum Gesamtkonzept des Albums, sind qualitativ hochwertig produziert und einfach gut. Gut, aber sie fallen mir nicht so ins Ohr wie zum Beispiel der fünfte Song des Longplayers: New Madness. Es wird groovig. Wieder fallen die extrem hohen Vocals auf und an der Gitarre geht es im Refrain heiß her. Kann ich mir Live mega gut vorstellen, dass die Menge abgeht.

 

 

Dann kommen wir auch schon direkt zu meinem Lieblings – Lied der Platte: After Hours. Ein Stück das mich melodisch zum Tagträumen einlädt und mich direkt in einen lebhaften amerikanischen Pub katapultiert, irgendwo am Rande des Highways. Schon erwähnt, dass Songs, die Kopfkino bei mir auslösen generell zu meinen Favoriten zählen? Geniales Stück und meiner Meinung auch irgendwie das Herzstück dieses Albums. Kein Wunder dass dieses Lied bereits ein Musikvideo bekommen hat. Überraschung, dieses Musikvideo enthält auch Highway-Kneipen-Vibes. 

Von der Kneipe in die Disco geht es dann mit Love Me Like A Bad Girl, der zum Tanzen animiert. Und dann nimmt das Album auch mit einem kurzen rockigen Outro “Brother Soon We´ll Be Strangers” ein Ende. Merkwürdigerweise kann ich mir genau das Lied aber auch als Intro für den Beginn eines Konzertes vorstellen. 

Kommen wir direkt zu meinem Faziz: Ein starkes erstes Album. Zu meckern habe ich eigentlich nichts. Jeder Song hat etwas Eigenes an sich und weckt verschiedene Emotionen hervor. Dennoch schaffen sie es das komplette Album harmonisch abzustimmen, dass keines dieser Songs Fehl am Platze ist. Zu den Instrumenten und Gesang kann ich auch nur hervorheben, dass sie alle aufeinander abgestimmt sind und sich auch als Band präsentieren und nicht jeder seine eigene Sache macht. Obwohl diese Richtung mir zu Anfang noch sehr suspekt war, muss ich zugeben, dass sie einen neuen Fan dazu gewonnen haben und 1-2 Lieder es sogar auf meine Playlist geschafft haben. Ich bin super gespannt wie die Jungs Live sein werden und hoffe, dass sie ihren Weg auch bald nach Deutschland schaffen – nach der ganzen Corona Krise natürlich. Von mir gibt es also 8 knackige Megahertz!