Foto Luis Engels

Zuletzt hat die Indiepop-Band Soeckers aus Münster mit dem Clip zur Single “Gute alte Zeit” für Aufsehen gesorgt, das nach der Beschlagnahmung des Bildmaterials beim Videodreh während einer aus dem Ruder gelaufenen WG-Party monatelang nicht erscheinen konnte. Auch das Video zur bereits am 21.08. erscheinenden Vorab-Single “Bahnhofsgrau” aus dem vom Wanda-Produzenten Paul Gallister aufgenommenen Debütalbum “Kopfkarussell” (VÖ: 25.09.) kommt nicht ohne Konflikte aus.

Soeckers besingen in „Bahnhofsgrau” das Ende einer Liebe, die vielleicht nie ein richtiges Ende gefunden hat. Eine Liaison, die zerbrochen ist, mit der man aber noch nicht gänzlich abschließen kann. Es geht um den Zwiespalt zwischen Herzschmerz und Befreiung und dem Verblassen von schönen Erinnerungen. Diese Thematik ist geschickt verpackt in einen positiven, tanzbaren Song mit einem traurig-schönen Text:

„Ich hab gehört, du hättest deine Haare blond gefärbt […] und ich verspüre keinen Schmerz, wenn ich hör‘, dass es dir gut geht“.

Im dazugehörigen Clip ist die Eskalation zwischen einem Pärchen zu sehen, bei dem der Junge seine Freundin in flagranti mit einem anderen am See ertappt. Dabei wird die Geschichte simultan vor- und rückwärts erzählt.

Klingt ebenso spannend wie verwirrend? Die elegante Umsetzung dieses narrativen Spagats im Video zu “Bahnhofsgrau” kann man hier betrachten.

Vor “Bahnhofsgrau” sind in diesem Jahr mit „Frühlingsdepression“, „Schlaf bei mir“, „Halt mich“ sowie „Gute alte Zeit“ bereits vier andere Singles aus dem kommenden Debüt „Kopfkarussell“ erschienen. Nach drei Jahren, in denen Soeckers ihre Musik ausschließlich auf über 100 gespielten Konzerten präsentiert haben – darunter eine Show beim Haldern Pop 2019 oder eine ganzen Reihe im Vorprogramm von Madsen, Wanda, Granada und AnnenMayKantereit – sind Soeckers endgültig bereit, Deutschland mit ihrem am 25.09. erscheinenden ersten Album „Kopfkarussell“ zu erobern:

Foto Marco Klahold

“‘Kopfkarussell’ ist ein Debütalbum von einer demonstrativen Lockerheit und kompositorischen Grandezza, wie man es wirklich nur selten vernimmt. Soeckers damit als ‘die deutschen Strokes’ zu bezeichnen, greift definitiv zu kurz, ist als Hinweis für das zu Erwartende aber auch nicht ganz verkehrt. Es dürfte daher höchstens einige Monate dauern, bis sich in Deutschland die Referenz ‘das klingt wie Soeckers’ festsetzt.” 

meint Sascha Krüger

Sind diese Vorschusslorbeeren tatsächlich gerechtfertigt? Davon kann man sich auch trotz Corona live überzeugen: Nachdem Soeckers Anfang bis Mitte August mehrere Akustik-Shows in Essen, Berlin und Hamburg gespielt haben, werden sie im Dezember im Erlanger E-Werk zu sehen sein.

Live:

10.12. Erlangen – E-Werk

Quelle: Pressetext

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