Nico Santos in Erfurt – große Popmomente und ein Abend voller Energie
Die Messehalle Erfurt wurde am Mittwochabend zum Treffpunkt für alle, die große Popmelodien, mitreißende Rhythmen und Songs lieben, die sich schon nach den ersten...
Jeff Satur serviert mit „Grief Eaters“ keinen Liebeskummer auf Zimmertemperatur: In den Kommentaren wird die Erinnerung an einen geliebten Menschen zum Ort, den man trotz Schmerz nicht verlassen will. Das rätselhafte Sci-Fi-MV löst Detektivarbeit zwischen Jenseits, Erinnerung und virtueller Wiederbegegnung aus; Stimme und Erzählweise bekommen ebenfalls Applaus. Der Tenor: herzzerreißend schön – und die Taschentücher machen Überstunden.
STELLVRIS haben sich noch nie davor gescheut, unangenehme Themen anzusprechen – und „Cancel Culture“ treibt diese Haltung auf die bisher aggressivste Spitze.
Der Song, der auf wuchtigen, vom Deathcore inspirierten Riffs, chaotischen Breakdowns und einem gewaltigen, melodischen Refrain aufbaut, verbindet die rohe Intensität von Bands wie Knocked Loose oder Emmure mit der unverwechselbaren Modern-Metal-Identität, die STELLVRIS im Laufe ihrer Karriere entwickelt haben.
Textlich nimmt „Cancel Culture“ die Schattenseiten der Online-Moral ins Visier: inszenierte Empörung, moralische Selbstdarstellung („Virtue-Signaling“) sowie die Geschwindigkeit, mit der soziale Medien einen Fehler, eine kontroverse Meinung oder sogar nur ein Gerücht in eine öffentliche Hinrichtung verwandeln können.
Noch ohne Taka am Mikro – und der Vorfreude-Regler steht schon bedenklich nah am Anschlag. Der Teaser klingt für viele nach einem neuen Kapitel mit vertrauten Echos aus „Neon“, „Eye of the Storm“ und Co.; andere freuen sich gerade über den eigenen Rockkurs. Ein kleiner Einwurf: Nicht jeder Song muss gleich die Welt erklären. Manchmal reicht auch ein guter Janken-Refrain.
Bei 1VERSE bleibt der Remix-Regler offenbar nicht lange auf null: Die Kommentare feiern den neuen „LOOP“-Aufguss und freuen sich besonders über weiteren Nachschub. Einige hören sogar eine steigende Formkurve von Remix zu Remix. Kritik? In diesem Ausschnitt kaum zu entdecken – die Stimmung läuft selbst schon in einer kleinen Jubelschleife. Ein klarer Community-Liebling, wenn auch kein repräsentatives Stimmungsbild.
























































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