Black Foxxes – Black Foxxes (VÖ: 30.10.2020)

MEGAHERTZ
0
8
MEGAHERTZ

Künstler: Black Foxxes
Album: Black Foxxes
VÖ: 30. Oktober 2020
Label: Search & Destroy/UMG, Spinefarm Records
Genre: Indie / Alternative Rock
Megahertz: 8/10


 

Die 2013 gegründete Band “Black Foxxes” bringt nun, nach einem fast kompletten Make-Over ihr drittes Album, dass auch den Bandnamen “Black Foxxes” trägt, am 30.Oktober 2020 raus und wir durften vorab schon einmal reinhören.

Frontmann Mark Holley ist als Singer, Songwriter und Gitarrist der Band erhalten geblieben, doch kann man nun zwei neue Gesichter an seiner Seite bestaunen. Er wird nun begleitet von Finn McClean am Schlagzeug und Jack Henley am Bass. Als Producer war, wie bei den vorigen Alben ebenfalls Ade Bushby zuständig.

Auch wenn sich die Gesichter zum Teil geändert haben, wollten die Jungs aus Bristol ihren Sound beibehalten und mit ihrem neuen Album die Musik mit der persönlichen Botschaft der Texte verbinden. Vor allem aber stand die Chemie unter den Musikern untereinander und die Integrität der Musik im Vordergrund. Bei der Suche nach dem “magic sweet spot” ist ein 9 Songs langes Album, mit rohem, ungefiltertem Indie/Rock Sound.

“We’re so fucking excited about this record and have ultimately made it for no one else other than ourselves. We cut out the noise from the outside and we just made something that WE were proud of, so it’s fucking weird, it’s dynamic and it’s different. We never want to make anything middle of the road and I feel like we’ve achieved that.”

 

Man merkt beim Hören der Songs sofort, dass die Lyriks emotionsgeladen sind und Holley es einem einfach mit in seine Gedankenwelt einzutauchen, die Gefühle mitzufühlen und ebenso die Ängste zu fühlen. Noch Emotionaler wurde es für mich dann als ich meine Recherche zur Band angestellt habe und rausgefunden habe, dass der Frontmann Holley an Morbus Crohn, einer chronischen Entzündung des Verdauungstraktes, erkrankt ist und mit der Musik eben auch seinen Umgang mit der Krankheit verarbeitet.

Dabei hat die Band aber auch versucht ihren Musikalischen Flow nicht zu verändern oder zu stoppen, sondern beizubehalten und mit Synths, verzerrten Vocals, dem von der Bostoner DIY-Kultur inspirierten left-field sound und den emotionsgeladenen Texten ein neues, sie wieder spiegelndes Album zu erschaffen.

Als Intro des Albums fungiert hier “I Am”, welches auch einen sehr guten Einstieg in das Album bietet. Der Song beginnt mit ruhigen Gitarren Tönen und hat mich beim ersten Mal anhören etwas an die Baseball-Szene in Twilight erinnert, obwohl ich nie ein großer Twilight-Fan war. Bedeutender ist da eher die Band, deren Song da eigentlich gespielt wird, nämlich Muse. Irgendwie war das mein erster Gedanke.
Im Laufe des Songs werden dann nach wiederholtem “I am the one that calls your name” der Gesang und die Instrumente dynamischer und energischer und beim erneuten “I am!” Ruf wird die Dringlichkeit der Botschaft deutlich. Zum Ende wird es dann wieder ruhiger.

Der zweite Song “Badlands” startet direkt dynamischer und man merkt garnicht das der Song eine stolze Länge von 8:30 hat. Durch verschiedene Tempowechsel wird der Song nicht langweilig und der wiederkehrende Chorus “Contain me, Contort me, I am the gun” wird mit jeder Wiederholung energischer und man spürt die Energie, auch wenn das verzerrte der Gitarre manchmal etwas zu übertönend und laut ist und der Rest der Instrumente und des Gesangs manchmal darin untergeht. 

Mit “Drug Holidays” findet sich ein Song auf dem Album ein, der wieder etwas ruhiger startet., dafür aber die Lyriks laut sind. Es geht direkt mit “I need to explode” los, gefolgt von der Erklärung warum er sich so fühlt. “You are a snitch, you are a rat” “I’m the cage…” “I’m nothing unless you come clean” 

Bei dem fünften Song “Panic” hat man wieder das Gefühl das es entspannt los geht und auch wenn das Grundtempo wirklich langsamer und ruhiger ist als die Songs zuvor, ist in diesem Song die Bedeutung des Textes im Zusammenhang mit der Krankheit Holleys mehr deutlich. “love is love, panic days, my mind attacks itself, when I’m low, kick me down” singt er zu Beginn und verstärkt dieses Gefühl der Hilflosigkeit und des Hasses mit seinen eigenen Gefühlen weiter mit “when you’re gone, you are a coward

Der siebte Song des Albums “Jungle Skies” wurde erst kürzlich schon als vorab-Single nach “Swim”, “Badlands” und “Drug Holidays” veröffentlicht und behandelt das Thema Depression.

“Jungle Skies is a song written about depression. I wrote this song the week before I had to shave my head because of the treatment I am on. It’s the happiest I’ve ever been about any lyrics I’ve ever written. It’s a song about the dark, but also about re-birth and learning to love and accept yourself. I hope it can connect with some of you that are going through your own personal battles. Peace & Love” – Mark Holley

 

Den Abschluss des Albums bildet “Diving Bell” und zeigt nochmal den uniquen Style der Band und einen guten Mix aus Indie und Alternativ Rock. “It’s a different kind of pressure, god bless the universal depression” singen die Engländer und wiederholen “We can do better” im Chorus um zu zeigen, dass man den Druck von Außen bekommt immer besser zu sein und wie man damit umgeht. Mit 9:31 ist es der zweite lange Song des Albums, aber auch hier zeigt die Band, das Tempo- und Dynamik Wechsel den Song nicht langweilig werden lassen. Das Zwischenspiel ist “Cold Feet on Concrete” begleitet von einem “Because I’m blue”. Der Song endet mit sehr verzerrter Stimme und stellt somit eine gute Zusammenfassung des Sounds der Band dar.

Was mich an diesem Album überzeugt hat ist definitiv der Mix aus Indie und Alternativ Rock, der dadurch entstehende Tempowechsel und die wechselnden Dynamiken in den Songs, sowie die Abstimmung der Instrumente aufeinander. Auch die Texte der Songs bilden einen guten Eindruck in die Gefühls- und Gedankenwelt des Sängers. So entstand ein Album mit dynamischen und emotionsgeladenen Songs. Mir waren leider ab und zu die Gitarrensounds etwas zu schrill und auch das Verzerren der Stimme hätte für mich nicht immer sein müssen, ich bin da eher der Fan von natürlichen Stimmen. Aber da es zu ihrem Stil gehört passt es mit dem allgemeinen Sound des Albums gut zusammen. Am meisten angesprochen haben mich die Songs “Panic” und “I Am” aus komplett unterschiedlichen Gründen. Bei “Panic” war es eher das ruhige und bei “I Am” genau das Gegenteil, das Energische dahinter.

Für Fans von Indie und auch mal ruhigerer Alternative Rock Musik auf jeden Fall zu empfehlen mal reinzuhören.

 

Trackliste:

  1. I Am
  2. Badlands
  3. Drug Holiday
  4. My Skin Is
  5. Panic
  6. Swim
  7. Jungle Skies
  8. Pacific
  9. The Diving Bell

 


Mehr Informationen zu Black Foxxes bekommt ihr hier:

www.blackfoxxes.com

www.facebook.com/blackfoxxesuk

https://www.instagram.com/blackfoxxes/