Samstagmorgen auf Rock im Park bedeutet traditionell zwei Dinge: zu wenig Schlaf und trotzdem beste Laune.
Während einige Besucher noch versuchen, mit Kaffee oder Energydrinks in den Tag zu starten, stehen die ersten Fans bereits wieder vor den Bühnen. Überall auf den Campingflächen riecht es nach Frühstück vom Gaskocher, während aus den Boxen bereits die ersten Metal- und Punkklassiker laufen.






Musikalisch steht der Samstag ganz im Zeichen großer Rock- und Metallegenden. So sorgten unter anderem The Story So Far und Set It Off für Bewegung vor den Bühnen. Sie teilten sich den Samstag mit Bands wie Breaking Benjamin, Black Veil Brides und Bloodywood, die unterschiedlichste Facetten moderner Rockmusik präsentieren.




Besonders spannend wurde es bei Alter Bridge. Die Band gehört seit Jahren zu den zuverlässigsten Liveacts überhaupt und zeigt eindrucksvoll, warum sie weltweit eine der treuesten Fanbases besitzt. Davor sorgten Social Distortion für amerikanische Punkrock-Nostalgie und verwandelten das Infield zeitweise in eine riesige Mitsing-Party.



Zwischendurch wird das Festivalgelände selbst wieder zur Hauptattraktion. Der neue Biergartenbereich entwickelt sich schnell zum beliebten Treffpunkt. Viele Besucher nutzen die zusätzlichen Sitzmöglichkeiten, um kurz durchzuatmen, bevor die nächste Band wartet. Die neuen Laufwege machen sich ebenfalls bemerkbar: Trotz hoher Besucherzahlen entstehen weniger Staus als in den vergangenen Jahren.



Kulinarisch zeigt sich Rock im Park inzwischen fast wie ein kleiner Streetfood-Markt. Vegane Burger, Burritos, Currygerichte, süße Crêpes und klassische Bratwurststände stehen nebeneinander. Wer sparen möchte, nutzt weiterhin die beliebten Einkaufsmöglichkeiten rund um das Festivalgelände, während andere direkt im Infield essen.



Als der Abend in vollem Gang war, stieg die Spannung spürbar. A Perfect Circle sorgten für eine intensive Show. The Offspring gelang es mit einem Hitfeuerwerk das gesamte Gelände in Bewegung zu versetzen. Jeder kennt die Refrains, jeder singt mit.








Der krönende Abschluss auf der Utopia Stage gehörte Iron Maiden. Die Band begann mit 15 Minuten Verspätung eine Atemberaubende Show. Die britischen Legenden zeigen einmal mehr, warum sie seit Jahrzehnten zu den größten Livebands der Welt zählen. Tausende Fans singen jede Zeile mit, während die Band über die Bühne marschiert und die Nacht über Nürnberg erleuchtet.
Als Abschluss auf der Mandora Stage wird es episch: Sabaton verwandelten die Bühne in ein riesiges Spektakel aus Feuer, Chören und Power-Metal-Hymnen.



Den Rausschmeißer geben am heutigen Abend SONDASCHULE. Die charismatische Band heizte den hartnäckigen letzten Festivalliebhabern noch ein Mal so richtig ein und ließ alle in eine aufregende Nacht hinein. Und Morgen ist ja auch noch ein Tag…
Noch Stunden nach dem letzten Song hört man auf den Campingplätzen überall Diskussionen darüber, ob Iron Maiden oder Sabaton die bessere Show gespielt haben. Wahrscheinlich gibt es darauf keine richtige Antwort.




