DAS GANZE KONZEPT ÜBERZEUGT MIT VIEL SPASS AM EIGENEN SOUND.

Artist: Red Dead Roadkill 

Album: Sweet Songs of Anguish

Genre: Red Death Rock

Plattenfirma: Fastball / Soulfood

Veröffentlichung: 21.06.2019

Rezension geschrieben von: Lisa Hemp

Bandbesetzung auf dem Album:

RADD – Vocals

Bob Lee – Guitars, Vocals

Sazzy O – Bass

Tohopka ´Tooh´ – Drums

Read Dead Roadkill kommen aus Hamburg und haben sich März 2017 gegründet. Ich kannte die Band persönlich vor diesem Album leider noch überhaupt nicht. Ein erster Blick auf die Facebook Seite der Band , gab mir einen ungefähren Einblick in welche Richtung das Album gehen würde. RDR geben auf ihrer Fanseite Lieblingsbands wie: Aerosmith ,Alice In Chains , Alter Bridge, Audioslave , Black Label Society und Stone Sour an. Durchaus Bands mit denen ich mich auch verbunden fühle und deshalb hörte ich noch gespannter in das Album der Hamburger hinein. Die Band selbst bezeichnet ihren Stil als Red Death Rock, einer Mischung aus Hard Rock, Alternative und einer Prise Pop Rock. Was beim ersten lesen sehr durchwachsen und vielseitig klingt, machte mich nur noch neugieriger.

Das Debütalbum „Sweet Songs of Anguish“ wurde von Roland Grapow gemixt und gemastert und besteht aus 12 Tracks. Ein echter Longplayer also…

Zwei der Songs, hat die Band in Eigenregie. bereits in Musikvideos in Szene gesetzt. „Unleash the Beast“ und  „Somewhere, Mr. Fate“ 

Es ist wahrscheinlich eher Zufall, aber diese beiden Songs waren die ersten die mir als Ohrwurm im Gehör blieben. „Unleash the Beast“ ist zurecht ein guter Opener für das Debütalbum, der eingängige Drumbeat zu Beginn trägt mit einer unglaublichen Spannung in den Song. Die markanten Riffs ziehen die Stimme von RADD förmlich durch die Strophen und den Refrain. Der Gitarrist Bob Lee steuert mit seinem Gesang zu einem abwechslungsreichen Spiel zwischen melodischen Powerfrontfrau -Rockgesang und kratzig kernigen Vocals bei. „Unleash the Beast“ ist eine energiegeladene Nummer mit Ohrwurmgarantie.

Der achte Track des Albums ist „Pretty in Silence“ , der ebenfalls mit treibenden Beats um die Ecke kommt. Mir persönlich gefällt die Art und Weise sehr gut, wie Tohopka ´Tooh´ über die Drums fliegt. Ein Schlagzeuger der nicht nur die Band trägt, sondern auch durchaus weiß wie er im Großen und Ganzen präsent bleibt ohne aufdringlich zu wirken. Die Strophen in diesem Song sind härter gehalten im Vergleich zu „Unleash the Beast“ . Besonders gelungen finde ich hier den zeitlich gut gewählten Einsatz der Halftime Parts. Für mich ein typisches Stilmittel aus dem Metallbereich. Der ganze Song ist instrumental sehr strict gehalten und dafür Bedarf es einem sehr gut aufeinander abgestimmten Zusammenspiel.

„Good Night“ überzeugt mit einer enorm abwechslungsreichen Aufteilung der beiden Vocals. RADD und Rob ergänzen sich hier nicht nur prima, sie werfen sich den Ball zwischen rauchig sanft und kräftig kratzig im Duett zu. Im Refrain ergeben beide Stimmen einen Hymnenartigen Charakter. Bob Lee, Sazzy O und Tohopka strotzen instrumental am Ende des Tracks nur so vor Energie und beenden diesen Song Feuerwerkartig passend zu den Zeilen „It´s a good night, it´s a hard night!“.

Die Ballade „Somewhere, Mr. Fate“ hat es bei mir bereits in meine Playlist geschafft. Die im Vergleich eher sanften Töne stehen der Band auch unglaublich gut. Das Lied ist zum Rest poppiger gehalten, verliert aber keineswegs den rockigen Charakter von Red Dead Roadkill. Der Song ist bodenständig und hat definitiv Ohrwurmcharakter.

Track 11 „Song of Anguish“ überrascht zu Beginn mit einem gefühlt konfuserem Einstieg als der Rest. Macht den Song allerdings auch gleich spannend. Strophe und Refrain sind dann wieder wie gewohnt strukturiert und bieten dem Hörer eine solide Rocknummer mit poppigen Elementen. Nach 2 Minuten ist der Song offenbar vorbei… Der Schlagzeuger steht auf und wirft seine Sticks in die Ecke. Für mich persönlich kommt direkt wahres Proberaumfeeling dabei durch. Ich mag es sehr, wenn Bands sich auf ihren Alben etwas einfallen lassen, was vielleicht nicht immer der Norm entspricht. Ich muss zugeben dieser nicht zu erwartende Verlauf des Tracks fesselt. Der Zuhörer wartet gespannt darauf, was als nächstes passiert. Ich möchte hierbei auch gar nicht zu viel verraten, denn ein wenig Überraschung soll jedem der die CD noch nicht gehört hat noch bleiben. 🙂 Kurz um „Song of Anguish“ ist ein super gewählter Übergang zu dem Song „Under Water“.

Insgesamt verbinden Red Dead Roadkill Elemente aus den verschiedensten Stilen der Rockmusik mit einer Prise poppiger Einfluss für die Menge. Das ganze Konzept überzeugt mit viel Spaß am eigenen Sound. Das Album gibt ihnen bei dieser Herangehensweise recht. Sie standen 2018 bereits im Finale des Reload- und Metal Hammer Paradise-Bandcontests und dürfen die Wacken Foundation als offiziellen Sponsor ihres Debütalbums nennen.

Seit Kurzem arbeiten sie nun mit der Booking Agentur Koma-Booking zusammen.

Von mir bekommt das Album 9/10 MHz

Mittlerweile hat die Band eine neue Besetzung und hat sich vergrößert. Ich bin mir sehr sicher das die Zukunft noch mehr Möglichkeiten durch die zweite Gitarre in der neuen Besetzung zur Verfügung stellt. Ich bin sehr gespannt wie das nächste Album der Hamburger klingen wird.

Tracklist:

01 – Unleash the beast

02 – Lines of Fire

03 – Hail to the king

04 – Cold°

05 – Headlights

06 – Good Night

07 – Somewhere, Mr. Fate

08 – Pretty in silence

09 – Thorns below

10 – Dying day

11 – Song of Anguish

12 – Under Water

Mehr Informationen:

https://www.facebook.com/reddeadroadkill/

http://www.reddeadroadkill.com

www.instagram.com/reddeadroadkill/

RED DEAD ROADKILL - SWEET SONGS OF ANGUISH
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