Mercy Music - Nothing In The Dark (VÖ: 18.09.2020)
7MEGAHERTZ


Album:
Nothing In The Dark
Künstler: Mercy Music
Release: 18.09.2020
Genre: Pop-Punk
Label: SBÄM Records
MEGAHERTZ: 7/10


 

“What happens in Vegas, stays in Vegas” war das Erste woran ich dachte, als ich hörte dass das Musik Trio Mercy Music aus Las Vegas stammt. Doch zum Glück gibt es für diese Redensart genug Ausnahmen, wie zum Beispiel das neue Album “Nothing In The Dark” von der 2014 gegründeten Band aus Nordamerika.

 

Am 18. September 2020 wird das neue Album der Poppunk/Punkrock Band erscheinen, dass mit Cameron Webb produziert wurde, der auch schon mit Motörhead gearbeitet hat.
Präsentiert wird das Album in Europa von SBÄM-Records und in den USA von Wiretap Records.
Die Band setzt sich aus Brendon Scholz (Sänger), Jared Cooper (Bassist) und Rye Martin (Schlagzeuger) zusammen und hat auch schon live bewiesen was sie drauf haben. So stand neben Tourneen in Europa auch Auftritte auf Festivals in den USA an, z.B: auf dem Life is Beautiful Festival und bei Punk Rock Bowling.

 

Nun sind die Jungs aus Nevada mit ihrem dritten Album zurück, dass mit 10 Songs über den harten Weg des Erwachsenwerdens, über Enttäuschungen und über das Wiederaufstehen.
Sie selber beschreiben ihr Album wie folgt:

 “2019 was a rocky year, and the record sums it up. All 10 songs address personal matters we simply refer to as ‘adulthood’.” – Scholz

Bemerkenswert ist ebenfalls der kurze Zeitraum in dem das Album entstanden ist.
Die Band selber ist sehr zufrieden mit ihrem Album, da es genauso ist, wie sie es geplant  haben. 

There’s literally no bullshit in there. We were (in the studio) for five days, and we got everything done,It’s probably the record we’re most proud of, ‘cause it’s done the way we wanted to do it, and it’s the most cohesive sound-wise.”, Scholz

Der Erste Song auf dem Album “Living With A Ghost” bietet einen guten Einstieg in das Album. Es entsteht eine gute Stimmung, obwohl die Lyriks eher das Gegenteil aufweisen. “It’s okay, take it from me” nicht viel später gefolgt von einem “Living with a Ghost” beschreibt das andere einem die Erwartungen die man an sich selbst hat wegnehmen können, und man nur mit dem Geist der Ziele und Erwartungen lebt.

Mit dem Zweiten Song “Tuesday” wollen die Jungs deutlich machen, dass man, auch wenn das Leben oder Personen einen umschmeißen, man immer wieder aufstehen muss und nicht aufhören soll, sich für die eigenen Grundsätze, für Solidarität und Gerechtigkeit einzusetzen, egal wie sehr andere einen daran hindern möchten. Verdeutlichen tun sie es mit Lyrics wie “Staring at the people, laughing at me” gefolgt von einem “Here’s your time to shine”.

Der dritte Song “Tell Me I’m Wrong” verstärkt die Botschaft des vorherigen Songs nur noch mehr, denn im Refrain “Tell me I’m wrong, tell me I’m right” wird deutlich das hier die Anerkennung von Anderen gesucht wird, weil man sich selber nicht genug vertraut. “I am my own disease”. Und das Andere einen mit ihren Worten oder Taten schnell verletzen können. “Living to break my heart”. 

Mit “Fuck Me Anyways” machen die Jungs aus Las Vegas deutlich, dass manchmal die Erwartungshaltung anderer an einen zu viel für einen sein kann, und man das einfach nicht erfüllen kann. “I wanna be enough for you” wird später im Song zu einem “I make it your decision, you can give or take, fuck me anyways”.

Bei “Time Well Spent” überzeugt das Song Intro mit einem Schlagzeugsolo, dass nur leicht mit Gitarrensounds hinterlegt ist. Doch auch der Rest des Songs überzeugt mit starken Lyrics. “Can you tell me how you feel inside” deutet darauf hin, dass die Kommunikation nicht so gut läuft und “Compromise to make this time well spend” deutet auf eine Kompromissbereitschaft, um die Zeit, die man miteinander verbringt auch genießen zu können.

Es folgt “Nothing In The Dark”, der Titelgeber des Albums, und direkt ein Stilbruch im klassischen Sinne, denn der Song wurde akustisch aufgenommen und bietet eine Pause zwischen den Rockigen Songs um einmal zu entspannen, jedoch nicht mit weniger tiefgründigen Lyrics. “While I go out, I’ll be sure that I go out alone” gefolgt von einem “We can be two lonely people, the way it was before” deutet auf eine Beziehung hin, die zu Bruch gegangen zu sein scheint. Während also die Musik etwas ruhiger ist als die Songs zuvor, umso mehr treffen einen die Textzeilen des Songs.

Der siebte Song des Albums “Alright” beinhaltet aufgezählte Zukunftspläne, die aber wahrscheinlich nie eintreffen werden. Die Pläne werden wie mit einem Anstoßspruch eingeleitet, “Here’s to the future”, doch die Enttäuschung lässt nicht lange auf sich warten. “Love is not possession, please just let it end” wirkt nicht nach einer glücklichen Beziehung für die man Zukunftspläne gestaltet.

Bei dem Song “Overjoyed” hab ich direkt mit einem ironischen Songtitel gerechnet, nachdem ich die vorherigen Songs gehört hatte, konnte ich mir keinen Song vorstellen, der mit dem Titel auch der Musikrichtung entspricht. Und mit Textzeilen wie “I think to much, never shut it up” und “If you want to live a lie, come on and live a lie” wurde mein Eindruck auch bestätigt. Doch das ist definitiv nichts negatives, der Song passt sehr gut zum Sound des Albums.

Den Abschluss bildet “Even If I’ve lost” und rundet das Album gut ab. Alles in Allem ein gutes Pop-Punk/Punk-Rock Album, dass den Sound, mit dem sich die Band selbst beschreibt, gut da gibt. Sie selber beschreiben ihren Sound als “sad bastard power pop” und das ist auch eine gute Beschreibung des Albums. Die traurigen, tiefgründigen Texte, die einen eher runterziehen würden, gemischt mit Power Pop, der einen dann auch nicht loslässt und man unbewusst mitwippen muss. Mein Lieblingssong des Albums ist auf jeden Fall Overjoyed, der einem trotz der emotionsvollen Textzeilen zum mitwippen bringt, und irgendwie gute Laune macht.
Das Album alleine hat auf jeden Fall Potenzial, auch wenn sich einige Songs ähnlich angehört haben und leider für den Moment auch nicht viel hängen geblieben ist, außer zwei oder drei Textzeilen. Doch für Fans von Pop-Punk auf jeden Fall empfehlenswert mal reinzuhören.

 

Trackliste:

  1. Living With A Ghost
  2. Tuesday
  3. Tell Me I’m Wrong
  4. Fuck Me Anyways
  5. Time Well Spent
  6. Nothing In The Dark
  7. Alright
  8. Overjoyed
  9. To Live
  10. Even If I’ve Lost

 


Mehr Informationen zu Mercy Music, bekommt ihr hier:

https://www.mercymusicforyou.com/

 

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