Danke, dass Ihr euch die Zeit für uns genommen habt. Das sind eure High:F!V5  Ihr hattet seit Bandgründung 2003 viele Änderungen im Line-Up. Stellt euch mal den Lesern vor und verratet uns, ob ihr in der jetzigen Konstellation nun als Band angekommen seid.
ESTK: Wir sind auf jeden Fall sehr mit dem jetzigen Line-Up zufrieden. Wir hatten viele Wechsel, da das Tourleben teilweise hart ist. Du musst eigentlich verrückt sein, wenn du das machen willst. Das ist was alle Musiker sagen, und ich gebe zu: ich bin verrückt und liebe es on Tour zu sein. Aber es ist nicht für Jedermann. Wir sind immer noch gut mit alten Mitgliedern befreundet, aber die Meisten wollten Familie und mehr Stabilität im Leben. Ein paar Verrückte waren dabei, die wir rausschmeißen mussten, aber man lebt ja auch 24/7 aufeinander, da muss man Menschen haben, mit denen man pausenlos zurechtkommt, ohne einander umbringen zu wollen. Man kann es damit vergleichen, als hätte man einen schlechten Mitbewohner gehabt, mit dem man nach dem Rausschmiss gut befreundet ist. Mit dem jetzigen Line-Up sind wir also sehr zufrieden.
Eure Band hat bereits viele Gesichter mit verschiedenen musikalischen Hintergründen dabei gehabt und ihr könnt auf 7 Alben zurückblicken. Wie würdet ihr selbst die Entwicklung eurer Musik beschreiben zwischen „When silence is broken, the night is torn“ und „Eyes Set To Kill“? Hat sich mit jeder Veränderung des Line-Ups auch etwas an eurem Stil geändert, oder wollt ihr eurem Ursprung musikalisch treu bleiben?
Wir wollten einfach nur zufrieden sein, mit dem was wir spielen. Als wir anfingen, gingen wir noch zur Schule, da waren viele Genres zu einem vermischt und die Vorstellung was wir spielen wollen, hat sich über die Jahre verändert, weil wir älter geworden sind. Der Stil hat sich nicht geändert, weil wir immer andere Mitglieder haben, und Alexia schon immer die Texte geschrieben hat, sondern weil wir uns entwickelt haben und neue Stile ausprobiert haben.
Viele Metal- und Rockbands orientieren sich heutzutage viel am Pop-Genre und lassen es in ihrer Musik mit einfließen. Wie steht ihr zu diesem Wandel der Metal-Rockszene?
Davon bin ich ein großer Fan. Wir mögen das Pop-Genre sehr gerne: Backstreet Boys, *NSYNC, Kesha. Wir selber haben es noch nicht in unsere Musik einfließen lassen, aber wir haben z.B. ein Pop-Cover von Charlie Puth „Attention“ gemacht, wir mochten den Song gerne, er ist jetzt etwas rockiger aber immer noch ein Pop-Song.
Ihr wart schon mit Bands wie z.B. Papa Roach on Tour. Mit wem würdet ihr gerne mal auf Tour gehen und warum?
Eine unser Lieblingsbands ist Thrice, ich mochte sie schon bevor ich Alexia kannte, das ist ein großer Traum. Oder DeftTones, die ich über viele Jahre gehört habe und AFI, von denen wir große Fans sind, und die AJ überall auf seinen Körper tätowiert hat. Wie man sieht haben wir einige Oldschoolfavoriten, bei denen es ein Traum wäre mit denen auf Tour zu gehen, aber das sind die Schwierigen. Aber man weiß ja nie, wir bleiben dran, vielleicht klappt es ja eines Tages.
Welchen Song aus „Eyes Set To Kill“ war eure größte Herausforderung? Und welcher Song davon macht am meisten Bock auf der Bühne zu spielen?
A: Für mich sind es Songs aus unserem Album Masks, viele Analoge Töne, es war auch sehr herausfordernd für meine Stimme, weil wir kein Tuning hatten. Daher musste ich alles immer wieder neu machen, weil ich es nicht so gut konnte, wie ich es gern hätte. Und wir mussten sogar eine Show canceln, weil wir kurz vorher im Studio aufnehmen waren und ich meine Stimme komplett verloren hatte. Einzelne Songs fallen mir nicht ein, ich denke nie in einzelnen Songs, für mich ist es immer direkt das ganze Album.
C: Live sind es auch Songs aus dem Masks-Album, weil auch viel Metaleinflüße vorhanden sind und gerade zu Anfangs war es eine Herausforderung mit der Schnelligkeit. Ich habe immer gesagt: Man, ich bin so müde. Aber es war eine reine Übungssache und mittlerweile ist es einfach. Aber das war meine Herausforderung.
AJ: Außerdem ist es schwer als Mann mit Alexia gesanglich zu harmonieren, und gleichzeitig Gitarre zu spielen und zu Screamen. Das alles zusammen ist irgendwie auch eine Herausforderung für sich. Aber es macht Spaß alle Songs vor Livepublikum zu performen.
Wenn wir schon bei der Tour sind. Wie empfindet ihr das deutsche Publikum im Vergleich zu dem Amerikanischen?
Wir lieben das deutsche Publikum, es hat sehr viel Energie, ich würde sagen mehr Energie, als das Amerikanische. Es hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht. Alle Shows auf dieser Tour haben echt Spaß gemacht. Wir schätzen Deutschland, Europa und alle anderen Länder, in denen wir auftreten durften sehr.
Vielen Dank für das tolle Interview. Wir wünschen Euch für die Zukunft alles Gute.

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