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Deaf Havana – 25.10.22 in Hamburg

Nach drei langen Jahren fanden sich Deaf Havana nach dem Release des Albums “The Present Is A Foreign Land” wieder in Europa an und starteten ihre Tour in Hamburgs “Logo” – und wir waren bei dabei.

Support Act an dem Abend war das Hamburger Trio “Kill Strings”,

welche sowohl mit catchy Songs als auch mit einer coolen/gelassenen Art positiv auffielen.

Das Logo ist eine relativ kleine Location, wo sich generell eher ruhigere Mengen anfinden und die Crowd kann schwer zu lesen sein, jedoch machte die Vorband trotzdem einen echt soliden Job, den sie hoffentlich in den kommenden Jahren auferhalten

Tracklist:

Deaf Havana haben den Rest der Nacht total begeistert

Deaf Havana

Wie ein Headliner auch sollte, haben die Jungs gut eingeheizt. Die Menge ist, wie schon gesagt, zwar eher ruhig gewesen, aber es gab kaum Leute, die nicht am mit wippen, mitsingen, oder sich anderweitig beteiligt hatten.

Neben einer Setlist, die extrem gut ausgewogen war und deren Songs sowohl in Tempo als auch Härte zwischenzeitlich immer mal variierten, sah man auch den Enthusiasmus und die Begeisterung der beiden Brüder, die Flix auf einen übersprungen. Auch die Tourmusiker, welche als Drummer und Bassist einfüllten, haben richtig abgerissen. Props an der Stelle für die allgemeine Stage Presence.

Ein anderes kleines Highlight waren die Ansprachen. Während James Veck-Gilodi, Sänger und Lead Gitarrist der Band leicht angetrunken relativ witzige Dinge sagte, für die er sich prompt entschuldigte, weil er laut ihm selbst nicht gut mit Ansprachen sei, diente Rhythmus-Gitarrist Matthew Veck-Gilodi als eine Art Entregler für seinen Bruder – was zu einigen witzigen Konversationen/Erklärungen führte.

Wie es bei langen Setlists wie Deaf Havanas (19 ganzen Songs !) ist, kommt es manchmal leider auch zu technischen Störungen. Zwischenzeitlich musste hier und da mal ein Kabel ausgetauscht werden, aber auch dies wurde schnell zwischen Songs, oder manchmal sogar inmitten der Songs erledigt, so dass es kaum auffiel. Props auch an der Stelle.

Das einzig negativ auffallende an Deaf Havanas Set/Konzert an dem Abend war, dass die Musik während der letzten Songs zu laut wurde und das ringen in den Ohren vorprogrammiert, aber von technischen Sachen abgesehen, haben die Jungs alles komplett richtig gemacht.

Die Menge war involviert, sowohl Band selbst, als auch die Tourmusiker hoch motiviert, die Qualität des Spiels und Gesangs war Top Tier und die Abwechslung in allem war sowohl wichtig als auch richtig. Die Setlist war ebenfalls Top Tier. Deaf Havana sind Top Tier. Abgesehen von all den Live Tops kann man übrigens auch musikalisch sagen, dass das neue Album “The Present is a Foreign Land” keine Skips hat und alle Lieder irgendwie begeistern. (Wie der Rest der Diskographie.) Wir hoffen und warten auf jeden Fall jetzt schon auf das nächste Mal, dass wir die Jungs in Hamburg begrüßen dürfen. Dann hoffentlich in größerer Location, wie sie es verdient haben! 🙂