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Band of Horses in Berlin
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20 Jahre „Everything All The Time“: Band of Horses feiern ihr Debüt im Astra Berlin

20 Jahre „Everything All The Time“: Band of Horses feiern ihr Debüt im Astra Berlin

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Am 18. Oktober 2026 machten Band of Horses im Astra Kulturhaus in Berlin Halt, um das 20-jährige Jubiläum ihres Debütalbums „Everything All The Time„ zu feiern. Statt einer Vorband gab es einen Konzertabend in zwei Teilen, bei dem die US-Indie-Rocker rund um Frontmann Ben Bridwell zunächst ihr erstes Album in den Mittelpunkt stellten und anschließend durch weitere Highlights ihrer Bandgeschichte führten. Das Astra war fast ausverkauft und das Publikum bunt gemischt.

Band of Horses in Berlin: Ein Abend ganz ohne Vorband

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Dass es an diesem Abend keinen Opener gab, passte auf jeden Fall zum Anlass. Schließlich stand ein Album im Mittelpunkt, das für viele Fans bis heute einen besonderen Platz einnimmt. Statt wie üblich den Abend mit einer anderen Band einzuleiten, gehörte die Bühne komplett Band of Horses. Nach dem ersten Set gab es eine Pause von etwa 20 Minuten, bevor die Band für den zweiten Teil zurückkehrte.

Das Konzept gab dem Konzert einen schönen Rahmen und ließ genug Raum, um in Erinnerungen zu schwelgen und auch einen Blick auf die weitere musikalische Reise der Band zu werfen. Gleichzeitig fehlte dadurch aber auch ein bisschen die Energie, die sich bei einem Konzert oft schon durch eine Vorband aufbaut. Im Publikum blieb es stellenweise erstaunlich ruhig. Das fand ich persönlich schade, denn auf der Bühne war durchaus zu spüren, dass die Band Spaß an diesem besonderen Abend hatte.

„Everything All The Time“: Zurück zu den Anfängen

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Im ersten Set drehte sich alles um „Everything All The Time„, das 2006 erschien und Band of Horses einen festen Platz in der Indie-Rock-Welt verschaffte. Mit Songs wie „Our Swords“ und „The Great Salt Lake“ ging es zurück zu den Anfängen der Band. Auch ihr besonderer Hit „The Funeral“ durfte natürlich nicht fehlen. Gerade dieser Song gehört zu den Stücken, die weit über die eigentliche Fanbase hinaus bekannt sind. Ihn in diesem Jubiläums-Set zu hören, war deshalb ein besonderer Moment für mich.

Das erste Set fühlte sich insgesamt wie eine kleine Zeitreise an. Für langjährige Fans war es die Gelegenheit, ein wichtiges Kapitel der Bandgeschichte noch einmal live zu erleben. Und auch wer erst später zu Band of Horses gefunden hat, konnte gut nachvollziehen, warum dieses Album bis heute so viel bedeutet.

Die Setlist: Von „Is There a Ghost“ bis „No One’s Gonna Love You“

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Nach der Pause ging es im zweiten Teil musikalisch weiter durch die Bandgeschichte. Mit „Is There a Ghost“ startete die Gruppe in ein Set, das noch einmal deutlich mehr Raum für Songs aus späteren Veröffentlichungen bot. „No One’s Gonna Love You“ oder „In a Drawer“ sorgten für weitere bekannte Momente und zeigten, wie sich der Sound der Band über die Jahre entwickelt hat, ohne seinen charakteristischen Kern zu verlieren.

Besonders schön war dabei der Wechsel zwischen den lauteren, rockigeren Passagen und den ruhigeren, emotionalen Songs. Band of Horses haben ein gutes Gespür dafür, große Gefühle in ihre Musik zu legen, ohne dass es übertrieben wirkt. Das dürfte einer der Gründe sein, warum immer wieder neue Menschen zu ihren Songs finden.

Ein weiterer interessanter Moment war der Ausblick auf neue Musik mit „Little Suspect“. So blieb der Abend nicht nur ein Rückblick auf die vergangenen 20 Jahre, sondern öffnete auch die Tür für das, was noch kommt.

Mein persönlicher Zugang zu Band of Horses: Danke, „Gossip Girl“!

Mein erster Berührungspunkt mit Band of Horses war tatsächlich die Serie Gossip Girl. Die Band tauchte dort gleich mehrfach im Soundtrack auf und hat sich dadurch bei mir früh eingeprägt. Gerade in Serien können Songs manchmal eine ganz eigene Bedeutung bekommen. Man verbindet sie mit bestimmten Szenen, Figuren oder einfach mit dem Gefühl, das man damals beim Schauen hatte.

Deshalb war es für mich schön, die Musik nun live im Astra zu erleben. Einige Songs fühlen sich inzwischen wie kleine Zeitkapseln an, die einen direkt in eine andere Phase des eigenen Lebens zurückversetzen. Umso spannender war es, die Band nicht nur über den Soundtrack einer Serie, sondern auf der Bühne zu erleben.

Auch das Publikum machte den Abend interessant. Von jüngeren Fans bis zu Menschen, die Band of Horses vermutlich schon seit den frühen Tagen begleiten, war alles dabei. Diese Mischung passte gut zum Jubiläum eines Albums, das inzwischen zwei Jahrzehnte existiert und trotzdem noch neue Hörer*innen erreicht.

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Ein starkes Jubiläum mit etwas Luft nach oben

Musikalisch war der Abend eine schöne Gelegenheit, „Everything All The Time„ noch einmal in den Mittelpunkt zu stellen und gleichzeitig die Entwicklung von Band of Horses nachzuzeichnen. Die Songauswahl hat eine gute Mischung aus frühen Klassikern, späteren Fan-Favoriten und neuem Material geboten. Dazu kam eine Band, die auf der Bühne sichtlich Freude an ihrer Musik hatte.

Was mir persönlich etwas gefehlt hat, war die Energie im Raum. Bei Songs, die so viel Atmosphäre und Kraft mitbringen, hätte ich mir stellenweise mehr Reaktion aus dem Publikum gewünscht. Natürlich muss nicht jedes Konzert in lauter, ausgelassener Stimmung enden. Trotzdem blieb an diesem Abend gelegentlich das Gefühl, dass zwischen Bühne und Publikum noch ein bisschen mehr hätte passieren können.

Das ändert aber nichts daran, dass das Jubiläumskonzert im Astra ein besonderer Abend für Fans von Band of Horses war.

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