The Bots – 2 Seater (VÖ: 08.09.21)

The Bots – 2 Seater (VÖ: 08.09.21)
9
MEGAHERTZ

 

Band: The Bots
Album: 2 Seater
Veröffentlichung: 08. September
Genre: Rock
Label: Big Indie Records
Radio:Active Bewertung: 9/10 Megahertz

 

Tracklist 2 Seater:

5ft. Friendly
2U
Girl Problems
DYKMN (Sound the Same)
Scatter Brains
Easy Said
Looking Back
See It
Thinkin’ Room
Tattle Tell

 

Die aus LA stammende Rockband The Bots sind bereit ihr erstes Album seit sieben Jahren zu veröffentlichen. Am 08. September ist es soweit und „2 Seater“ erscheint via Big Indie Records, produziert vom Grammy-Award Gewinner Adrian Quesada von Black Pumas.

2 Seater“ ist aus der Gedankenwelt von Musiker Mikaiah Lei entstanden und ist ein Bauwerk aus verschiedenen Stilen um die Probleme von jungen Erwachsenen einzufangen.

Jeder einzelne der 10 Songs, aus denen „2 Seater“ besteht, wurde im Alter von 19 bis 22 geschrieben, als Lei gerade dabei war selbst in sich zu wachsen. Zusammen mit seinem Bruder Anaiah Lei gründete er die Band bereits 2006.

Jetzt, mit 28 Jahren, hat Lei die Songs nochmal neu geschrieben und aufgenommen, um die Themen nun mehr mit Wörtern zu füllen, die er damals noch nicht hatte: die Hoch- und Tiefpunkte von junger Liebe, das Bedürfnis Freundschaften zu füttern und zu pflegen und die sentimentale Arbeit sich jeden Tag um sich selbst zu kümmern.

Für einen Großteil der letzten 12 Jahre hat Mikaiah Lei in der Jugendzeit des Rampenlichts gelebt.The Bots haben 2 Studioalben veröffentlicht, durch die Welt getourt, sind in Magazinen gelandet und haben überall live Performance, von Coachella bis Glastonbury. Lei war gerade mal 21 Jahre alt, als The Bots in 2014 ihr Album „Pink Palms“ veröffentlichten. Jetzt, sieben Jahre später, hat Lei einen ganz anderen Blick auf das Leben und auf sich selber, und das beweist er mit dem neuen Album „2 Seater“.

2 Seater“ ist eine mega Entwicklung, im Vergleich zu den Anfängen von The Bots. Damals hat Lei die meiste Zeit damit verbracht mit seinem jüngeren Bruder Garagen Rockmusik zu spielen.

Nun im neuen Album haben sie eine Drehung Richtung Pop gewagt und ihre eigene Mischung aus Indie und Rock einfließen lassen.

Mit Einflüssen von Talking Heads, Cocteau Twins, Black Flag und Minor Threat schaffen es die Songs die natürlichen, catchy Melodien von Lei einzufangen, ohne die rauen und rohen Gitarrentöne zu opfern, die The Bots zu einer Band gemacht hat, mit der man rechnen kann.

 

“People would never refer to our band in the way I viewed it”. We were always labeled as a ‘US punk band’. I love punk music and I get why those references stuck for so long, especially because we started out trying to play as fast and as loud as we could, but we were a younger group who wanted to prove everyone wrong who thought kids couldn’t play rock. I love all genres of music and wanna continue to make pop music at its core, but I’m definitely interested in exploring many genres and styles of music”. – Lei

 

Lei zieht seine Inspiration für das neue Album aus allem was ihn umgibt, Ob es nun ein traurige Mädchen Film wie „Eight Grade“ ist, oder die unglaublichen Leistungen, die der Felskletterer Alex Honnold erreichte, oder unzählige Youtube Videos, von ungewöhnlichen Tierfreundschaften.

Gefiltert durch seine persönlichen Erfahrungen, bekommen die Songs weitere Themen von Reliabilität, Beharrlichkeit und Kuriosität trotz der eher ungewöhnlichen und eher spezifischen Original Story.

2 Seater“ mag vielleicht nicht im Sinne einer Stoyform mit Reihenfolge der Songs geschrieben sein, aber es ist bewegend und nachvollziehbar auf eine ehrliche Art und Weise. 

 

“I have a deep appreciation for artists who are storytellers because I don’t write lyrics like that. I’m trying to better myself constantly and I’m always looking to other things for inspiration”. -Lei

 

Für ihn heißt das, dem Schreibprozess aus jedem Bereich des Lebens beeinflussen zu lassen und das typische Singulare Songwriting lässt einen an ähnliche Stile von Peter Bjorn & John oder Bombay Bicycle Club denken. 

Der Unterschied zwischen ihnen und The Bots ist aber natürlich, das nur einer davon Lei‘s coming-of-Age Erfahrung teilt.

 

2 Seater:

Inspiriert durch den Spruch „Das glaub ich erst, wenn ich es sehe“ ist die Leadsingle des Albums „See It“, welche durch die unruhigen Gitarren einem das Gefühl gibt, dass der Song bei einer Autoverfolgungsjagd mit unzähligen Cops gut als Soundtrack gespielt werden könnte.

Der Song kommt mit einer einfachen Message daher, aber es spielt auch mit der Idee vom Verlangen nach dem Unbekannten, etwas zu wollen, aber erst leben müssen, um es zu finden. Auch das bereits veröffentlichte Musikvideo passt sehr gut zu dem Song. Auch die Skateszene fängt die Vibes des Songs meiner Meinung nach sehr gut ein.

 

 

 

Nicht umstritten einer der am spannenden Songs des Albums, in dem Lei seine Vocals harmonisch zum Einsatz bringt, ist „Girl Problems“. Ohne seine Stimme anzustrengen, ist es ihm gelungen in dem nach 2000‘s Indie Rock klingenden Songs mit traumhaften Gitarren Riffs und wortlosen „coos“ seine Stimme dem Song perfekt anzupassen.

Ein Song der mit seiner Melodie super in einen der Highschool Teenagefilme passt, die man sich früher immer angeschaut hat. Indem die Protagonistin ihre eigenen Schulprobleme hat. Ich kann mir den Song aber auch gut auf einem Roadtrip vorstellen. Ein weiterer Beweis für die Vielseitigkeit der Band.

 

 

 

Später bei „DYKMN“ nutzt er seine Stimme als Backup Melodie um Wärme auszustrahlen. Der Sound ist wieder komplett anders als die zuvor gehörten Songs, viel ruhiger, mit einer ganz anderen Ausstrahlung. Hier kommt es schon eher melancholisch rüber “Do you know my name?” zeugt von der Verzweiflung, wenn die Gefühle von einem selben nicht mit der der anderen Person übereinstimmen.

 

Selbst bei einer so zurück gestrippten Nummer wie „Looking Back“, entschied er sich für einen niedrigeren Register um dem Album ein Mood-Boosting Gefühl zu geben. “I keep wondering why I always keep looking back to what I keep inside?”. Der Song verbreitet gleichzeitig ein eher lockeres Gefühl, gerade durch den Refrain, der instrumental an einen Sommersong erinnert, zugleich ist der Text eher ernst. Der Mix der beiden Gefühle passt in diesem Song erstaunlicher Weise sehr gut zusammen.

 

Bei “Scatter Brains” ist direkt das Intro, elektrisch und das Schlagzeug steigt mit ein um den Sound direkt von vorneherein zu bestimmen. Der elektrische Sound wird im Song dann noch durch das Hallen der Stimme unterstützt, was einen wieder an einen Filmsoundtrack erinnert. Die Kreativität der beiden Brüder scheint kein Ende zu nehmen, denn jeder Song ist individuell gestaltet.

 

Mit “Easy Said” setzen The Bots ihre emotionale Suche nach den Dingen, die man sich wünscht, und wie es einfach sein könnte auszusprechen was man will, fort.“why won’t you be happy”. Doch wann traut man sich dazu mal auszusprechen was einem fehlt, wenn es anderen doch schlimmer geht? Und man eigentlich sich nicht beklagen sollte. “Crave, Watch, Take” könnte so einfach sein.

 

Beendet wird das Album mit “Tattle Tell”, wo im Intro viele Stimmen wie von einem Spielplatz im Hintergrund zu hören sind, das war zuvor zwar bereits auch schon als Intro, doch diesmal verschmilzt es mit dem Song und wird als Instrument genutzt. “Tell them now, cause you won’t count” Mitten im Song werden dann die E-Gitarren angeschlossen um den Refrain zu unterstützen. 

 

Fazit:

The Bots beweisen mit ihrem neuen Album “2 Seater” was sie instrumental und stimmlich drauf haben. Mir hat besonders die Mischung aus Rock und Indie in den Songs selber gefallen und die Mischung aus eher fröhlichen Melodien mit ernsten Themen, die gut rübergebracht wurden. Auch wenn stimmlich manchmal einiges ähnlich war, wurden unterschiedliche Atmosphären aufgebaut. Irgendwie, nicht nur beeinflusst von dem Musikvideo zu “See It“, haben mir viele der Songs Skater Vibes gegeben.
Beeindruckend ist auch zu sehen, wie zeitlos Songs sein können, denn geschrieben wurden die Songs bereits vor über 6 Jahren.
Einige der Songs werden sich sicher schnell in meinen Playlists wieder finden.

Wir wünschen viel Erfolg mit dem Album!

 

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