Hamburg. Es hat gestürmt, geregnet und war kalt, so typisch Hamburger Wetter eben. Doch das unangenehme Wetter draußen konnte weder mich noch 6500 Andere davon abhalten, mit der Aussicht auf eine heiße Show, an diesem Dienstagabend in die Alsterdorfer Sporthalle Hamburg zu pilgern. Als ich an der Halle ankam wusste ich noch nicht was genau mich erwarten würde, ich hatte zwar bereits von Amaranthe, Apocalyptica und Sabaton gehört und auch schon den ein oder anderen Song in meine Playlist gepackt, doch Live waren alle drei Bands vollkommenes Neuland für mich. Umso gespannter war ich, was mir die drei skandinavischen Bands bieten würden.

AMARANTHE

Gegen 19:00 Uhr gaben Amaranthe, eine Melodic Death Metal Band aus Schweden den Auftakt der Show.

Eingehüllt in Nebel betraten die sechs Musiker Elize Ryd ( Gesang) Henrik Englund Wilhelmsson (Gesang), Olof Mörck ( E-Gitarre, Keyboard) Johan Andreassen (E- Bass), Morten Løwe Sørensen ( Schlagzeug) und Nils Molin (Gesang) die Bühne.

Mein erster Eindruck galt anfangs nicht der Musik. Elize Ryd betrat die Bühne durch den Nebel hindurch in einem engen Leder Outfit und einem fein besticken Cape. Sie hatte eine unglaublich starke Ausstrahlung, welche sich sobald sie anfing zu singen auch in ihrer Stimme wieder finden ließ. Eine absolute Powerfrau. Amaranthe heizten der Menge schon zu Beginn gut ein. Die Stimmen der drei Vokalisten harmonierten Live ganz wunderbar miteinander. Die Band hatte alles was man für einen gelungenen Start in den Abend brauchte. Harte Gitarren Riffs, elektronische Elemente die zum Tanzen einluden, eine powervolle Ballade, viel gute Energie und eine wahnsinns Ausstrahlung. Eine Band die ich mir definitiv noch einmal anschauen werde.

SETLIST HAMBURG

Maximize

Digital World

Hunger

Amaranthine

CG6

Helix

That Song

Call Out My Name

The Nexus

Drop Dead

APOCALYPTICA

Nach einer kurzen Umbaupause folgten die Cellisten aus Finnland, APOCALYPTICA. Sie starteten ihren Auftritt mit einem stimmigen zum Namen passenden Videointro, dass eine post apokalyptische Szenerie zeigte, die von einer  tragenden emotionalen Melodie und einer großartigen Lichtshow unterstützt wurde. Als großer Fan von klassischen Instrumenten auf der Bühne und Metal, freute es mich diese beiden Elemente kombiniert zu sehen und zu hören. Ein ganz besonderes Highlight für uns deutsche Fans, war ihr Cover des Rammstein Songs Seemann, das die Band 2003 zusammen mit Nina Hagen publizierte. An diesem Abend wurden sie gesanglich aber von Amaranthes Frontfrau Elize Ryd unterstützt, die dem Song durch  ihre höhere und weichere Stimme eine ganz andere, dramatische Stimmung verlieh, die der Original Version und auch dem Cover mit Nina Hagen , meiner Meinung nach aber in nichts nachsteht. Für insgesamt 2 Songs unterstütze die Schwedin die Finnen gesanglich. Doch wir bekamen natürlich auch Klassiker wie Freude schöner Götterfunken oder andere kleine Schnipsel diverser klassischer Werke zu hören. Zum Abschluss präsentierten Apocalyptica uns den Kult Song ‘Nothing else Matters’ von Metallica, einen der Songs den sie als erstes in eine Cello Version umschrieben und der mitverantwortlich für ihren Erfolg war. Sogar das Publikum ließ sich bei diesem Song animieren mitzusingen. Ich persönlich mochte APOCALYPTICA sehr, doch die von Amaranthe im Vorfeld aufgeheizt Stimmung flaute bedauerlicherweise wieder etwas ab.

SETLIST HAMBURG

Ashs of the Modern World

Path

En Route to Mayhem

Seemann (Rammstein Cover)

I Don’t Care (elize Ryd)

Grace

Seek & Destroy (Metallica Cover)

Hall of the Mountain King (incl. ‘Thunderstruck’ and ‘La Mareillaise’ snippets

Nothing Else Matters ( Metallica Cover)

SABATON 

Um 21:15 Uhr war es dann Zeit für den Hauptakt und Höhepunkt des Abends. Ganz unter dem  Motto ‘The Great War’ der auch als erster Weltkrieg bekannt ist. Dieses Thema spiegelte sich auch in ihrem beeindruckenden Bühnenbild wieder.

Durch Sandsäcke und Stacheldraht, der vor der Bühne gespannt war, wurde ein Schützengraben simuliert. Es stand sogar ein Panzer auf der Bühne auf dem Hannes van Dahl mit seinem Schlagzeug saß. Auch Sabaton leiteten die Show mit einem Intro-Video ein, doch dabei sollte es nicht bleiben, Pyro Elemente und Explosionen unterstützten die Thematik, die die fünfköpfige Power – Metal Band aus Schweden in ihrem neunten Studioalbum ‘The Great War’ verarbeitete.

Das Publikum war schon bei den ersten Klängen Feuer und Flamme.Es herrschte eine unglaubliche Energie in der Halle, nicht nur musikalisch lieferten Sabaton auf den Punkt ab, sondern auch für die Augen gab es viel zu sehen. So trat die Band beim Song ‘Attack of Dead Men‘ mit Gasmasken auf oder spielte ‘The Red Baron‘ passend zum Titel an einer Orgel die aussah wie ein kleines rotes Kampfflugzeug.  Die Pyroshow, die ein wichtiges Element des ganzen Showkonzepts war, darf man dabei natürlich auch nicht außer Acht lassen .

Ganz besonder gefallen hat mir die in rotes Licht getauchte Pyro bei dem Song ‘Night Witches‘ gefallen. Ungefähr nach der Hälfte der Show, holten sich Sabaton die Cellisten von Apocalyptica zurück auf die Bühne, die der Menge bis zur Zugabe, zusammen mit dem Headliner  ordentlich einheizten.

Sänger Joakim Brodén erinnerte sich auch bei dem diesjährigen Besuch in Hamburg daran, das die Band ihre erste eigene Headlinershow außerhalb Schwedens in Hamburg gespielt hatte, und die Hansestadt auch die meist bespielte Stadt Deutschlands ist, zumindest seinen Berechnungen zufolge.

Nach dem das Altbekannte “Lied” ‘Noch ein Bier‘ vom Publikum angestimmt wurde, verabschiedete sich der Sänger mit den Worten “kein Bier mehr, Schlafenszeit” in die Pause vor der Zugabe. Mit drei weiteren Songs, Feuer, Explosionen, Konfetti und einem überaus zufriedenen Publikum verließ die Band nach gut zwei Stunden Programm die Bühne.

Noch bis zum 16. Februar touren Sabaton, Apocalyptica und Amaranthe gemeinsam durch Europa und beenden in Oslo ‘ The Great Tour’

“About “The Great War”

Our 9th studio album tells the story of The Great War, also known as the First World War. Four years of conflict that shook the world and took 4 empires with it to the grave, the consequences of which still echo to this day. The contrast between the brutality of a merciless war, and the heroic sacrifices made by its soldiers is reflected in the songs on this album. The idea for writing this album was born a long time ago, and the different stories we sing about were collected over several years of research, countless tours and with the help of our fantastic fans from around the world. “The Great War” takes us back one hundred years, to what was going to be the War to End all Wars.

Today we know better.”

SETLIST HAMBURG

Ghost Division

Great War

Attack Of The Dead Men

Seven Pillars Of Wisdom

Lost Battalion

The Red Baron

The Last Stand

82nd All The Way

Night Witches

Angels Calling

Fields of Verdun

Price Of A Mile

Lion From The North

Carolus Rex

Primo Victoria

Bismarck

Swedish Pagans

To Hell And Back

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.