Peter Doherty im Täubchenthal Leipzig – Zwischen Regen, Überraschungen und purer Magie

Der gestrige Abend im Leipziger Täubchenthal war wieder eines dieser Konzerte, die noch lange in Erinnerung bleiben. Obwohl der Himmel sich grau färbte und es etwas regnete, störte sich keiner der Besucher daran nass zu werden, sondern freute sich auf das Konzert.
Ein kleines Highlight kurz vor Konzertbeginn war Peter Doherty. Er lief mit seiner kleinen Tochter auf dem Arm durch die Location, ganz ohne Berührungsängste, ohne Star-Allüren. Er begrüßte Fans und zeigte seiner Tochter neugierig das Täubchenthal. Die ersten zarten Töne gehörten Thomas Urwin, der mit seiner verletzlichen Stimme und minimalistischer Begleitung direkt ins Herz traf.

Thomas Urwing 03.05.25 Täubchenthal Leipzig (c) Lisa Hemp @thoughtfulnessinconcert
Im Anschluss folgte Paul Dechering, ein junger Musiker aus Leipzig, der überraschend als dritter Support auftrat. Seine Geschichte? Er sprach Peter Doherty einfach direkt an, fragte, ob er ein Song mit ihm spielen dürfe und Peter lud ihn als Support auf die Bühne ein. Paul spielte, als hätte er nie etwas anderes getan, und wurde vom Publikum mit ehrlichem Applaus empfangen.

Danach betrat Jack Jones die Bühne und brachte mit poetischer Energie und britischem Humor einen Hauch Punk und Leidenschaft ins Täubchenthal. Die Stimmung wuchs, das Publikum rückte näher zusammen, man war sich einig: Dieser Abend hatte etwas Besonderes.

Dann: Das Konzert.
Als Peter endlich auf die Bühne trat, war es, als würde eine andere Zeitrechnung beginnen. Seine Präsenz war still und gleichzeitig gewaltig, seine Stimme brüchig und voller Geschichte. Die Setlist war ein Querschnitt durch seine musikalischen Welten, mal zart, mal wütend, immer aufrichtig:
-
Killamangiro
-
Kolly Kibber
-
Don’t Love Anyone
-
Ed Belly
-
I Am the Rain
-
Ocean
-
Hell To Pay
-
Felt Better Alive
-
Fingee
-
Ride Into the Sun
-
Who’s Been Having You Over
-
Calvados
-
Baron Claw
-
Salome
-
Pot of Gold
-
Albion
-
For Lovers
-
Last of the English Roses
-
Time for Heroes
-
Fuck Forever
-
Panic
Besonders bei „Albion“ lag eine ehrfürchtige Stille im Raum. Und als das Publikum schließlich zu „Time for Heroes“ und „Fuck Forever“ mitsang, war klar: Das war kein normales Konzert.
Der Regen war längst vergessen, die Nässe getrocknet, aber was blieb, war dieses Gefühl: Etwas Einzigartiges miterlebt zu haben. Ein Abend voller Überraschungen, Begegnungen und Musik, die tiefer ging als Worte.
Bildergalerien des Abends (Slideshow)
Danke, Peter. Für deine Musik. Für deine Menschlichkeit. Für diesen unvergesslichen Abend in Leipzig.
Peter Doherty Felt Better Alive in Europe 03.05.2025 in Leipzig



