Hamburg. Starset landeten am 17.02.2020 in der Hamburger Markthalle und legten einen galaktischen Auftritt hin. Ich persönlich wusste nicht, was mich auf der Show erwarten würde. Ich bin ein großer Fan von ihrer Musik und dem Konzept hinter der Band, aber hatte leider noch nie die Chance gehabt sie Live zu sehen und habe mich dementsprechend überraschen lassen.

Ohne Support geht es pünktlich um 20 Uhr, wie es sich für eine konzeptionelle Band gehört, auf die Bühne. Die Stage ist eingehüllt in Nebel und die Tourbesetzung an der Violine (Siobhán Cronin) und Cello (Zuzana Engererova) traten typisch dystopisch gekleidet ins Rampenlicht. Es folgen Drummer Adam Gilbert, Bassist Ron DeChant, Gitarrist Brock Richards und letztendlich Frontman Dustin Bates und lassen die futuristische Reise mit dem Song A Brief History of The Future beginnen. Visuell bekommt man durchgehend mit futuristischen, endzeitlastigen Stilelementen sehr viel zu sehen.  Fast schon so viel, dass man gar nicht weiß, wo man als Erstes hinschauen soll. Die Kleidung, die Videos auf der Leinwand, oder die Special- und Soundeffekte, die einem in die dystopisch, digitale Welt eintauchen lässt. Einfach total mein Geschmack!

22 Songs standen auf ihre von A-Z durchgeplante Show. Dabei hatten sie  eine bunte Mischung an Songs aus allen Platten, wobei der Fokus natürlich auf das neue Album DIVISION lag. Die Lieder Manifest, Monster und Echo rundeten den Beginn des Abends perfekt ab. Das buntgemischte und gut gelaunte Hamburger-Publikum war sehr textsicher und konnte problemlos die Lyrics ergänzen, als das Mikro in ihre Richtung gehalten wurde oder allgemein mitzusingen. Zwischenzeitlich gab es an den Instrumenten ein Positionswechsel. Zum Beispiel überließen die beiden Damen am Cello und Violine dem Gitarristen und Bassisten ihre Positionen rechts und links vom Frontmann und positionieren sich neben das Schlagzeug, oder tobten sich an anderen Instrumenten aus, z.B. am Keyboard. Doch an diesem Abend wurden nicht nur die eigenen Songs (Where The Skies End, It Has Begun, Intermission) groß gefeiert – Starset präsentierten auch zwei Coversongs in ihren eigenen Stil: Khasmir von Led Zeppelin und Thunderstruck von AC/DC. Nach dem Song Intermission verschwand die Band von der Bühne und eine Videomessage in Form eines Reboots + Countdown sollte die Halbzeit bzw. Wartezeit auf die Rückkehr der Band verkürzen.

Denn nun wird es galaktisch. Die dystopische Kleidung wurde ausgetauscht gegen Weltraumanzüge. Mit einer Menge Rauch steigt also unsere Starset-Rakete Richtung Höhepunkt des Abends. Carnivore, Bringing It Down, Telescope, OTHER WORLDS THAN THESE, Frequency und My Demons bilden das erfolgreiche Schlusslicht den Abendprogrammes. Zwischenzeitlich verschwindet Dustin im Publikum und singt mit ihnen zusammen ihren erfolgreichen Hit “My Demons“, welches auch zu einem meiner persönlichen Highlights des Abends wurde. Obwohl Starset sich verabschiedeten und von der Bühne verschwanden, schaffte es Hamburg mit vielen Zugabe-Rufen, sie wieder auf die Bühne zu locken. Die Starset-Society wurden mit dem allerletzten Song des Abends “Unbecoming” belohnt. Aber damit nahm die Reise dann wirklich sein Ende. Schade. Ich hätte ihnen noch viel länger zusehen können, denn es stimmte einfach alles.

Wer nach der Show noch nicht genug von der Band hatte, konnte mit dem Kauf eines Teleskops an einer kleinen Aftershow-VIP Sitzung teilnehmen. Oder die Poster mitnehmen, die in der ganzen Markthalle an den Wänden aufgehangen wurden und mitgenommen werden durften/sollten. Das sind Details, die ich an Starset einfach sehr mag. Sie gehen komplett in ihrem Konzept auf und schaffen es mit ihrer Show in Erinnerung zu bleiben.

SETLIST

Intro (DIVING BELL OUTRO)
A BRIEF HISTORY OF THE FUTURE
MANIFEST
Monster
ECHO
WHERE THE SKIES END
Ricochet
It Has Begun
TELEKINETIC
Kashmir (Led Zeppelin cover) (Partial)
PERFECT MASCHINE
TRIALS
Thunderstruck(AC/DC cover) (Partial)
Intermission(Rebooting Demonstration)
Carnivore
Bringing It Down
Telescope
OTHER WORLDS THAN THESE
Frequency
My Demons

Encore:

Unbecoming

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