Anna von Hausswolff überzeugt im ausverkauften Huxley’s Berlin
Am Donnerstag war die schwedische Künstlerin Anna von Hausswolff im Rahmen ihrer Iconoclasts-Tour zu Gast im Huxley’s Berlin, welches restlos ausverkauft war. Kein Wunder, denn die Sängerin sprengt mit ihrem Sound die Grenzen der Genres und bringt somit Fans verschiedenster Art zusammen.

Hinako Omori und ihre Engelsstimme
Los ging der Abend mit Hinako Omori, eine japanische Künstlerin, die nun in London lebt. Ihre zarte Stimme wurde begleitet von atmosphärischen Synth-Klängen, die gemeinsam für eine äußerst immersive Live-Erfahrung sorgen. Für einen Moment habe ich alles um mich herum vergessen und tauchte völlig in die Musik ein, ein gelungener Einstieg ins Konzert.
Zwischen Dunkelheit und Emotionen
Anschließend kam Anna von Hausswolff mit ihrer Band auf die Bühne. Im Vergleich zum Support war das Licht nun wesentlich dunkler, lediglich ein paar Strahler von hinten beleuchteten das Geschehen. Ein Stilmittel, welches nur noch die Silhouetten zeigte und direkt für eine mystische Stimmung sorgte.


Untermalt wurde das geheimnisvolle Flair durch den Einsatz des Saxophon-Solos, welches den Beginn von „Consensual Neglect“ einläutete. Nach und nach legten sich die anderen Instrumente in mehreren Ebenen darüber und ich fühlte mich direkt wie in eine andere Welt hinein katapultiert.


Schließlich ging die Band zum zweiten Song „Facing Atlas“ über und als würde man nach langem Luftanhalten den ersten Atemzug nehmen, setzte die himmlische Stimme von Anna von Hausswolff ein. Das Publikum war hingerissen und sprachlos, während sich der Sound in der stillen Halle ausbreitete und zu einem gefühlvollen Höhepunkt kam. Das sollte für mich der erste von vielen Gänsehautmomenten des Abends werden.
Die Magie der Live-Performance
Insgesamt wurden 12 Songs in Berlin gespielt, was erstmal nach wenig klingt, aber da ein Song hier auch locker mal zehn Minuten gehen kann, war die Zeit gut ausgefüllt. Während der Setlist gab es immer wieder emotionale Momente, besonders als die Orgel zum Einsatz kam. Es war, als würde einen die Musik verzaubern und die Zeit für eine Weile anhalten. Die akustische Bandbreite der Künstlerin war verblüffend, denn von Flüstern bis Schreien war hier alles dabei. Viel gesprochen wurde zwischen den Songs nicht, aber dafür wurde viel gefühlt und das ist für mich die wahre Magie einer Live-Performance.


Die Show war für mich eine totale Überraschung, weil ich mir die Wirkung der Songs viel düsterer vorgestellt hätte. Dabei zeigte sich Anna von Hausswolff immer mit einem Lächeln auf den Lippen und brachte mit ihrer Band die Herzen zum Leuchten.
Setlist:
- Consensual Neglect
- Facing Atlas
- The Mouth
- The Whole Woman
- The Iconoclast
- An Ocean of Time
- The Mysterious Vanishing of Electra
- Stardust
- Aging Young Women
- Ugly and Vengeful
- Funeral for My Future Children
- Stuggle With the Beast
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