Itchy – Ja Als Ob

Radio:Active Bewertung: 9/10 Megahertz

Geschrieben von: Lisa Hemp

Bandname: Itchy

Albumtitel: Ja als ob

Plattenfirma: Findaway Records/Soulfood

Genre: Pop, Rock, Punk

Veröffentlichung: 07.02.2020

TRACKLIST:

  1.  Herzlich willkommen
  2.  Gegen den Wind
  3.  Ja als ob
  4.  Faust
  5.  Nicht weg
  6.  Meine Fresse
  7.  Auf dem Gewissen
  8.  Pflastersteine
  9.  Beyoncé und Jay-Z
  10.  Unser Lied
  11.  Godzilla
  12.  Ich wollte noch (feat. Sebastian Madsen)
  13.  Wo seid ihr denn alle

Wer Itchy kennt, hat wahrscheinlich noch so einige Englischsprachige Songs im Kopf. Die Band wagt getreu dem Motto „Und was soll uns passieren“ eine entscheidende Veränderung und veröffentlichen ihr achtes! Album – auf Deutsch.

Die erste Single „Faust“ galt als Ankündigung für die neue Platte die am 07.02.2020 unter Findaway Records/Soulfood erscheinen wird.

Wir durften im Vorfeld schon reinhören und wollen natürlich einen Einblick geben, in das was die Itchy Fans erwarten dürfen.

Laut Presserider: „zündet die Band ein musikalisches Feuerwerk, mit vielschichtigen Einflüssen aus unterschiedlichen Stilen, an denen sowohl alteingesessene als auch neue Fans ihre Freude haben werden.“ Dann wollen wir doch mal genau hinhören und schauen ob das der Fall ist.

Wer Itchy bereits live erlebt hat, weiß wieviel Energie da geballt auf der Bühne aufeinandertrifft. Nach fast 1000 Konzerten in ganz Europa , 7 Albumveröffentlichungen und gemeinsamen Touren mit Bands wie: Billy Talent oder Bad Religion, beginnt ein erneuter Sprung ins Ungewisse.

Nun stellt sich die Frage: Ist Itchy auf Deutsch, immer noch Itchy?

Die Songs auf der Platte sind die auserwählten unter 50 Demosongs, die in einem kreativen Anfall und vom Willen getrieben, niemals stehen zu bleiben , entstanden sind. Beim ersten Hören, fällt auf das diesmal verschiedenste Musikstile zusammen gemischt wurden. Neben dem klassischen Punkrock blicken die Jungs mittlerweile auch weit mehr als sonst über den musikalischen Tellerrand. Die Themen auf dem Album überraschen mich jedoch nicht. Denn wer schonmal ein Auge auf sie geworfen hat, weiß das sie nicht auf den Mund gefallen sind und auch Gesellschaftskritische Sichtweisen in Worte verpacken können.

In „Beyoncé & Jay-Z“ werden „3 Minuten Sicherheit“ versprochen, während die Welt eine Horrornachricht nach der nächsten in die Medienwelt wirft. „Wo seid ihr denn alle?“ scheint eine Hymne an die immer weiter ausgedünnte Musikhelden Generation zu sein. Ja der arme Ozzy Osbourne, hat in den letzten Jahren viele Rocklegenden hinter sich gelassen. Bei der Aufzählung an leider verstorbenen grandiosen Musikern, wird einem ganz anders. Definitiv ein Song mit Ohrwurmgarantie! Den warnenden Zeigefinger erheben Itchy in „Nicht weg“ und fordern Massiven Gegenwind, gegen den längst etablierten Rechtsruck in der Gesellschaft.

Meine Fresse“ ist ein Song, indem sich wahrscheinlich so einige wiederfinden werden. Veränderung im Leben gewünscht? – Dann bleibt nur Mund auf! Wer kennt es nicht, im Kopf ist alles so klar und deutlich zurechtgelegt, aber der Mund lässt den Inhalt im Kopf verharren.

Mein persönlicher „Arschwackel“-Garant auf der Platte ist „Auf dem Gewissen“. Bereits beim ersten Hören wollte mein Körper zappeln, der Kopf fing an im Takt zu nicken und der Mund sang bereits die ersten Zeilen automatisch mit. Bereits jetzt kann ich die Aussage des Presseriders unterschreiben: Das Album ist definitiv vielschichtig und ich bin fest davon überzeugt, dass die Sprache keine Rolle spielt. Ich würde sogar behaupten das Itchy in ihrer Muttersprache noch authentischer und tiefgründiger sind. „Pflastersteine“ wirkt fast wie eine Ballade, wenn man den Song im Vergleich zu den restlichen hört. Die ruhigen Töne stehen den Jungs allerdings auch enorm gut.

Godzilla“ fällt sofort ins Ohr, da bei der Strophe eine gut gewählte Rhythmus Variante gewählt wurde und der Song sich nach und nach aufbaut, um energiegeladen zu enden.

Es ist auch kein Geheimnis das Itchy und Madsen eine Freundschaft verbindet, deshalb verwundert es auch nicht, dass auf „Ja Als Ob“ auch ein gemeinsamer Song erscheint. „Ich wollte noch“ wird unterstützt durch Sebastian Madsen. Die beiden Sänger harmonieren hervorragend und Itchy auf Deutsch passt wirklich zu dem Sound von Madsen. Oder ist das ganze andersherum?

Der gleichnamige Song zum Album „Ja als ob“ macht von Anfang an Laune und geht in die Beine.

Zusammenfassend ist zu sagen: Das Baden-Württemberger Trio erfindet sich solide Neu und die Band weiß nach 18 Jahren immer noch genau wie man eingängige Songs schreibt. Musikalisch gesehen sitzen die Töne da wo sie hingehören und jeder einzelne kann mit seinem Instrument die Lieder vorantreiben und dem Zuhörer im Gehör einen nachhaltigen Platz garantieren. Sarkasmus, Charme, Humor, Tiefgang und Haltung bilden das sehr sympathische Grundgerüst in eine neue Epoche in Deutsch!

Wer sich live vom neuen Album überzeugen lassen möchte hat ab März in vielen Städten die Möglichkeit dazu:

TOUR-DATEN

19.03. Wiesbaden – Schlachthof

20.03. Köln – Live Music Hall

21.03. Hamburg – Markthalle

27.03. Dresden – Beatpol

28.03. Berlin – Festsaal Kreuzberg

03.04. Nürnberg – Hirsch

04.04. Prag – Rock Cafe

17.04. München – Backstage

18.04. Wien – Flex

24.04. Zürich -Dynamo

25.04. Stuttgart – LKA Longhorn

Itchy - Ja Als Ob
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