Bonsai Kitten - Love And Let Die
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Leserwertung: (2 Votes)
10.0

Radio:Active Bewertung: 09/10 MEGAHERTZ

Geschrieben von: Lisa Hemp

Band: Bonsai Kitten

Album: Love And Let Die

Genre: Riot Rock Metal

Plattenlabel: Sunny Bastards/Soulfood

Release: 13.03.2020

 

Tracklist:

  1. Dead Man Walking
  2. Limit To Your Love
  3. I Have Freedom
  4. The Devil Inside You
  5. Second Self
  6. Give Me What I Want
  7. One In A Million
  8. Now Or Never
  9. Sunshine Of Your Love
  10. Love And Let Die
  11. Last Days On Earth

 

Line Up:

Tiger Lilly Marleen – Vocals

Wally – Guitar

Marc Reign – Drums

Spoxx – Bass

 

Der Release von „Love And Let Die“ ist schon gut einen Monat her, doch auf Anfrage von Bonsai Kitten haben wir das mittlerweile fünfte Studioalbum genauer unter die Lupe nehmen können. Als musikalische Referenz bot sich ihr im Jahr 2017 erschienenes Album „Mindcraft“ an, aber seitdem hat sich eine Menge bei ihnen getan. Sunny Bastard konnte als Plattenfirma gewonnen werden und auch am Line-Up hat sich Einiges geändert. Mit Wally (Psychopunch), haben die Katzen einen neuen Gitarristen und Songwriter an ihrer Seite und am Schlagzeug konnten sie sich Marc Speedy Reign (Morgoth/Destruction) für sich gewinnen. Durch die großen Veränderungen im Line-Up gab es auch am Sound der Band einige Änderungen. Bonsai Kitten könnte man als klassische Rock´n´Roll Band bezeichnen, die sich gern an den rocklastigen Metal- und Bluesrock Elementen bedient.

Mit 11 Tracks und 43 Minuten Spielzeit habe ich einen starken Longplayer vor mir liegen.

„Dead Man Walking“ eröffnet das Album und spiegelt im Großen und Ganzen den Kern der Platte wider. Tiger Lilli´s Stimme wird ordentlich angetrieben von den anheizenden Schlagzeugspuren und den starken Gitarrenriffs. Ihre rockige Stimme schafft eingängige, ohrwurmlastige Melodien. Am Schlagzeug geht es heiß her. Marc Rein tobt sich mit Fill-Ins und Doublebases ordentlich aus. Ein starker Song für den Anfang.

Numero 2 heißt „I Have Freedom“ und reißt mich mit hymnenartigen Refrains durch den Song und zeigt dem Zuhörer was Punk´n Roll mit Metal-Attitüde bedeutet. Hier hört man deutlich heraus, dass Bonsai Kitten sich ordentlich entwickelt haben.

Der nächste Track „The Devil Inside You“ ist mein Favorit-Track. Ordentlich Tempo und präzise gespielter Riot Rock fegt mir um die Ohren und versetzt mich in eine gefüllte Konzerthalle, in der das Publikum nicht still stehen bleiben will. Ein Song der definitiv auf die Bühne gehört! Die schnellen und tighten Basslines runden sowohl die Akzente und der Drum Licks als auch die Melodielinien der Gitarrenriffs ab, so dass ein harmonischer, aber vor allem fetter Sound im Klangteppich der Band unterstützt wird.

„Second Self“ ist anders als die Vorgänger-Lieder und auf seine Art ein großartiges Werk. Eine Rockballade mit Pop-Elementen kann man sich unter Bonsai Kitten zunächst nicht vorstellen, steht ihnen aber dennoch außergewöhnlich gut. Tiger Lilly Marleen weiß wie sie mit ihrer starken Stimme Emotionen rüberbringen kann und den Zuhörer fesselt.

Back To The Roots geht es weiter mit „Give Me What I Want“. Allgemein fällt auf, dass sie einen Plan von dem haben, was sie tun und verfolgen ein Konzept, das sich durch ihr neues Werk zieht und dabei noch unglaublich gut klingt. „One In A Million“ lebt von den Bluesigen Gitarrensounds von Wally und wird harmonisch von Tigers Stimme unterstützt.

Unterstützung im Gesang gibt es auf Track 8 „Now Or Never“. Jarmo JM Mäkkelie von Psychopunch leiht dem Song seine Stimme und sorgt für ordentlich Abwechslung. Er und Tiger ergänzen sich gesanglich, als hätten sie schon immer zusammengearbeitet. Für mich ein weiterer Song auf der Liste, der ordentlich Eindruck hinterlässt und zu den Favoriten zählt. Gerne mehr solcher Kooperationen.

Da ein Gastauftritt nicht reicht, gibt es mit dem nächsten Lied eine weitere Überraschung. Bonsai Kitten versuchten sich an einem Cover, der ihnen mehr als gelungen ist. “Sunshine Of Your Love” von Cream. Ein großes Lied, welches durch den Bonsai Kitten Stil seine eigene Note bekommt, aber unglaublich gut klingt. Gute Cover kann nicht jede Band, aber hier gibt es von meiner Seite aus nichts zu meckern.

Die meisten kennen dieses Phänomen bestimmt auch, man spielt einen Song nach dem nächsten ab und denkt sich bereits großartiges Album. Doch dann passiert es: Es taucht dieser eine Song auf, dieser ganz besondere, der es nach wenigen Takten schafft einer Mischung aus Gänsehaut und dem warmen Gefühl im Herzen einen Namen zu geben. Dieses Mal hat mich der Titeltrack „Love And Let Die“ erwischt. Liebe auf den ersten Ton? Definitiv! Der Song präsentiert so viel Gefühl und es fällt schwer sich nicht treiben zu lassen. Wally erzählt mit seiner Gitarre eine ganze Geschichte und Tiger Lillie Marleen übersetzt diese Story kraftvoll mit Worten wie:

„To love and let die, this love is a war. When we fight who we are, when we live to lie.“

Der Track baut sich von Anfang bis zum Ende immer weiter auf und das Gitarrensolo mündet in einem Feuerwerk. Wally glänzt in dieser Nummer und zeigt einmal mehr was er zu bieten hat. Als Musiker ist er eine wahre Bereicherung für die Band. Marc Rein steht ihm jedoch in nichts nach und stellt so einige Drummer in den Schatten.

Das Finale macht “Last Days On Earth” und es hat sicher auch seinen Grund, weshalb der ans Ende gelegt wurde. Hier bekommen wir nochmal die geballte Bonsai Kitten Energie, zu der man einfach abgehen will und sich wünscht ganz schnell auf eines ihrer Konzerte gehen zu können.

Zum Schluss kann ich nur sagen, dass mich dieses Album von Anfang bis Ende gut gefällt. Es ist eine gelungene Platte und ich wünsche der Band wirklich sehr, dass sie damit noch mehr Gehör auf diesem Planeten finden!

Von uns gibt es deshalb solide 9 / 10 Megahertz.

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