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Wolf Alice in Berlin © Marie-Luise Frauenstein
Wolf Alice in Berlin © Marie-Luise Frauenstein
Foto im Auftrag von Radio:Active Magazine: Marie-Luise Frauenstein (louriephoto)

Wolf Alice zeigen in Berlin, wie Live-Musik geht

Wolf Alice zeigen in Berlin, wie Live-Musik geht

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Als Redakteurin im Musikjournalismus schaue ich mir viele Shows an. Wenn es aber ein Konzert gibt, das mich daran erinnert hat, warum ich Live-Musik so sehr liebe, dann war es das von Wolf Alice am 19. November in der Columbiahalle Berlin. 

Durchstarter-Band Florence Road eröffnen die Show

Unterstützt wurden sie von der irischen Band Florence Road, die den Raum sofort verzauberten, als sie auf die Bühne kamen. Die Fans hingen der Sängerin Lily Aron direkt an den Lippen, deren Stimme einfach absolut himmlisch ist. Spätestens beim Hit „Break the Girl“ kam dann auch der Tanzgeist im Publikum durch. Mit „Goodnight“ verabschiedete sich die Gruppe schließlich und räumte die Bühne für den Headliner.

Scheinwerfer an, Zeit für Wolf Alice

Kurz nach 21 Uhr wurde es dann wieder dunkel in der Columbiahalle und Wolf Alice traten vor dem glitzernden Vorhang ins Rampenlicht. Mit der eindrucksvollen Ballade „Thorns“ stiegen sie direkt auf einem beachtlichen Niveau ins Konzert ein, bevor das Tempo mit „Bloom Baby Bloom“ etwas angezogen wurde. Der Scheinwerfer fiel dann auf den Drummer Joel Amey, der den Ton zu „White Horses“ angab. Mit diesem Anfang haben sie schon mal einen perfekten Einblick in die klanglichen Facetten der neuen Platte „The Clearing“ gegeben, bevor sie sich fortan auch den vorherigen Werken widmeten. Lead-Gitarrist Joff Oddie und Bassist Theo Ellis waren wie zwei Stimmungsmacher, die immer wieder das Publikum zum Mitmachen animierten.

Wolf Alice in Berlin © Marie-Luise Frauenstein
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Kleine Momente, große Wirkung

Mein persönliches Highlight war, als sich die komplette Band in der Mitte der Bühne versammelte, um den Song „Safe From Heartbreak (If You Never Fall in Love)“ zu performen. Die Harmonien sorgten für einen richtigen Gänsehautmoment bei mir! Auch die Lichtverhältnisse erzeugten ein paar einprägsame Augenblicke, wie zum Beispiel, als ein großer, sternförmiger Scheinwerfer genau auf Sängerin Ellie Rowsell zeigte, während sie vor dem metallisch-glitzernden Vorhang stand.

Wolf Alice in Berlin © Marie-Luise Frauenstein
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„Play the Greatest Hits“ und mehr!

Die Setlist war eine ausgewogene Mischung aus neuen und älteren Liedern, schnellen und langsamen Stücken. Das Publikum hatte viele Gelegenheiten zum entspannten Zuhören oder zum wilden Tanzen. So sollte für jede*n etwas dabei gewesen sein.

Wolf Alice in Berlin © Marie-Luise Frauenstein
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Setlist

  1. Thorns
  2. Bloom Baby Bloom
  3. White Horses
  4. Formidable Cool
  5. Just Two Girls
  6. Leaning Against the Wall
  7. How Can I Make It OK?
  8. The Sofa
  9. Bros
  10. You’re a Germ
  11. Safe From Heartbreak (If You Never Fall in Love)
  12. Safe in the World
  13. Bread Butter Tea Sugar
  14. Yuk Foo
  15. Play the Greatest Hits
  16. Silk
  17. Play It Out
  18. Giant Peach
  19. Smile
  20. Don’t Delete the Kisses

Mit ihrem Evergreen „Don’t Delete the Kisses“ verabschiedeten sie sich letztendlich und Berlin erwies sich als textsicheres Publikum, bevor „Bohemian Rhapsody“ als Rausschmeißsong über die Boxen ertönte und die Emotionen des Abends in den Gesichtern der Menschen noch nachhallten.

Mein Fazit

Vermutlich bin ich voreingenommen, weil Wolf Alice eine meiner absoluten Lieblingsbands ist. Dennoch meine ich, dass sich die Gruppe aktuell auf einem absoluten Höhenflug ihrer Karriere befindet und an diesem Abend in Berlin haben sie auch gezeigt, warum. Das war vom ersten bis zum letzten Ton einfach eine sehr gelungene Show, die qualitativ nicht mehr viel Luft nach oben lässt. Wolf Alice sind Stars auf dem Weg zum Rock-Olymp und ich möchte keinen Schritt verpassen!

Weitere Konzertberichte findet ihr hier.

 

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