Faetooth live am 25. Februar in Leipzig
Am Mittwoch wurde im UT Connewitz in Leipzig viel Programm geboten, denn zu sehen gab es gleich drei Bands an einem Abend: Faetooth, Coltaine und Ellereve.

Düsterer Nebel und Ellereve eröffnen den Abend
Als die erste Künstlerin des Abends, Ellereve, mit ihrer Band loslegte, war der Raum komplett in Dunkelheit gehüllt. Gleichzeitig liefen die Nebelmaschinen auf Hochtouren, was zwar für eine mystische Atmosphäre sorgte, aber die Silhouetten auf der Bühne für das Publikum kaum erkennbar machte. Vibe-Check? Passt! Denn hinter Ellereve steckt die österreichische Multiinstrumentalistin Elisa Giulia Teschner, die in ihrem Projekt eine Mischung aus dunklem Post-Metal und melancholischem Doom verbindet. Ich war begeistert von ihrem tollen Sound, der mich sofort in eine Art Trance versetzt hat, weil er überraschend emotional und zart wirkte.

Weiter geht’s mit Coltaine
Danach wurde es mit Coltaine deutlich schwerer. Der Nebel hatte sich nun etwas gelichtet, sodass die Lichtquellen auch eine Chance hatten, zur Bühne durchzudringen, aber das Quartett selbst verkörpert eine wesentlich düstere Aura. Ihre Songs bauten sich langsam auf und explodierten dann in dramatischen Gitarreneinlagen und lauten Growls. Sängerin Julia Frasch bewegte sich mit entschlossenen Bewegungen über die Stage und die Fans fühlten sich vom Headbanging auch direkt inspiriert.
Letztes Kapitel: Faetooth
Als Faetooth schließlich die Bühne betraten, wurde das ohnehin mystische Setting noch intensiver. Die Kulisse des UT Connewitz erinnerte an eine Art Tempel. Dichte Nebelschwaden zogen durch den Raum, das Licht blieb eher im Hintergrund und tauchte die Bühne in dunkle Farben.
Die Band aus Los Angeles ist bekannt für ihren sogenannten „Fairy-Doom“, eine Mischung aus schweren Riffs, shoegazigen Verzerrungen und emotionalen Vocals. Live funktionierte diese Kombination wunderbar. Die Songs wirkten wuchtig, gleichzeitig aber auch hypnotisch. Auch das Publikum ließ sich schnell darauf ein. Viele standen einfach da, komplett im Sound versunken, während die Songs den Raum einnahmen.
Trotz der starken Gitarrenklänge blieb alles klar hörbar. Vocals, Bass und Drums funktionierten zusammen und sorgten dafür, dass die Songs ihre volle Wirkung entfalten konnten. Gerade bei Musik, die so stark von Atmosphäre lebt, ist das keine Selbstverständlichkeit. Im UT Connewitz funktionierte das an diesem Abend aber wirklich gut.
Fazit
Das Konzert am 25. Februar war kein Abend der großen Showgesten, sondern war viel mehr geprägt von Stimmung und Sound. Ellereve und Coltaine lieferten starke Sets ab, bevor Faetootheinen gelungenen Abschluss hinlegten. Wer auf dunkle und schwere Doom-Klänge steht, war hier definitiv am richtigen Ort.
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