Kaffkiez im Kölner Palladium: Moshpits, Schunkel-Momente und ein toller Gastauftritt
Am vergangenen Sonntag spielten Kaffkiez im ausverkauften Kölner Palladium. Rund 4.500 Fans strömten in die schlauchförmige Halle und viele mit großer Vorfreude im Gesicht, die man nur bei einer Band erlebt, auf die man sich wirklich freut. Für die Rosenheimer Indie-Rocker ist Köln kein gewöhnlicher Tourstopp. Bereits vor zwei Jahren füllte Kaffkiez die Halle und auch diesmal ließ der Ausverkauf keinen Zweifel daran, wo die Band gerade steht. Sänger Johannes Eisner brachte es während des Abends selbst auf den Punkt: „Dieser Anblick in diese schlauchförmige Halle bereitet mir bald hoffentlich Tag Träume.„

Corduroy County als Support
Bevor jedoch Kaffkiez die Bühne übernahmen, durfte Corduroy County das Kölner Publikum verzücken und das an ihrem letzten Abend als Support Act der Tour. Die Hamburger Band lieferte einen schönen Mix aus Rock und Indie, der direkt zum Tanzen einlud. Frontsänger Tristan und Frontsängerin Carlotta wechselten sich dabei regelmäßig ab und sorgten so für eine angenehme Dynamik. Die Bühnenshow blieb bewusst schlicht. Ein Neon-Schild mit dem Bandnamen, keine großen Effekte. Der Fokus lag ganz klar auf der Musik und das war auch völlig gut so.

Hier sind Bilder von Corduroy County
Zeit für Kaffkiez
Bereits vor der Hauptband des Abends, war die Stimmung längst auf ihrem Höhepunkt. Klassiker wie „Bella Napoli“ von Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys oder „Et Jitt Kei Wood“ von Cat Ballou wurden lauthals aus dem Publikum mitgesungen. Es war ein kollektives Warm Singen, das zeigte, aus welchem Holz das Kölner Publikum geschnitzt war.

Was folgte, war ein Set, das von Anfang bis Ende lebte. Johannes Eisner heizte die Menge immer wieder an, suchte die Nähe zum Publikum und schaffte es mühelos, die Energie hochzuhalten. Doch er war nicht allein: Bandkollege Johannes „Gotti“ Gottwald übernahm als selbsternannter „Moshpit Minister“ inmitten des Publikums die Verantwortung dafür, dass die Moshpits entsprechend groß und wild ausfielen.

Musikalisch bot der Abend genau das, was man sich erhofft hatte: ein gelungenes Wechselspiel aus tanzbaren Indie-Hits und kurzen, ruhigeren Momenten zum Durchatmen, Mitschunkeln oder einfach Genießen. Doch diese Verschnaufpausen waren nie von langer Dauer, schnell ging es zurück in die nächste Welle aus Energie.

Das eigentliche Highlight des Abends ließ bis zur Konzerthälfte auf sich warten. Mit der Begründung, dass man in Köln unbedingt die Herzlichkeit der Stadt erleben müsse, luden Kaffkiez kurzerhand Querbeat auf die Bühne. Gemeinsam performten die beiden Bands den Song „Barbarossaplatz“. Ein Moment, der die Halle zum Beben brachte. Songs aus älteren Releases trafen auf Material des neuen Albums „Wir“, und genau diese Mischung sorgte dafür, dass sich sowohl langjährige Fans als auch neue Zuhörer vollkommen abgeholt fühlten.
Am Ende blieb ein Abend, der viele Facetten in sich vereinte: Moshpits, Schunkel-Momente und Emotionen. Kaffkiez haben einmal mehr bewiesen, dass sie nicht einfach nur eine Band sind – sie sind ein Erlebnis.
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