Genre: Spheric Alternative Rock

Mitglieder der Band:

JuMi (Vocals)

Adam Seidler (Gitarre)

Arkon David (Bass)

David Gerlach (Keys)

Joel Waldt (Gitarre)

Peer Bothmer (Drums)

Heimatstadt: Hannover

Veröffentlichung: 21.10.2018

Recorded/Mixed: Arkon David



Die Band Volara habe ich eher zufällig bei Instagram (https://www.instagram.com/volara_music/) entdeckt und habe beim anhören, eines Ihrer Teaser Videos für ihre letzte Tour, kurz vergessen weiter zu scrollen. Die Stimme von JuMi hatte mich sofort gefesselt und ich wollte mehr von dieser Band hören. Die virtuelle Welt verbindet zum Glück relativ schnell und ich bat die Band, mir eine CD von sich zu senden, um mir ein Gesamtbild machen zu können. Ich sollte nicht entäuscht werden, was meinen ersten Eindruck betraf. Volara haben am 21. Oktober 2018 ihre Debut-EP “NO NEED TO HIDE” veröffentlicht. Die EP besteht aus 4 Titeln und durch die relativ langen Songs hat sie eine Spielzeit von knapp 18 Minuten. Beim ersten durchhören der Tracks war sofort klar in welche Richtung es geht. In abwechslungsreichen Arrangements treffen Melancholie und verletzliche Vocals auf rockige Gitarrensounds, welche von einer kraftvollen Power-Stimme getragen werden. Jeder einzelne Song hat seine eigene Geschichte und der Zuhörer taucht in eine persönliche Reise von Emotionen und Fassaden, die das Leben für uns schreibt.

Volara verstehen es in den Texten von Ängsten und deren Realitäten zu erzählen. In einem Song habe ich persönlich meine Deckung verloren: “Eye´s don´t lie”. Die Nummer fesselt nicht nur direkt zu Beginn mit einer ruhigen Gitarrenspur, auch die Stimme von JuMi holt einen direkt auf ein offenes Ohr ab. Der Song erzählt von Momenten im Leben, die wohl jeder schon einmal erlebt hat. Ein Mensch der einen anlächelt, man mag denken dieses Lächeln ist echt und doch sprechen die Augen der Person eine andere Sprache. “her eyes are a desert, so endlessly dry…” , was es nicht möglich macht zu weinen. Ein perfektes Äußeres und der Blick hinter den Spiegel zeigt eine Scheinwelt auf. “she´s a functional robot, that never fails!” Für die Welt da draußen, scheint alles perfekt, aber innendrin kämpft eine Leere gegen sich selbst.  Erfolg und Karriere, was massgeblich in dieser Welt jeden glücklich macht und am Ende doch so einsam. “Augen lügen nicht!” und wenn die Menscheit etwas genauer hinsehen würde, dann würde man vielleicht nicht jedem Lächeln einfach so glauben. Der Song baut sich nach und nach auf und man spürt direkt die Zerissenheit der Geschichte. Am Ende des Songs ziehen Volara musikalisch dynamisch an und durch das Zusammenspiel der Band werden die Emotionen im Gesang perfekt durch die Gitarren, das Keyboard und die Drums an den Zuhörer getragen.

Die Band selbst sagt über die EP: “Die Tracks veranschaulichen in vier eindrücklichen Momentaufnahmen den Kampf gegen innere und äußere Monster – und den Triumph über sie.”

Besser hätte ich es selbst nicht ausdrücken können… Der Kampf innerer und äußerer Monster… Situationen in die man sich zu gut hinein versetzen kann.

“Falling free” ist der zweite Song auf der CD und ist eine abwechslungsreiche Nummer, zwischen Ballade und Rocksong. Die Gitarre und das Keyboard tragen den Zuhörer regelrecht sanft in das Lied hinein. Das Schlagzeug passt sich der Stimmung durch einen bodenständigen Rhytmus in der Strophe an und wandelt sich im Refrain zu einem rhytmisch dynamischen Grundgerüst, welches alles abrundet. Der Text erzählt von den großen Fragen an sich selbst: Bin ich auf dem richtigen Weg? Was ist richtig und was ist falsch?  “Feel what i feel, climbing up the wall!”

“Running away” handelt vom zu sich selbst finden. Viel zu lange rennen manche Menschen vor sich selbst davon und müssen erst einen Weg zurück finden. Ich denke Selbstreflexion ist hierfür ein gutes Stichwort, keine Angst vor den eigenen Tränen zu haben und auch, ab und zu ,Hilfe von außen anzunehmen, bevor man “ertrinkt”. Der Song ist geprägt von vielen Rockelementen und besonders positiv fällt das Gitarrensolo am Ende auf. JuMi kommt in diesem Song stimmlich mit energischer Power im Refrain und in den Übergängen und erzählt zwischendurch in den Strophen kraftvoll , aber auf zarte Art und Weise die Geschichte über eine Reise zum eigenen Selbstbild zurück. 

Wie bereits erwähnt, gibt es 4 Lieder auf der EP und Song 4 auf dem Album, hatte mich auf die Band aufmerksam gemacht. “Monsters” ist ein Titel, der sofort im Ohr bleibt und den ich nun gefühlt schon so oft gehört habe, das normalerweise die Gefahr besteht, mich an einer Nummer zu überhören. Dieses Lied ,hat es bisher nicht geschafft, mir den Spaß daran zu nehmen. “come to the monsters side…” singen Volara und zumindest ich, wechsel gern die Seite für so eine Nummer. 🙂 Der Song macht musikalisch eine menge Freude , wenn man auf harte Gitarrenklänge, ein unglaublich groovendes und abwechslungsreiches Schlagzeug und viel Power in der Stimme steht. “Monsters” wirkt wie der Befreiungsschlag aus den ersten drei Songs. Niemand soll sich verstecken, keiner soll Angst haben und jeder sollte jemanden haben, den man von seinen Monsterträumen erzählen kann.

Ich bin wirklich glücklich darüber, diese Band entdeckt zu haben und bin sehr gespannt wo die Reise noch hinführt. Wenn ich bedenke, das es Volara erst seid Ende 2017 gibt und die sechs Musiker bereits so zusammen eingespielt sind, wird da sicher noch das ein oder andere Album auf uns warten.

Ich werde die Band aufjedenfall im Auge behalten und hoffe sehr, das ich mir die Songs sehr bald einmal live anhören kann.

“NO NEED TO HIDE” bekommt von mir 8 von 10 MegaHertz . Volle Punktzahl bekommt Volara gern später einmal von mir, wenn sie mich nicht nur mit 4 Songs auf einer Platte zurück lassen, obwohl ich Lust auf mehr bekommen habe. 🙂

Tracklist

01 RUNNING AWAY

02 FALLING FREE

03 EYES DON´T LIE

04 MONSTERS

Mehr Informationen über die Band gibt es unter:

https://www.instagram.com/volara_music/

https://www.facebook.com/volaramusic/

https://www.youtube.com/channel/UC3CZfvIaQpuOV_wP38K87-w

https://www.amazon.de/No-need-hide-VOLARA/dp/B07HYDHCHQ

Volara - 'No need to hide'
RADIO:SOUNDCHECK8
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