Catharina “Nina” Hagen wurde am 11. März 1955 in Ost-Berlin geboren und ist eine deutsche Sängerin, Schauspielerin und Songschreiberin.

Sie wird als deutsche “Godmother of Punk” bezeichnet, beeinflusste den deutschen New Wave und war eine Vorreiterin der Neuen Deutschen Welle.

Sie wollte in der DDR ursprünglich Schauspielerin werden, doch wurde der Antrag von der Schauspielschule ohne Begründung abgelehnt. Danach sang sie bei einigen Bands in Polen und kam dadurch zum Orchester Alfons Wonneberg.

1974 beendete Hagen eine einjährige Gesangsausbildung am Zentralen Studio für Unterhaltungskunst als staatlich geprüfte Schlagersängerin, wobei ihr Stimmumfang von der Presse mit vier Oktaven angegeben wird.

Bei einem Konzert der Gruppe Automobil wird sie entdeckt und sofort engagiert.

1975 verließ sie Automobil und wechselte zu Fritzens Dampferband. 1976 emigrierte sie in den Westen und ging zunächst nach Großbritannien, wo sie hauptsächlich in der Punkszene aktiv war.

Nach ihrer Übersiedlung in die Bundesrepublik gründete sie im Herbst 1977 zusammen mit den ehemaligen Musikern der Band Lokomotive Kreuzberg und Reinhold Heil die Nina Hagen Band. 1978 erschien dann das international beachtete Album Nina Hagen Band.

Nicht viel später gab es auch schon Unstimmigkeiten in der Band und ihre Bandmitglieder warfen ihr Unberechenbarkeit und egozentrische Starallüren vor. Da mit der Plattenfirma CBS jedoch bereits ein weiteres Album vereinbart war, nahm die Band separat die Instrumente auf, während Hagen den Gesang nachträglich einsang. Das Album Unbehagen erschien 1979. In den 1980er und 1990er Jahren machte Hagen hauptsächlich durch ihre UFO-Theorien, ihr großes Interesse an der Spiritualität und Religion sowie ihr Engagement für den TIerschutz auf sich aufmerksam.

Bis sie im Jahr 1986 nach Deutschland zurückkehrte, lebte sie in den USA, London und in den Niederlanden. 1984 tourte sie mit ihrer ein Jahr zuvor erschienenen Platte Angstlos, die auch in der englischen Version Fearless erschien, durch die USA und Europa. Sie stilisierte sich, beraten von Modedesigner Jean Paul Gaultier, als Punk-Rock-Diva.

1997 sang sie mit Thomas D den Song Solo, der später auch als Single ausgekoppelt wurde, für dessen gleichnamiges Album ein. Während es sie Anfang 1998 zurück nach Berlin zog. Im Jahre 1998 spielte Hagen für den Berliner Fußballverein 1. FC Union Berlin eine neue Vereinshymne ein. Der Filmemacher Peter Sempel drehte einen experimentellen Dokumentarfilm Nina Hagen – Punk & Glory über die Jahre 1994 bis 1999 über ihre Familie und Wegbegleiter.

Im Dezember 2002 erschien die Biografie Nina Hagen. That’s Why the Lady Is a Punk, des Schriftstellers Marcel Feige in enger Zusammenarbeit mit Hagen. Das Buch wurde 2003 mit dem Literaturpreis Corine ausgezeichnet.

2006 und 2007 war Hagen Jury-Mitglied bei der Casting-Show Popstars. 2006 begann sie eine musikalische Zusammenarbeit mit The Capital Dance Orchestra. Mit dem Album Irgendwo auf der Welt ging sie zusammen mit dem Orchester auf Tour im deutschsprachigen Raum. Im März 2008 veranstaltete sie  in Berlin eine Aufklärungsshow, die sie später im Internet publizierte, namens Nina Hagen unzensiert. Dort kritisierte sie öffentlch die Medien, die ihrer Meinung nach nicht verfassungsgerecht über aktuelle Ereignisse in der Politik und Wirtschaft berichteten.

2009 erschien ihre Englischsprachige CD Personal Jesus, auf der sie bekannte Gospel- und Blues-Stücke neu interpretierte. Die Süddeutsche Zeitung schrieb am 9. Juli 2010 darüber: “Dabei zwingt sie den Hörern ihren neu gefundenen christlichen Glauben mit einer Kraft auf, der man sich nur schwer entziehen kann. Das kann sie, weil sie eine Stimme hat, die von der Kälte einer Grace Jones bis zu Raserei einer frühen Tina Turner sämtliche emotionalen Register beherrscht.” Im selben Jahr erschien ihre Autobiographie mit dem Titel Bekenntnisse.

Die Anzahl sämtlicher weltweit erschienener Schallplatten- und CD-Veröffentlichungen, auf denen Hagens Gesang zu hören ist, dürfte bei annähernd 500 liegen. Das Nina-Hagen-Archiv zeigte im Oktober 2005 206 Vinylplatten, 180 CDs und 20 Audiokassetten, sowie 21 Videokassetten und 12 DVDs.

Am 28. Februar 2020 veröffentlichte sie ihr neues Album Was denn? welches eigentlich ihr erstes Album werden sollte, das aber nie veröffentlicht wurde.

Quelle: Wikipedia

Bildquelle: Micheal Mey

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