Mike Love wurde am 15. März 1941 in Los Angeles, Kalifornien geboren und ist ein US-amerikanischer Musiker. Er ist Gründungsmitglied, ältestes Mitglied und Leadsänger der US-Band The Beach Boys.

Love gründete 1961 mit seinen Cousins Carl Wilson, Dennis Wilson, Brian Wilson und dessen Schulfreund Alan Jardine die Beach Boys. Love fungierte als Leadsänger und lieh vielen Hits der Beach Boys seine Stimme. Bei den Liedern, die in mehrstimmigen Harmonien in Szene gesetzt wurden, sang Mike den Bass.

Love schrieb als Co-Autor Texte zu zahlreichen Beach-Boys-Songs. Zur Anfangszeit der Karriere schrieb er vor allem über das sorgenfreie Leben als Jugendlicher Kalifornien, das Leben am Strand, Mädchen, das Surfen und schnelle Autos. Er war mit seiner optimistischen Einstellung ein sehr guter Gegenpol zu dem eher melancholisch veranlagten Brian Wilson. Zudem sorgte Love mit seiner ausgeprägten Bühnenpräsenz und seinen Ansagen während der Lieber auch für Sicherheit bei seinen jüngeren Bandmitgliedern.

Der erste Beach-Boys-Song, den Mike Love eigenständig verfasste, war Big Sur auf dem Album Holland aus 1973. Mit Everyone in love with you, einer Huldigung an Maharishi Mahesh Yogi und Sumahama, eine Ode an Japan, kamen zwei weitere Love-Songs auf Beach-Boys-Alben der 1970er Jahren, wobei Sumahama sogar Platz 45 der UK-Charts erklomm.

In den 1970er Jahren wurde der Einfluss von Love auf die Bandgeschäfte immer deutlicher. So setzte er durch, dass die Beach-Boys auf den Nostalgie-Zug aufsprangen und wieder vermehrt ihre alten Hits ins Programm aufnahmen. Love war zudem wesentlich an der Entstehung der Hit-Kompilation Endless Summer beteiligt, die 1974 Platz 1 der Billboard-Charts erreichte. Gemeinsam mit John Phillips und Terry Melcher schrieb Love den Welthit Kokomo, der 1988 der letzte Nummer-1-Hit für die Beach-Boys.

Seit 1998, als die Band nach Carl Wilsons Tod auseinanderfiel, hielt Mike Love die Namensrechte an den Beach-Boys und geht gemeinsam mit Bruce Johnson unter diesem Namen auf Tournee.

Im Jahr 1977 begann Mike Love, sich um Projekte außerhalb der Band zu kümmern. Er gründete mit der halben Mannschaft der Beach Boys Tour- und Studioband die Band Celebration, die zunächst nur den Soundtrack zum Film Almost Summer einspielen sollte. Als die gleichnamige Single auf Platz 28 der US-Billboard-Charts kletterte, entschloss sich die Band, ein Album einzuspielen. Da einige Titel der Gruppe später auch in die Konzerte der Beach Boys eingebaut wurden, ergab sich die eigenartige Situation, dass die übrigen regulären Beach-Boys-Mitglieder zu diesen stets die Bühne verließen und erst im Anschluss wieder auf jene zurückkamen.

Im selben Jahr versuchte Love, als Solist Fuß zu fassen. Er nahm zunächst das Album First Love und wenig später Country Love auf. Die Alben beinhalteten viele von Mike Love komponierte Songs. Sie wurden allerdings von den Plattenfirmen durchwegs abgelehnt. 1979 folgte ein zweites Album von Celebration, das aber, wie die ausgekoppelte Single Starbaby, floppte. 1981 veröffentlichte er mit Looking Back with Love schließlich sein erstes Soloalbum.

Als die Beach Boys 1988 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen wurden, sorgte Mike Love mit einer sehr aggressiven Rede für Unmut unter den anwesenden Kollegen. Er kritisierte hierbei nahezu jeden bekannten anwesenden wie auch abwesenden Star. Bob Dylan, der nach Mike Love die Bühne betreten musste, bedankte sich dafür, dass Love vergessen hatte ihn zu erwähnen.

Bereits im Jahr 2004 kündigte Mike Love in mehreren Interviews ein weiteres Album an. Zuerst stellte er es unter den Titel Unleash the Love, später nannte er das Projekt in Mike Love, Not War um. Dieses Album, das 14 Songs beinhaltet, wurde allerdings noch nicht veröffentlicht.

Im November 2017 erschien schließlich das Album Unleash the Love als Doppelalbum mit 13 neuen Songs und 12 Neuaufnahmen alter Beach-Boys-Klassiker. 2018 folgte unter dem Namen Reason for the Season ein Album mit Weihnachtsliedern.

Quelle: Wikipedia

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